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Döbeln 100 Megabit pro Sekunde: Telekom beschleunigt Internet in Waldheim
Region Döbeln 100 Megabit pro Sekunde: Telekom beschleunigt Internet in Waldheim
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Das Internet in Waldheimer Ortsteilen wird schneller. Quelle: picture alliance / dpa
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Waldheim

Das Internet in 13 Waldheimer Ortsteilen wird schneller. Und das schon in einem Jahr. Am Donnerstag unterschrieben Stadt und Telekom eine partnerschaftliche Vereinbarung. Darin sichert die Stadt der Telekom Unterstützung zu, unter anderem durch zügige Abwicklung der Genehmigungsverfahren. Für insgesamt 4400 Haushalte schafft der Telekommuniaktionskonzern die Möglichkeit, mit Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde schnell im Internet zu surfen. Derzeit beträgt die Übertragungsrate dort null bis 13 Megabit pro Sekunde. Die Telekom bezahlt den Ausbau aus eigener Tasche und realisiert ihn ohne Fördergeld. Der Wermutstropfen: Die weißen Flecken, etwa das Gewerbegebiet, bleiben weiße Flecken. Diese hätte die Stadt mit Fördergeld anschließen lassen können. Jedoch hätte der Eigenanteil über rund eine halbe Million Euro Waldheims Stadtsäckel arg gebeutelt. Also beschloss der Stadtrat, erstmal kein Fördergeld zu beantragen (die DAZ berichtete).

Tiefbau hält sich in Grenzen

„Für die schlecht versorgten Bereiche gibt es Misaxnet mit dem Richtfunk-Internet. Ich denke, dass das Vorhaben der Telekom zukunftsorientiert ist, gerade für junge Familien, die sich in Waldheim ansiedeln wollen. Da ist wichtig, was die Stadt in punkto schnelles Internet zu bieten hat“, sagt Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). Beim Ausbau Projekt geht es um die Ortsteile Gilsberg, Heiligenborn, Massanei, Meinsberg, Neuhausen, Neuschönberg, Rauschenthal, Reinsdorf, Vierhäuser, Unterrauschenthal, Schönberg, Gebersbach und Knobelsdorf. Die Telekom klemmt dabei die Kupferleitungen, die in die Häuser führen, ans Glasfaserkabel. Vectoring heißt diese Technologie. Und mit einem einfachen Umklemmen ist es natürlich nicht getan, wie Hendrik König, Regiomanager im Infrastrukturvertrieb der Telekom im Landkreis Mittelsachsen, erläutert. Die Techniker gehen an die Schaltschränke, rüsten diese mit neuer Elektronik aus und setzen gegebenenfalls auch neue Verteilerkästen. Insgesamt sind für das Vorhaben der Telekom 29 Netzverteiler notwendig. Umfassender Tiefbau ist nicht nötig. Zwar verlegt die Telekom 6, 7 Kilometer Glasfaserkabel, nutzt aber dafür Leerrohre, die bereits im Boden schlummern. „Der Tiefbau erstreckt sich auf insgesamt 300 Metern. Da sind auch Baugruben für Verteilerkästen mit drin“, sagt Hendrik König. Von der Bautätigkeit werden die Leute nur punktuell etwas mitbekommen.

Schon jetzt schnellen Anschluss reservieren

Drei Ortsteile – Gebersbach, Massanei und Rudelsdorf – wird die Telekom vorfristig ans schnelle Internet anschließen. Bei den anderen sollen bis Ende März vom Netzausbau profitieren. Das Vectoring hält Hendrik König für eine zukunftsfähige Technologie. „Bald wird es das Super-Vectoring mit 250 Megabit pro Sekunde geben. Dafür schaffen wir die Grundlage. Es lässt sich nämlich mit einem überschaubaren technischen Aufwand umrüsten“, sagt der Telekom-Mann. Vorteil der Kupfer-auf-Glasfaser-Lösung ist zudem, dass sich der Tiefbau, auch auf privatem Grund, in Grenzen hält. Beim viel gepriesenen Glasfaser bis ins Haus müsste die Telekom nämlich durch die Vorgärten buddeln. Das entfällt natürlich beim Vectoring. „Wir freuen uns darauf, das Ausbauprojekt zügig anzugehen“, sagt Hendrik König. Nach seinen Worten profitieren davon auch andere Orte im Vorwahlgebiet 034327. So etwa Grünlichtenberg und Ehrenberg in der Gemeinde Kriebstein. Auch einige wenige Haushalte in Knobelsdorf bekommen dadurch das schnelle Internet. Das liegt daran, dass das Dorf telefontechnisch von Döbeln aus versorgt wird. Darum können nicht alle Knobelsdorfer Haushalte ans schnelle Netz gehen.

Die Telekom wird über die neuen Internetanschlüsse auf Bürgerversammlungen informieren, bevor diese ans Netz gehen. Dort ist dann auch der Telekom-Vertriebspartner Yellowcom aus Döbeln mit dabei, der unter anderem die neue Technik vorstellt, die die Nutzer dann benötigen. Schon jetzt können sie sich für einen schnellen Anschluss vormerken lassen.

Von Dirk Wurzel

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