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Döbeln 4400 Neu-Döbelner nun am Stromnetz
Region Döbeln 4400 Neu-Döbelner nun am Stromnetz
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16:41 09.01.2019
Im Dezember 2017 unterschrieben Stadtwerkechef Gunnar Fehnle und Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer den entsprechenden Vertrag. Quelle: Thomas Sparrer
Döbeln

Alle rund 4400 Einwohner der in den letzten Jahren von Döbeln eingemeindeten Ortsteile sind seit dem Jahreswechsel auch Kunden am Stromnetz der Döbelner Stadtwerke.

„Wir haben es trotz einiger Probleme auf der Zielgeraden noch pünktlich vor Weihnachten geschafft, alle Haushalte anzuschließen. Den Zeitplan und den Kostenrahmen haben wir auch eingehalten“, sagt Mirko Lößner, Netzmeister Strom bei den Döbelner Stadtwerken. Mehr 20 Kilometer Kabelschächte mussten von der Netzzentrale der Stadtwerke an der Stockhausener Straße neu bis nach Mochau und ins Gewerbegebiet Fuchsloch gebuddelt werden. Im Bohrspülverfahren wurden die Mittelspannungskabel zudem unter der Eisenbahnlinie, unter der Mulde und unter der Autobahn A14 hindurchgefädelt. Alles klappte perfekt. Nur Ende November oberhalb vom Bärental stießen die Fachleute mit ihrem Bohrgerät auf so schweren Untergrund, dass die Bohrarbeiten dort drei Wochen dauerten und die Bauarbeiten bremsten.

Mirko Lößner ist der zuständige Netzmeister fürs Stromnetz der Stadtwerke. Quelle: Lutz Weidler

Die Orte Ziegra und Forchheim wurden Anfang Dezember ans Stadtwerke-Stromnetz angeschlossen. Danach folgte Ebersbach und Mitte Dezember Stockhausen, Limmritz, Wöllsdorf und Töpeln. Mochau und seine Ortschaften waren in der Woche vor Weihnachten dran. Die Windkraftanlage in Bormitz war am 19. Dezember die letzte, die aufgeschaltet wurde.

Der Döbelner Stadtrat hatte im September 2017 einstimmig beschlossen, die Strom-Konzessionsverträge der eingemeindeten Ortsteile an die Stadtwerke zu übertragen. Der alte Vertrag mit der Envia lief Ende 2018 nach 20 Jahren aus. Die Große Kreisstadt Döbeln hatte den neuen Wegenutzungsvertrag mit einer 20-jährigen Laufzeit ausgeschrieben. Die stadteigenen Stadtwerke hatten sich als einzige beworben. In dem Konzessionsvertrag lässt sich die Stadt vom Stromnetzbetreiber für die Nutzung öffentlicher Straßen und Wege durch die Strom-, Gas- oder Fernwärmeleitungen vergüten. So kommen im Jahr etwa 600 000 Euro als Konzessionsabgabe von den Stadtwerken aufs Konto der Stadt.

Runde 8,8 Millionen Euro haben die Stadtwerke seit Herbst 2017 in das Projekt investiert. Zum einen mussten die vorhandenen Stromleitungen in den Ortschaften von der Envia abgekauft werden. Zudem mussten neue Mittelspannungskabel bis ans Schalthaus Stockhausener Weg verlegt werden, bevor die Envia ihre Zuleitungen kappt. „Wir haben 57 Kilometer Mittelspannungsnetz von der Mitnetz Strom AG übernommen. Zu den bisher rund 310 Kilometer Stromleitungen in unserem Netz kamen weitere 77 Kilometer dazu“, sagt Stadtwerke-Prokuristin Simone Friedrich.

Mit gutem Marketing und fairen Preisen hofft Stadtwerke-Geschäftsführer Gunnar Fehnle die Mehrzahl der 4400 neuen Netzkunden künftig auch als Stromkunden der Stadtwerke Döbeln zu gewinnen. Die Stadtwerke trennen im Unternehmen strikt den Betrieb des Stromnetzes und den Stromverkauf. Denn etwa 160 Stromanbieter aus ganz Deutschland dürfen um die Döbelner Stromkunden buhlen und ihren Strom durch das Stadtwerkenetz leiten. Für die Durchleitung bekommt das Unternehmen ein festgelegtes Netzentgelt. Stolz ist Gunnar Fehnle darauf, dass 90 Prozent der privaten Haushalte in Döbeln auch den Strom der Stadtwerke beziehen. Bei den Firmen und Großkunden sind es über 50 Prozent.

Von Thomas Sparrer

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