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Döbeln 183 Aktive waren 113 Tage im Einsatz
Region Döbeln 183 Aktive waren 113 Tage im Einsatz
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18:00 05.01.2017
Der Dachstuhlbrand am 30. September in der Straße des Friedens war der größte Brandeinsatz für die Kameraden der Döbelner Wehr und ihrer Ortswehren. Quelle: Fotograf Sven Bartsch
Döbeln

Ein quer auf der Autobahn stehender Lastwagen war am Donnerstagmorgen der erste Einsatz der Döbelner Feuerwehr in diesem Jahr. Die Feuerwehrleute sperrten die Autobahnauffahrt Döbeln-Nord in Richtung Dresden, damit Bergungs- und Rettungsdienst freie Fahrt hatten.

„Wir hatten ansonsten einen ruhigen Jahreswechsel. Einige Kameraden haben im Gerätehaus Silvester gefeiert und einen Bereitschaftsdienst abgesichert“, sagt Döbelns Gemeindewehrleiter Thomas Harnisch (58). Bei genau 100 Einsätzen endet die Einsatzstatistik der Freiwilligen Feuerwehr Döbeln im letzten Jahr. Kurz vor Weihnachten war der Brand am Backwaren-Verkaufswagen in der Bahnhofstraße der letzte Einsatz 2016. 2720 Stunden stehen auf dem Einsatzkonto der ehrenamtlichen Brandschützer. Damit war die Wehr laut Statistik im vergangenen Jahr 113 Tage am Stück im Einsatz.

Allein zu 70 Bränden mussten die Aktiven ausrücken. Sechs davon waren Großbrände. Das sind Brände, bei denen mindestens drei C-Rohre im Löscheinsatz waren. 82 Personen brachten die Feuerwehrleute im vergangenen Jahr nach Bränden in Sicherheit. Schlimmstes Feuer war der Dachstuhlbrand am 30. September in der Straße des Friedens, bei dem zehn Menschen gerettet wurden. Bei den beiden Kellerbränden in der Albert-Schweitzer-Straße 23./24. am 9. und am 15. Oktober wurden 29 beziehungsweise fünf Mieter mit der Drehleiter evakuiert. Beim Brand in der Roßweiner Straße holten die Kameraden 14 Menschen aus dem Wohnhaus. Ein Toter war nach einem Wohnungsbrand in der Schillerstraße zu beklagen.

31 mal rückten die Aktiven der Wehr im letzten Jahr zu technischen Hilfeleistungen aus. So mussten vier Mal angetrunkene Personen aus der Mulde im Stadtgebiet gerettet werden. Zwei Mal leisteten die Feuerwehrleute dem Rettungsdienst Tragehilfe, weil extrem übergewichtige Patienten aus ihren Wohnungen in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. In zwei Fällen rückten die Feuerwehrleute aus, weil bei Unfällen Personen eingeklemmt waren.

Neben den 2720 Einsatzstunden verbrachten die 183 Aktiven der Döbelner Gemeindefeuerwehr knapp 5400 Stunden bei Ausbildungsdiensten. 837 weitere Stunden wurden die Truppführer und Atemschutzgeräteträger zur Kreisausbildung geschickt. 600 Stunden erwarben zudem Kameraden an der Landesfeuerwehrschule neues Fachwissen.

„Wir sind in Döbeln und den Ortswehren eine starke und auch recht junge Truppe. Nach den Eingemeindungen ist alles sehr gut zusammengewachsen. Ich mache mir um die Zukunft gerade wenig Sorgen“, sagt Gemeindewehrleiter Thomas Harnisch. Auch die 40 Kinder und Jugendlichen in den drei Jugendwehren in Limmritz, Lüttewitz und Döbeln mit zusammen 1658 Ausbildungsstunden machen den Wehrleiter so optimistisch.

Angeschafft werden soll 2017 weitere neue Einsatzbekleidung. Ein neues Rettungsboot mit festem Kunststoffkörper soll die strömungsanfälligen Schlauchboote der Wasserwehr ablösen. Zudem sollen am Gerätehaus in Ebersbach Sanitär und Umkleideräume gebaut werden. Der Brandschutzbedarfsplan für die Stadt Döbeln wird überarbeitet, um Grundlagen für Fördermittelanträge zu schaffen. Denn in die Gerätehäuser der neuen Ortsteile muss mittelfristig investiert werden. Zudem soll 2018 der 25 Jahre alte Tanker der Döbelner Wehr durch ein neues Tanklöschfahrzeug ersetzt werden.

Von Thomas Sparrer

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