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Döbeln 14 Monate Umleitung beginnen mit dem Abriss der Brücke Straße des Friedens
Region Döbeln 14 Monate Umleitung beginnen mit dem Abriss der Brücke Straße des Friedens
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00:20 18.01.2018
Im Sommer wird die Brücke in der Straße des Friedens abgerissen. Projektleiter Thomas Zechendorf hat dafür die Pläne. Nächste Woche wird ausgeschrieben. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

In diesem Sommer wird es ernst: Dann beginnt der lange angekündigte Abriss der Brücke in der Straße des Friedens neben dem Busbahnhof im Herzen der Stadt. „Gleich nach dem Döbelner Stadtfest geht es los. Das haben wir mit der Stadtverwaltung so abgestimmt“, sagt Thomas Zechendorf, Gesamtprojektleiter für Döbeln bei der Landestalsperrenverwaltung, Betrieb Rötha. Der 43-Jährige verantwortet den Bau aller Hochwasserschutzprojekte in der Döbelner Innenstadt und somit auch den Abriss und den Neubau der Brücke in der Straße des Friedens. In der nächsten Woche beginnen die europaweiten Ausschreibungen für das auf etwas mehr als eine Million Euro geschätzte Brückenbauprojekt.

Notwendig ist der Abriss und der Neubau, damit die Mulde im Hochwasserfall im extra verbreiterten Flutgraben Platz zum Abfließen hat. Die neue Brücke wird deshalb 35 Meter breit und damit acht bis zehn Meter breiter, als bisher. Auch untendrunter, zwischen Flussbett und Brücke, bekommt ein Hochwasser mehr Platz zum Abfließen. Die Brücke liegt somit höher als bisher. Damit dazu aber nicht riesige Rampen gebaut werden müssen, wurde eine Spannbetonbrücke gewählt, die bei gleicher Belastbarkeit mit einem deutlich flacheren Baukörper auskommt. Allerdings ist dafür auch ein Mittelpfeiler als Kompromiss notwendig. „Wir haben hier nun einmal fest vorgegebene Punkte, wo wir mit der Straßenhöhe wieder ankommen müssen“, erklärt dazu Thomas Zechendorf.

Bereits im Juli soll der Abriss der alten Brücke in Teilen beginnen. Parallel dazu wird zwischen der Uferstraße und der Schillerstraße an der Straße gebaut und werden Bohrpfähle an beiden Seiten in die Tiefe betoniert, die der Brücke halt geben. Ebenso werden die Bohrpfähle auf der anderen Uferseite beim Griechen errichtet. Wasserverband und Abwasserverband werden den Brückenbau nutzen, um auf beiden Uferseiten der Schillerstraße neue Wasser- und Abwasserleitungen zu verlegen, bevor die Straßendecken erneuert werden. Auf der Kauflandseite wird dazu immer auf die Erreichbarkeit des Lieferhofes für den Einkaufsmarkt geachtet. Nach dem Abriss der alten Brücke werden im Herbst auch inmitten des Flutgrabens Bohrpfähle gesetzt. Darauf kommen die Fundamente des Mittelpfeilers. Der Brückenbau selbst und der zugehörige Straßenbau wird nach den abgestimmten Bauplänen etwa 14 Monate in Anspruch nehmen. „Im Herbst 2019 soll die neue Brücke eingeweiht und an die Stadt übergeben werden. Die bekommt dank des Hochwasserschutzes eine nagelneue Brücke zum Nulltarif“ sagt Thomas Zechendorf.

Allerdings kommt bis dahin auf die Döbelner auch einiges an Verkehrsbehinderungen zu. Der abgestimmte Umleitungsplan sieht vor, das der Fahrzeugverkehr aus Richtung Nord und Ost von der Oberbrücke über die Ritterstraße zur Rosa-Luxemburg-Straße führt. Vor den Stadtwerken wird die Vorfahrt geändert und eine Ampelanlage aufgestellt. Die Fahrzeuge fahren weiter zur Burgstraße wechseln am Wettinplatz auf die Bahnhof- und die Franz-Mehring-Straße und kommen so zum Körnerplatz zu Kaufland oder zum Gymnasium. In der Gegenrichtung rollt der Verkehr von der Roßweiner Straße über die Muldenstraße und die Kauflandkreuzung zum Körnerplatz, von dort über die Niederbrücke, die Zwingerstraße und die Kleine Kirchgasse wieder zur Oberbrücke. Mit Beginn des neuen Schuljahres 2018/19 wird es auch einen auf den Brückenbau extra abgestimmten Busfahrplan geben. Für Fußgänger gilt der etwa 150 Meter von der Brücke Straße des Friedens entfernte Tümmler-Steg bei Kaufland als Ersatzlösung.

Nach dem Brückenbau in der Straße des Friedens wird voraussichtlich ab 2019/20 zwischen dem Fußgängersteg am Klinikum und der Oberbrücke zu beiden Seiten am Muldenufer an neuen Flutmauern gebaut.

Von Thomas Sparrer

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