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Döbeln 180 Meter Kreisstraße bleiben auf der Strecke: Haben die Behörden zuviel versprochen?
Region Döbeln 180 Meter Kreisstraße bleiben auf der Strecke: Haben die Behörden zuviel versprochen?
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10:00 02.12.2015
Am neuen Kreisverkehr in Döbeln-Masten zweigt die Kreisstraße 7530 nach Limmritz ab. Nur ein Stück dieser Straße ist jetzt auch neu. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln/Limmritz

Andreas Dehnel hat mal wieder ein Straßenproblem. Er versteht nicht, weshalb beim Ausbau des Knotenpunktes Bundesstraße 175/ Kreisstraße 7530 ein Stück der Straße im Urzustand geblieben ist. Und das heißt: Wellig und schlecht.

„Ich habe nachgemessen. Versprochen war, die Kreisstraße nach Limmritz auf 480 Metern auszubauen. Gebaut wurde aber nur auf einer Strecke von 300 Metern. Ausgerechnet vor der Bergkuppe ist die Straße schlecht“, sagt der Limmritzer. Es ist bereits im Frühjahr wegen des Straßenbaus aktiv geworden und hatte die enge Umleitungsstrecke nach Limmritz kritisiert. Daraufhin ließen die Verantwortlichen Ausweichbuchten anflanschen und begrenzten die Geschwindigkeit auf der Umleitung auf 30 Kilometer pro Stunde (die DAZ berichtete). Nun übt Andreas Dehnel berechtigte Kritik am Gesamtprodukt. Denn es ist wirklich markant, auf der K 7530 zu fahren und sich plötzlich heftigen Schüttelbewegungen ausgesetzt zu sehen – nämlich dort, wo die Ausbaustrecke endet und der unsanierte Teil des Asphaltbandes beginnt.

Koordiniert hat den gesamten Straßenbau in Masten das Sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Und aus dessen Antwort auf die Anfrage der DAZ geht, dass sich Anderas Dehnel wohl verrechnet hat: „Es sind von der B 175 im Zuge der Kreisstraße zirka 350 Meter (Baubeginn ist im Kreismittelpunkt) in Richtung Limmritz gebaut worden und rund 150 Meter in Richtung Technitz – das ergibt zuzüglich der Abmaße des Kreisverkehrs rund 480 Meter, so wie planfestgestellt wurde auch gebaut. Die Kreisstraßenanschlüsse an den Kreisverkehr wurden im Auftrag des Landkreises mitgebaut und vom Landkreis anteilig finanziert“, so Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert.

Das ist trotzdem neu. Denn auf der Internetseite des Lasuv liest man zum Straßenbauvorhaben folgendes: „Die anschließenden Straßenabschnitte werden entsprechend der verkehrlichen Erfordernisse grundhaft ausgebaut. Es handelt sich um 830 Meter Ausbaulänge der B 175 zwischen der Brücke über die Zschopau und der Ortsumfahrung Masten sowie weitere 480 Meter Ausbaulänge in Richtung Limmritz, zudem 125 Meter der Kreisstraße 7530 in Richtung Technitz.“ Die versprochenen 480 Meter Ausbau in Richtung Limmritz sind also verbürgt.

Trotzdem wird das Lasuv an der Kreisstraße 7530 wohl nicht mehr tätig werden. „Der mögliche Weiterbau der Kreisstraße liegt in Zuständigkeit des Landkreises“, sagt Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert. Kreissprecher André Kaiser konnte bis Redaktionsschluss noch nicht mitteilen, ob und wann Mittelsachsen die Kreisstraße 7530 erneuern lässt.


http://www.lasuv.sachsen.de/cps/rde/xchg/SID-43BEA9FF-F126BA8F/lasuv/hs.xsl/2152.html

Von Dirk Wurzel

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