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14 Wochen alte Jagdhündin hält den Klosterbucher Förster auf Trab

Neue Begleiterin 14 Wochen alte Jagdhündin hält den Klosterbucher Förster auf Trab

Der Klosterbucher Revierförster Ronald Köllner hat jetzt viel zusätzliche Arbeit. Amanda heißt seine neue Deutsch-Drahthaar-Hündin. So niedlich und verspielt die Kleine auch ist, ein Jagdhund braucht nicht nur Erziehung, sondern auch eine spezielle Ausbildung. Die ist aufwendig.

Mal nach dem Fotografen sehen: Amanda ist die neue Deutsch-Drahthaar-Hündin des Klosterbucher Revierförsters Ronald Köllner und sehr neugierig.

Quelle: Dirk Wurzel

Klosterbuch. Ein kleiner Wirbelwind fegt neuerdings übers Grundstück des Forsthauses Klosterbuch: 14 Wochen alt, noch mit Milchgebiss, aber schon 15 Kilogramm schwer. Aufgeweckt, neugierig und verspielt – so wie gesunde junge Hunde eben sind. Amanda heißt das kleine Deutsch-Drahthaar-Mädchen. Sie ist Revierförsters Ronald Köllners angehende Diensthündin. Das dauert aber noch. Zunächst braucht Amanda Erziehung, dann Ausbildung. Sie ist schließlich nicht nur der Familienhund der Köllners, sondern vor allem Jagdhund.

„Wally ist jetzt elf Jahre alt. Da war es Zeit für einen neuen Hund“, sagt der Förster über seine derzeitige vierbeinige Revierbegleiterin, die Deutsch-Drahthaar-Dame Wally. Sie hat nun langsam ein Alter erreicht, wo die kleinen und großen Hunde-Zipperlein beginnen. Anfang Februar stand die Hundedame ein wenig im Mittelpunkt bei der Winterwanderung des Nabu, holte sich etliche Streicheleinheiten ab.

Gut möglich, dass dies Amanda auch bald tut. Sie wächst zusehendes, sagt ihr Herrchen. Derzeit bringt er ihr die ganz normalen Grundkommandos bei, übt aber auch schon mit der Dressurangel das „Vorstehen“. So nennt der Waidmann das Verhalten eines Jagdhundes, durch seine Körperhaltung anzuzeigen, dass er Wild wittert. Dieses Verhalten ist auch genetisch vorgegeben. So heben zum Beispiel manche eigentlich als Familienhunde gehaltene Jagdhunde wie Golden Retriever die Pfote, wenn sie Wild (oder eine Katze) wittern. Amanda steht ganz stramm, die Rute ragt steil nach oben. Auf der Pirsch wüsste Ronald Köllner, dass ein Stück Wild in der Nähe und könnte sich auf den Schuss vorbereiten. Denn manchmal muss er beruflich zur Flinte beziehungsweise Büchse greifen und auf die Jagd gehen.

Das Vorstehen ist aber nicht das Einzige, was Deutsch-Drahthaar-Hunde beherrschen. „Ich schätze die Rasse wegen ihrer Vielseitigkeit. Das sind Vollgebrauchshunde für die Jagd“, sagt Ronald Köllner und setzt schmunzeld hinzu: „In den Fuchsbau kann ich sie natürlich nicht schicken.“ Logisch. Schließlich kann Amanda bis zu 60 Zentimeter (Widerristhöhe) groß werden. Apportieren und „Buschieren“ gehören ebenfalls zu den Fähigkeiten die Amanda im Blute liegen, und die bei der Ausbildung gefestigt werden. Beim Buschieren stöbert ein Jagdhund unter Anleitung des Jägers das Wild auf, steht dabei ständig mit ihm in Kontakt. Auch Amandas Nase könnte künftig gefragt sein. Zum Beispiel, um waidwundes Wild zu finden. „Auto oder schlecht sitzender Schuss – manchmal ist eine Nachsuche notwendig“, erläutert Förster Köllner in knappen Worten die Gründe für verletzte Wildtiere. Die Nachsuche sollte bei der Jagd aber die Ausnahme sein, betont Ronald Köllner.

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Wer schon mal einen kleinen Hund großgezogen weiß: Da gibt es viel zu fotografieren. Hier sind ein paar Bilder von Amanda, 14 Wochen alte Deutsch-Drahthaar-Hündin und künftige Revierbegleiterin des Klosterbucher Revierförsters Ronald Köllner.

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Was die Hundeerziehung betrifft, hat der Förster in Wally einer vierbeinige Gehilfin. Sie muss sich von der „Kleinen“ einiges Gefallen lassen, sagt ihr aber schon Bescheid, wenn ihr das Spiel zu weit geht. Auch so lernt Amanda ihre Grenzen. Wie viele kleinen Hunde katscht sie gerne auf menschlichen Händen rum, was nicht böse gemeint ist, aber bisweilen auch mal wehtun kann. Denn die Hündin hat noch ihr Milchgebiss. Und dessen Zähne sind ganz schön spitz.

Von Dirk Wurzel

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