Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln 4,7 Millionen Euro vom Land für neue Döbelner Muldenbrücke
Region Döbeln 4,7 Millionen Euro vom Land für neue Döbelner Muldenbrücke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 07.06.2018
Wirtschaftsstaatssekretär Stefan Brangs (2.v.r.) hält die Baupläne gestern, flankiert von den beiden Landtagsabgeordneten Sven Liebhauser (l., CDU) und Henning Homann (r., SPD) in der Hand. Für Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (2.v.l.) und seinen Sachgebietsleiter für Verkehr, Uwe Handtrack (m.), ein besonderer Tag: Denn Brangs hatte den Fördergeldbescheid im Gepäck. Zu 90 Prozent beteiligt sich Sachsen an der neuen Brücke zwischen Schillerstraße und Sörmitzer Straße. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Die neue Muldenbrücke zwischen der Schillerstraße und der Sörmitzer Straße kann ab April nächsten Jahres gebaut werden. Seit Montagnachmittag sind dafür auch die Finanzen geklärt. Staatssekretär Stefan Brangs vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr brachte einen symbolischen Scheck über 4,7 Millionen Euro vorbei. Mit diesem Förderbescheid finanziert der Freistaat Sachsen die neue Döbelner Muldenbrücke zu 90 Prozent. Rund 750 000 Euro muss die Stadt noch aus der Stadtkasse drauf legen.

„Das ist ein historischer Tag für Döbeln. Denn über diese Brücke wird seit 100 Jahren gesprochen“, sagte Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer. Seit 2010 wurde im Rathaus ganz intensiv an den Plänen gearbeitet. Seit 2015 besteht Baurecht. Mit Firmen und Grundstückseigentümern konnten Einigungen erzielt werden. Ihnen dankte Egerer für das Entgegenkommen. Erst im vergangenen Jahr konnte das letzte noch fehlende Grundstück für den Brückenbau von der Stadt erworben werden. Der Stadtrat stehe zudem mehrheitlich hinter dem Projekt, so Egerer weiter.

„Das sind gute Voraussetzungen für ihren Brückenbau. Ich habe viele Jahre Debatten um die neue Brücke in Dresden erlebt und weiß deshalb, wovon ich rede. Ich wünsche den Bürgern durch die neue Brücke Entlastung im täglichen Verkehr sowie insgesamt Entlastung von Schadstoffen und Lärm“, Stefan Brangs.

„Ab Herbst sollen auf dem Baugelände an der Schillerstraße die ersten vorbereitenden Arbeiten beginnen. Dazu gehören archäologische Grabungen, Rodungsarbeiten und das Umsiedeln der Zauneidechsen, die am Muldeufer gezählt wurden“, sagt Uwe Handtrack, Sachgebietsleiter Verkehr im Döbelner Rathaus.

Die riesige Eiche am Ende der Schillerstraße soll nur ein klein wenig gestutzt werden. Sie bleibt ansonsten komplett erhalten. „Im April 2019 geht der Brückenbau richtig los. Bis August 2020 wollen wir fertig sein“, so Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer.

Die neue Vierfeldbrücke wird die Mulde auf 95,6 Metern Länge überqueren. Zwischen den Brückengeländern ist die Brücke 11,80 Meter breit. Gebaut wird extra flach für einen besseren Hochwasserabfluss. Insgesamt werden mit den Anbindungen der Brücke an beiden Uferseiten 160 Meter Straße gebaut. 173 Meter Lärmschutzwände werden zum Schutz der Anlieger errichtet. Über das Grundstück der Firma Typofol an der Sörmitzer Straße führt während des Brückenbaus eine Umleitungsstrecke. Nach Fertigstellung der Brücke werden die beanspruchten Flächen wiederhergestellt und eine neue Zufahrtslösung für Typofol errichtet.

„Die zweite Muldenquerung bringt die Entwicklung der Stadt Döbeln einen großen Schritt voran. Sie bietet die Möglichkeit unsere wunderschöne Muldeninsel von Autoverkehr zu entlasten, verteilt den Verkehr besser und mindert so den Rückstau in der Innenstadt. Das macht Döbeln noch attraktiver und verbessert die Situation für die Autofahrer und Anwohner“, so der Döbelner SPD-Landtagsabgeordnete und Stadtrat Henning Homann. Die Fördersumme von 4,7 Millionen Euro zeige, dass die Landespolitik Döbeln im Blick hat und sich der Einsatz auf Landesebene lohne.

Von Thomas Sparrer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In einer Wohnung im Nachbarhaus des Polizeireviers in Döbeln kam es am Freitag zu einer Rauchentwicklung. Die Polizisten mussten die Tür gewaltsam öffnen und brachten den Bewohner in Sicherheit.

04.06.2018

Die siebenjährige Josefine Stuber ist nach einer Meningitis mehrfach schwerbehindert. Für die 200 000 Euro teure Doman-Therapie, die in Deutschland nicht anerkannt ist, sammelt ihre Familie Spenden.

07.06.2018

Terror in der Nacht erlebte ein Döbelner vor einem Jahr. Ein Kumpel seiner Ex-Freundin meinte, Geld bei ihm eintreiben zu müssen. Am Ende kam eine Anklage wegen schwerer räuberischer Erpressung raus. Aber dabei blieb es nicht.

05.06.2018