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450 Gäste besuchen 2012 das Bahnhofsmuseum in Klosterbuch

450 Gäste besuchen 2012 das Bahnhofsmuseum in Klosterbuch

Um das Museum der örtlichen Eisenbahngeschichte im Bahnhof Klosterbuch rankten sich 2012 manche große und viele kleine Ereignisse, die auf ihre Art schon wieder Geschichte geschrieben haben.

Klosterbuch.

 

 

 

 

Eine der zukunftsweisenden Veränderungen wird sein: Über den Bahnhof von Klosterbuch soll dieses Jahr eine Internetseite erstellt werden. Ein Prunkstück im Internet wird dann mit Sicherheit die Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz werden. "Seit die alte, neue Uhr steht und wieder die Zeit zuverlässig anzeigt, schauen viele Leute, die mit dem Zug kommen, erst zur Bahnsteiguhr und der letzte Blick gilt der Uhr auf dem Vorplatz, ehe sie Richtung Klosterbuch laufen", erzählt Riethig. Für die Beschäftigten und Bewohner des Bahnhofs ist der Blick zur Vorplatzuhr selbstverständlich geworden. Autofahrer, in beiden Richtungen, werfen gern einen Blick auf die Uhr. Laut Riehtig ist es sogar schon vorgekommen, dass Leute sich telefonisch melden, wenn die Uhren eine Zeitdifferenz anzeigen.

Die Uhr läuft seit dem Tag des offenen Denkmals am 9. September fast ohne Probleme. "Von welcher neuen Außenuhr kann man das heute schon noch sagen", sagt Andreas Riethig nicht ohne Stolz. "Die Uhr am Döbelner Kino steht schon lange. Selbst Uhren bei Döbelner Uhrmachern zeigen nur noch einseitig die Zeit. Unsere alte Technik funktioniert zuverlässig. Wir brauchen lediglich noch zwei Batterien, die etwa eine Stunde Stromausfall überbrücken können."

Abgesehen von der Installation der weithin sichtbaren Uhr sorgten Menschen rund um den und im Bahnhof für weitere Achtungszeichen. Am 5. Mai stellte Elisabeth Riethig Bilder ihrer Abschlussarbeit als Heilerziehungspflegerin im Warteraum des Bahnhofs aus. In Abstimmung mit der Vereinsvorsitzenden des Vereins Be-Greifen, Elsbeth Pohl-Roux, wurde der Tag der Inklusion begangen. "Ich hatte mit Elisabeths Lehrer abgesprochen, die Ausstellung aus der Heimererschule noch einmal im Bahnhof Klosterbuch zu zeigen. Dazu waren auch vier der an der Arbeit beteiligten jungen Bewohner von der Außenwohngruppe für geistig und mehrfach Behinderte der Arbeiterwohlfahrt Grimma / Höfgen eingeladen." Eine Gruppe von Pfadfindern sowie Vertreter des NaBu besuchten ebenfalls das Bahnhofsgelände. Insgesamt waren etwa 80 Besucher da. Die Gäste aus Grimma waren dann noch auf den Fachwerkhof eingeladen.

Besonderer Höhepunkt war die Bergung und spätere Restaurierung des Uhrenmastes vom früheren Döbelner Ostbahnhof am 12. Juni. So konnte die Uhr pünktlich zum Tag des offenen Denkmals, am 9. September, wieder die Zeit anzeigen. Horst Reppe zeigte zum ersten Mal eine Modellbahnanlage des Bahnhofs Klosterbuch. Etwa 70 Besucher ließen sich das nicht entgehen. Am 23. September schauten Musiker des MDR-Sinfonieorchesters mit ihren Angehörigen vorbei. Sie reisten dafür sogar mit einem Sonderzug an. Mit einem Schlag hatte das Bahnhofsmuseum damit 180 Gäste. Wenig später verbrachte eine Behindertengruppe aus Brand-Erbisdorf einem Erlebnistag in Klosterbuch, der ebenfalls am Bahnhof begann. Der Bestand an historischen Zeitzeugen rund um den Bahnhof wurde 2012 ebenfalls erweitert: "Wir brachten eine alte, handgemalte Wanderkarte wieder an die alte Stelle bahnsteigseitig an. Im November wurde zudem der instand gesetzte Fernsprechkasten, der sich seit der Bahnhofsschließung im Jahr 1972 am Stellwerk befand, wieder angebracht." Wie Riethig beobachtet, nutzen Wandergruppen gern die Möglichkeit für einen angemeldeten Abstecher am Bahnhof. Insgesamt zählte Riethig 450 Besucher übers Jahr hinweg in seinem Bahnhofsmuseum. "Wenn offen ist, kommen eigentlich auch immer Leute", sagt er. Das gelte vor allem für die Termine der Klosterbucher Bauernmärkte. "Dann kommen zum Beispiel Marktbesucher aus Roßwein mit dem Zug, die auch jedes Mal in das Museum einkehren und nach Neuigkeiten fragen."

Für das Jahr 2013 hat Riethig ebenfalls schon einige feste Punkte im Programm, so einige Bahnhoftreffen mit Kollegen und anderen Bahnfreunde, Politikern und Unternehmern der Region. Mit seinen treuen Helfern Horst Hachenberger und Horst Reppe hält Riethig ebenso engen Kontakt wie mit früheren Mitarbeitern und sogar Bewohnern des Bahnhofes. Jörg Liebig von der Unteren Denkmalschutzbehörde beim Landkreis Mittelsachsen gehört auch zu den Eingeladenen. Zwei Ausstellungen im Warteraum in Abstimmung mit dem Verein Be-Greifen sollen ebenfalls ausgerichtet werden. Ins Auge gefasst sind dafür Dirk Wetzel aus Roßwein, Hans Hofmann aus Hartha, der Fotograf Gerhard Weber mit seinen Alltagsbilder, Mitglieder des Döbelner Fotoklubs Objektiv70 oder auch Peter Rehe aus Leisnig oder die Fotofreunde Waldheim. Riethig: "Es ist noch nichts fest organisiert, aber das ist doch schon eine beachtliche Auswahl an Möglichkeiten. Eine freie Tafel im Warteraum werde ich zur Ausstellung des Geschehens und die Entwicklung des Bahnhofs Klosterbuch mit Bildern im Postkartenformat nutzen. Die Bilder sind nummeriert und können bei mir bestellt werden."

Für den Juni sei ein Treffen der Döbelner Heimatfreunde zur Besichtigung des Bahnhofs und zum Kaffeetrinken im Garten geplant. Auch andere interessierte Döbelner könnten noch die Fahrt von Döbeln mit dem Zug antreten, ermäßigt oder kostenlos. Für die Öffnung des Museums an den Bauernmarkttagen in Klosterbuch weist Andreas Riethig darauf hin, dass er auch gern für bestellte Wandergruppen und Familien öffnet und die Exponate erklärt. S. Robak/A. Riethig

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