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31-Jähriger ergaunert 2400 Euro

31-Jähriger ergaunert 2400 Euro

Chemnitz/ Leisnig/ Großweitzschen. Sechs Monate Haft mit Bewährung lautete gestern das Urteil am Landgericht Chemnitz für den gebürtigen Leisniger Thoralf G.

*. Die 7. Strafkammer unter Vorsitz von Thomas Mrodzinsky verurteilte den 31-Jährigen unter anderem wegen mehrfachen Betruges und Urkundenfälschung. Die Berufungs-Kammer bestätigte das ursprüngliche Urteil des Amtsgericht Döbeln, korrigierte jedoch dessen Wortlaut.

Thoralf G. überwies Geld auf ein Konto. Das ließ er so aussehen, als ob sechs Firmen - darunter der Mobilfunkkonzern Vodafone - je 400 Euro auf dieses Konto bei der Sparkasse Döbeln einzahlten. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 2400 Euro. "Der Angeklagte fälschte Überweisungsträger der Firmen", sagte Richter Thomas Mrodzinsky. Das Konto richtete G. auf einen falschen Namen ein. Er hatte beim Einwohnermeldeamt der Stadt Döbeln angegeben, seinen Ausweis verloren zu haben. Auf einen anderen Namen beantragte er einen neuen. Damit eröffnete G. jenes Konto bei der Sparkasse, auf das die betrügerischen Überweisungen liefen. Nach den Worten seines Verteidigers Dandy Ott kamen die Strafverfolgungsbehörden G. nur auf die Schliche, weil er sich das erschwindelte Geld vom Tarnkonto auf sein eigenes überweisen ließ, statt es unauffällig am Geldautomaten abzuheben. Thoralf G. hatte die Taten in der Verhandlung am Amtsgericht Döbeln gestanden. Wegen einer einschlägigen Vorstrafe aus dem Jahr 2005 kam damals keine Verurteilung zu einer Geldstrafe in Frage. Mit der Strafe hatte die Staatsanwaltschaft auch kein Problem. Lediglich den Wortlaut des Urteils bemängelte sie. Nach Ansicht der Berufungskammer zu Recht. Strafrichter Janko Ehrlich formulierte sein Urteil falsch, vertauschte Tateinheit mit Tatmehrheit. "In der Anklageschrift steht der richtige Wortlaut. Das hat der Amtsrichter wohl übersehen", sagte der Vorsitzende Mrodzinsky. Die 7. Strafkammer stellte das nun richtig. So heißt es im sperrigen Juristendeutsch: "Unmittelbare Falschbeurkundung in Tatmehrheit mit Urkundenfälschung in sechs Fällen in Tateinheit mit Betrug." Die Mitarbeiter eines Einwohnermeldeamtes dazu zu bewegen, einen falschen Ausweis auszustellen, ist die mittelbare Falschbeurkundung, Überweisungsträger zu fälschen und damit Geld abzuzocken Urkundenfälschung und Betrug - in Tateinheit, weil dabei eine Handlung mehrere Strafgesetze verletzt.

Finanzielle Folgen wegen der Gerichtskosten hat die Berufungsverhandlung für Thoralf G. nicht, der jetzt in Großweitzschen lebt. "Der Staat hat einen Fehler gemacht, der Staat bezahlt", so Richter Mrodzinsky. Weil Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf eine Revision verzichten, ist das Urteil rechtskräftig.

Dirk Wurzel

*Name geändert

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