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Döbeln 14 Dokumentarfilme über Döbeln
Region Döbeln 14 Dokumentarfilme über Döbeln
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22:21 12.11.2012
Jasmin Schreck, Nadine Altmann und Sophie Hempel aus der Klasse 7 c der Mittelschule Am Holländer suchten gestern durch den Sucher ihres HD-Camcorders die spannendsten Einstellungen für ihren ersten eigenen Dokumentarfilm. Mit Profis der Akademie der Künste aus Berlin haben sie eine Woche besonderen Unterricht. Quelle: W. Sens

Erich Heckel und die Künstlergruppe "Die Brücke", stehen sonst immer bei der Jugendkunstwerkstatt der Kleinen Galerie im Mittelpunkt des Angebotes für den Kunstunterricht. Doch statt der berühmten Expressionisten stehen seit gestern Sophie Narr und Ralph Etter mit ihrer Dokumentarfilmwerkstatt den Schülern im dritten Stock des Rathauses zu Seite. Die 32-jährige Film- und Video-Editorin studierte in Sidney und Potsdam Drehbuch und Dramaturgie und wurde für ihre erste Regiearbeit mit dem Hans-W.-Geißendörfer-Nachwuchspreis ausgezeichnet. Ihr 34-jähriger schweizer Kollege Ralph Etter gewann nach Abschluss seines Regiestudiums in Zürich mit seinem Spielfilm "Wackelkontakt" internationale Preise. Die beiden Filmemacher waren Stipendiaten der Akademie der Künste und so sind sie für die Akademie nach Döbeln gekommen.

Gestern bekam jeder der 14 Schüler zunächst eine nur etwa faustgroße, hochauflösende Digitalkamera in die Hand gedrückt. Mit dieser gingen die Schüler dann auf ihre erste Exkursion durch die Innenstadt. "Die Aufgabe lautete, sich einen Ort in Döbeln auszusuchen und ihn mit verschiedenen Einstellungen aus unterschiedlichen Perspektiven aufzunehmen", schildert Sophie Narr. Vögel und Fische in einer Zoohandlung sowie die Bauarbeiten am Eingang der Bäckerstraße hatte sich Nadine Altmann (14) für ihre ersten Szenen ausgesucht. Jasmin Schreck (14) bannte Graffitis in der Stadt auf die Festplatte ihres Camcorders. Tim Saborowski filmte rund um den Schlossberg und die Nicolaikirche. "Die Schüler sollten sich zunächst mit der Technik vertraut machen. Für ihren Film führen sie die Kamera und bestimmen, was sie filmen, schneiden und vertonen wollen. Wir organisieren dann den Schnitt. Später soll jeder der 14 kleinen Dokumentarfilme öffentlich vorgestellt werden", so Ralph Etter. Aus jeweils etwa 20 Minuten Filmmaterial jedes Schülers soll so ein etwa fünfminütiger Film werden.

Angelika Smeykal und Jörg Jäkel sind hochgespannt auf die Projektergebnisse. Seit einigen Jahren sind die beiden Lehrer der Mittelschule Am Holländer Partner bei den Angeboten des Stadtmuseums und nutzen die bisher immer eintägige Jugendkunstwerkstatt zum Döbelner Expressionisten Erich Heckel.

"Für uns ist dieses neue Medium Film, mit dem wir sonst nicht arbeiten, hochinteressant. Deshalb haben wir dieses Angebot der Akademie der Künste beim Schopfe gepackt", sagt Kathrin Fuchs vom Döbelner Stadtmuseum/Kleine Galerie.

Das Projekt "Kunstwelten" ist ein Programm der Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit dem Mittelsächsischen Theater Döbeln-Freiberg. Es wird vom Kulturraum Mittelsachsen-Erzgebirge und dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt.

Neben der Dokumentarfilmwerkstatt der Mittelschüler im Döbelner Rathaus gestalteten Grundschüler in Niederwiesa einen Animationsfilm. Am Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg entstanden Postkarten, in Frankenberg gab es eine Tanzwerkstatt. In Waldheim wird es Ende November für Mittelschüler noch eine Musikwerkstatt in der Nicolaikirche geben. Am Lessing-Gymnasium Döbeln wird Ende Januar der Künstler und Vorsitzende der Akademie der Künste, Klaus Staeck, zu einer Plakataktion und einer Gesprächsrunde erwartet.

Thomas Sparrer

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