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32 Kilometer Freileitungen verschwinden aus Großweitzschen, Ostrau und Zschaitz

Mitnetz investiert 32 Kilometer Freileitungen verschwinden aus Großweitzschen, Ostrau und Zschaitz

Stromnetzbetreiber Mitnetz Strom investiert in diesem Jahr mehr als zwei Millionen Euro im Altkreis Döbeln. Größter Posten ist der Neubau einer unterirdischen Mittelspannungsleitung vom Döbelner Umspannwerk in Richtung Zschepplitz auf 20 Kilometern sowie nach Mockritz für 1,1 Millionen Euro.

Das Konzept der Freileitungen hat im Mittel- und Niederspannungssektor ausgesorgt. In den Gemeinden Großweitzschen, Ostrau und Zschaitz, werden 2016 32 Kilometer ersetzt.

Quelle: dpa

Großweitzschen. Ab Mai rollen an mehreren Orten der drei Landgemeinden nördlich von Döbeln die Bagger: Netzbetreiber Mitnetz Strom kündigte gestern in Großweitzschen sieben größere Bauprojekte in der Region an. Hintergrund ist fast immer der Ersatz von Freileitungen durch Erdkabel. Die liegen witterungsgeschützt und bieten größere Kabeldurchmesser für mehr Stromregelungsoptionen. Die Gemeinden Großweitzschen, Ostrau und Zschaitz-Ottewig nutzen die Baustellen, um zugleich punktuell die Straßenbeleuchtung zu erneuern.

So zum Beispiel in Gallschütz, wo 800 Meter Mittelspannungsfreileitung durch 1100 Meter Erdkabel ersetzt werden und dazu 600 Meter Hausanschlüsse, die bisher recht unschön an den Fassaden hängen, im Boden verschwinden. „Auf der Ortstraße in Richtung Sportplatz stehen derzeit noch vier alte Lichtmasten. Die werden durch sechs bis sieben neue ersetzt“, sagte Großweitzschens Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos) im Rahmen des Treffens mit dem Mitnetz- Regionsleiter Westsachsen, Uwe Härling und Envia-Kommunalbetreuer Jürgen Lojewski sowie Mitnetz-Sprecherin Evelyn Zaruba in der Gemeindeverwaltung.

Dass die Zahl der Leuchtpunkte um ein Drittel wächst, hat dabei mit der Höhe zu tun. Statt der zehn Meter hohen Risen aus DDR-Zeiten, werden die neuen Masten nur knapp fünf Meter über den Boden ragen. Bis zum Ende des Bauprojekts im Oktober sollen auch die Straßen wieder beleuchtet sein. Die Gemeinde nutzt die Erdarbeiten des Netzbetreibers dafür gleich mit.

Ausgedient hat in Gallschütz auch die auffällige, hohe, weiße Trafostation Schweinemast. Diese wird außer Betrieb genommen und durch eine wesentlich kleinere Kompaktstation ersetzt. Ob das Gebäude stehen bleibt, ist noch unklar. „Die Frage ist, ob sich ein Nutzer findet, der sie wie in anderen Fällen als Vogelhotel oder anderweitig nutzen will“, sagte Uwe Härling. Die Entscheidung wird aber in jedem Fall noch im Laufe der Bauzeit von Mai bis Oktober fallen. 212 000 Euro sind in Gallschütz insgesamt geplant.

Der größte Einzelposten in diesem Jahr wird die Neuverlegung von Mittelspannungskabeln zwischen dem Döbelner Umspannwerk und Obergoseln sowie Zschepplitz auf rund 20 Kilometern. Dazu wird die Mittelspannungsleitung nach Mockritz als Freileitung zurückgebaut und durch Erdkabel ersetzt. Damit einhergehend kommen auch 23 Hausanschlüsse unter die Erde. Zudem verschwindet die Turmstation in Zschepplitz und wird durch eine neue Kompaktstation am Boden ersetzt. Insgesamt 1,1 Millionen Euro investiert Mitnetz Strom für das Projekt, das ebenfalls im Mai startet und noch vor Jahresfrist abgeschlossen sein soll.

Hintergrund ist hier die Verbesserung der Versorgungszuverlässigkeit sowie die Schaffung einer höheren Einspeisereserve für alternative Energien. Anlagen zur Stromerzeugung aus Sonne, Wind und Wasser wachsen laut Uwe Härlich immer noch überdurchschnittlich stark. Allein im Landkreis Mittelsachsen stieg die Zahl der Anlagen 2015 um vier Prozent auf 3970. Im Netzgebiet von Mitnetz liegt der Anteil erneuerbarer Energien bereits bei 85 Prozent.

Von Sebastian Fink

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