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2500 zahlende Gäste auf der märchenhaften Burg Kriebstein

Mittelsächsischer Kultursommer 2500 zahlende Gäste auf der märchenhaften Burg Kriebstein

Scharenweise zog es am Wochenende die Besucher auf die Burg Kriebstein, wo der Mittelsächsische Kultursommer (Miskus) mal wieder zur „Burg der Märchen“ lud. Ob Pittiplatsch, eine eher moderne Märchenfigur, oder Rotkäppchen, Schneewittchen und Aschenputtel – Miskus-Märchenkönig Norbert Hein begrüßte rund 2500 zahlende Gäste auf dem Schloss hoch über den Gestaden der Zschopau.

Vicky Rennert und ihr Prinz: Auf die Burg der Märchen in Kriebstein strömten am Wochenende über zweieinhalb tausend Menschen.
 

Quelle: Sven Bartsch

Kriebstein. Scharenweise zog es am Wochenende die Besucher auf die Burg Kriebstein, wo der Mittelsächsische Kultursommer (Miskus) mal wieder zur „Burg der Märchen“ lud. Ob Pittiplatsch, eine eher moderne Märchenfigur, oder Rotkäppchen, Schneewittchen und Aschenputtel – Miskus-Märchenkönig Norbert Hein begrüßte rund 2500 zahlende Gäste auf dem Schloss hoch über den Gestaden der Zschopau.

Die Veranstaltung "Burg der Märchen" des Mittelsächsischen Kultursommers zog zum 19. Mal die Besucher in ihren Bann. 2500 zahlende Gäste besuchten Burg Kriebstein.

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Nicht wie im Märchen, sondern wahrscheinlich eher wie im falschen Film dürften sich diejenigen unter den Audienzgästen des Königs gefühlt haben, als sie wieder zu ihren diesel- oder benzingetriebenen Blechkutschen zurückkehrten, die am Burgberg standen. Gräfin Maria I. zu Kriebstein hatte ihre herrschaftlichen Wachen, neudeutsch Mitarbeiter des gemeindlichen Vollzugsdienstes, losgeschickt und papierne Andenken an ihre kleine Grafschaft verteilen lassen. Die Zahlungsaufforderung kommt später...

„Wir fahren begeistert von der Zschopau an die Elbe zurück“, sagt Andrea Zitzke, die gemeinsam mit Familie aus Riesa auf die märchenhafte Kriebsteiner Burg gereist war. Beim Rückweg zum Auto kam sie noch mit dem Märchenkönig ins Gespräch, der auf der steinernen Brüstung der Brücke über den Burggraben saß und ein wenig verschnaufte. Es ist ein großes Glück, dass das königliche Herz wieder mitspielt und es seinem Besitzer wieder erlaubt, König auf Burg Kriebstein zu sein. „Ich war in Mittweida zusammengebrochen. Mein Herz hatte ausgesetzt“, sagt Norbert Hein. Schnelle Reanimation und das nahe Krankenhaus waren glückliche Umstände, die schlimmeres verhinderten. Nach einer Kur ist der König aber nun wieder auf dem Posten und konnte am Wochenende durch das Programm auf der Burg Kriebstein führen, konnte mit den Gästen heitere Schwätze halten und der DAZ erzählen, dass es im kommenden Jahr zur Jubiläumsveranstaltung einige tolle Überraschungen geben wird. Dann steigt nämlich die „Burg der Märchen“ zum 20. Mal.

Zum 19. Mal scherzte Hexe Ambrosia auf dem Burghof und die Freiberger Märchenbühne führte das Stück „Die Bremer Stadtmusikanten“ auf. Zum ersten Mal war in diesem Jahr ein Modellbaue dabei, der mit den Besuchern märchenhafte Welten mit dänischen Steckbausteinen kreierte. Lego traf dabei auf Aschenputtel.

Was wäre der Miskus ohne seinen Projektleiter Jörn Hänsel? Er war sich auch am Wochenende nicht zu schade, in die Rolle einer Märchenfigur zu schlüpfen, keine aus den Büchern der Gebrüder Grimm zwar, aber eine nicht minder unbeliebte. Der Kobold des DDR-Fernesehens war es denn, Pittiplatsch der Liebe, der mit den Kindern allerhand Schabernack trieb und in Polonaise über den Burghof zog. Auch die Waldheimer Tanzperlen des Zschopautals verzauberten mit märchenhaftem Tanze die Burgbesucher und waren dem König ein Wohlgefallen.

Das alles erschien auch dem Mitteldeutschen Rundfunk berichtenswert, der am Sonnabend auf Sachsens schönster Ritterburg drehte und live von dort sendete.

Von Dirk Wurzel

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