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Döbeln 18 Euro mehr: Leisnig erhöht Krippengeld
Region Döbeln 18 Euro mehr: Leisnig erhöht Krippengeld
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16:51 02.07.2018
Die Stadt Leisnig erhöht die Elternbeiträge für die Krippe. Diese liegen derzeit nicht innerhalb der gesetzlichen Vorgaben. Die Betriebskosten sind gestiegen. Quelle: dpa
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Leisnig

Monatlich 18 Euro mehr müssen die Eltern von kleinen Kindern bezahlen, wenn sie diese in der Krippe betreuen lassen. Die Stadt hebt den Elternbeitrag an. Dieser betrifft aber nur die Krippe, die Beiträge für Kindergarten und Hort tastet die Stadt nicht an. „Laut sächsischem Kita-Gesetz sollen wir für die Krippe einen Elternbeitrag festsetzen, der zwischen 20 und 23 Prozent der Betriebskosten liegt. Der derzeitige Beitrag ist nicht mehr auskömmlich und entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben“, erläuterte Hauptamtsleitzerin Sonja Heier, weshalb es notwendig ist, die Beiträge zu erhöhen.

Stadt braucht Puffer

1025 Euro Betriebskosten stehen monatlich hinter jedem Krippenkind. Der bisherige Elternbeitrag von 202 Euro entspricht einem Anteil von 19,7 Prozent. Um die 20-Prozent-Marke wieder zu knacken, hätte es ausgereicht, den Beitrag auf 205 Euro zu erhöhen. Aber: „Im September ändert sich der Betreuungsschlüssel“, sagt Sonja Heier. Dann betreuen zwei Erzieherinnen zehn Kinder. Aktuell sind es elf. Mehr Mitarbeiter bedeutet mehr Lohnkosten, die wiederum in den Betriebskosten aufgehen. „Wir brauchen einen Puffer. Es wäre traurig, den Elterbeitrag zu niedrig anzusetzen“, begründete die Hauptamtsleiterin, weshalb der Beitrag höher steigt, als es notwendig wäre. Die 218 Euro machen einen Anteil 21,45 Prozent – liegt also gut in der gesetzlichen Vorgabe.

Nicht mehr doppelt und dreifach anmelden

Auch eine neue Kita-Satzung haben die Stadträte beschlossen. Diese regelt jetzt konkret, dass Eltern ihre Kinder mit einer speziellen Karte anmelden müssen. Das soll Doppelanmeldungen vorbeugen. Außerdem regelt die neue Satzung die Frühförderung von Kindern in der Krippe. Und außerdem, dass Dritte, die Kinder in den Leisniger Kita abholen, mindestens 14 Jahre alt sein müssen.

Von Dirk Wurzel

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