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Döbeln 30 Grad und kein Döbelner Freibad
Region Döbeln 30 Grad und kein Döbelner Freibad
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20:07 17.06.2013
Freibad Döbeln: Vom Schlamm gereinigt, geputzt und mit frischem Wasser befüllt. Dennoch fällt die Freibadsaison der Flut zum Opfer. Quelle: Bartsch

"Nach eingehender Prüfung mit den Planungsbüros und den Ausrüsterbetrieben wird von Seiten der Geschäftsführung der Wirtschaftsbetriebe Döbeln GmbH festgelegt, dass ein Freibadbetrieb in diesem Jahr nicht realisiert werden kann", teilte gestern Reinhard Zerge, Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Döbeln und der Stadtwerke Döbeln mit.

Und es kommt noch dicker: Denn der Hallenbadbetrieb wird aufgrund der Flutschäden im Stadtbad auch nicht - wie in den vergangenen Jahren - ab Mitte September starten können. Davon betroffen ist auch das Schulschwimmen und der Vereinssport. Hier kommt es zu deutlichen Einschnitten. Der einzige Lichtblick: Die Große Kreisstadt Döbeln, als Eigentümerin des Stadtbades und des Freibades, traf mit dem Betreiber des Freibades in Gebersbach eine unbürokratische Absprache. Danach können die zumindest die zahlreichen Dauerkartenbesitzer des Döbelner Freibades in dieser Saison in Gebersbach baden gehen, ohne dass ihnen weitere Kosten entstehen.

Im Döbelner Freibad ist die gesamte Technik mit Pumpen, Steuerung, Mess- und Analysetechnik sowie allen Schaltschränken in der braunen Brühe des Muldehochwassers untergegangen. Somit ist die hygienische Aufbereitung des Wassers nicht möglich. Im Hallenbad ging ebenso alle Technik im Keller unter, inklusive Teilen der Lüftung. In der Sauna des Stadtbades müssen alle geständerten Wände rausgerissen werden.

Mit Hilfe der Feuerwehren, des THW vieler Helfer, unter anderem Schüler der Förderschule am Schlossberg und des Lessing-Gymnasiums, war im Stadtbad außen wie innen die Flutfolgen beräumt. Doch die Technikschäden sind nicht mal in drei Monaten zu bewältigen. Darüber kann das mittlerweile im Freibad zum Schutz der Fliesen eingelassene Wasser nicht hinwegtäuschen.

Th. Sparrer

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