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Döbeln 30 000 Euro für Prallschutz in Großweitzschener Turnhalle
Region Döbeln 30 000 Euro für Prallschutz in Großweitzschener Turnhalle
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20:00 24.03.2016
Bis die Prallschutzwände eingebaut sind, heißt es Bankdrücken statt sprinten für die Großweitzschener Grundschüler. Schnelle Sportarten werden nur eingeschränkt geübt. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
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Großweitzschen

Der Einbau von Prallschutzwänden in die Turnhalle der Grundschule Großweitzschen (die DAZ berichtete) wird die Kommune rund 30 000 Euro kosten. Das erklärte Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos) während der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. Diese war wegen der anstehenden Osterferien um eine Woche vorverlegt worden. Auch einige Eltern hatten sich zur Sitzung eingefunden, um den aktuellen Sicherheitsstand der Turnhalle abzufragen.

„Die beschränkte Ausschreibung läuft. Wenn die Angebote vorliegen, wird geprüft und kurzfristig vergeben“, sagte Fleischer am Tag nach der Gemeinderatssitzung. Dies könne je nach Terminlage zur nächsten Ratssitzung am 26. April oder auch kurzfristig per Eilentscheidung des Bürgermeisters geschehen.

Denn die Zeit drängt. Das Regionalschulamt hat bei seiner turnusmäßigen Begehung in den Winterferien, die alle zwei Jahre stattfindet, deutlich gemacht, dass der Prallschutz schnellstmöglich eingebaut werden müsse, nachdem zuvor lediglich von einer Maßnahme für die Zukunft die Rede gewesen war. Schulleiterin Anita Reppe hat per Dienstanweisung verfügt, das bis zum Abschluss der Arbeiten nur eingeschränkter Unterricht erlaubt sei.

Eingebaut wird der Prallschutz über eine Unterkonstruktion, die mit Styropor verkleidet wird, der wiederum mit Filz überzogen ist. Dies soll die Kinder bei Sportarten mit hoher Geschwindigkeit und vielen Richtungswechseln wie Völkerball oder Wendeläufen, bei denen die Orientierung schnell verloren gehen kann, vor Aufprallverletzungen schützen.

Dass die dringliche Aufforderung des Schulamtes so plötzlich auf die Gemeinde zukommt, findet bei Ulrich Fleischer wenig Verständnis: „Seit 1972 steht die Halle in der Form und auf einmal soll es gefährlich sein“, sagte er. Zumal das Geld, das bereits in den Haushalt eingestellt ist und zunächst komplett aus dem Gemeindesäckel bezahlt werden muss, auch anderswo gut zu gebrauchen gewesen wäre. Ob eine nachträgliche Förderung beispielsweise durch das Investitionsstärkungsgesetz möglich ist, wird derzeit durch die Verwaltung geprüft.

Rund 260 000 Euro wird die Gemeinde durch das neue Investitionsprogramm ab kommendem Jahr bis 2020 abrufen können. Derzeit stellt die Verwaltung eine Liste mit möglichen Projekten zusammen. „Wir werden uns nach Ostern nochmal zusammensetzen, dann sind die genauen Kostenschätzungen für die einzelnen Vorhaben da. Bis 29. April müssen wir die Anträge einreichen“, erklärte Fleischer am Tag nach der Ratssitzung.

Der Förderhöchstsatz nach Investitionsstärkungsgesetz liegt bei 75 Prozent, beim Schulausbau sind es immerhin noch 40 Prozent. Geprüft werden müsse, so Fleischer, ob im Falle der Schulturnhalle ein Baubeginn vor der Antragstellung förderunschädlich nach den neuen Fachförderrichtlinien ist. Diese müssen nun erst einmal von der Verwaltung durchgearbeitet werden. Insgesamt sei das Verfahren wesentlich komplizierter und aufwendiger als noch vor sieben Jahren beim Konjunkturpaket II, sagte Fleischer.

Von Sebastian Fink

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