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5. Maschinenhausfest in Roßwein: Technikfans dampfen ins zehnte Vereinsjahr

Am Wochenende 5. Maschinenhausfest in Roßwein: Technikfans dampfen ins zehnte Vereinsjahr

Der Roßweiner Dampfmaschinenverein startet mit voller Kraft ins zehnte Jahr seines Bestehens. Am Wochenende stehen die Tore des Domizils in der Stadtbadstraße weit offen für das 5. Maschinenhausfest. Das Heizen des Kessels der alten Honomag-Dampfmaschine hat bereits begonnen, morgen ist Probelauf.

Kesselwärter Dieter Schaarschmidt (l.) und Vereinschef Dieter Kranz beim Anheizen des Maschinenkessels.
 

Quelle: BARTSCH

Roßwein.  Der Dampfmaschinenverein startet mit voller Kraft ins zehnte Jahr seines Bestehens. Am Wochenende stehen die Tore des Domizils an der Stadtbadstraße 40 weit offen für das 5. Maschinenhausfest. Das Heizen des Kessels der über 100 Jahre alten Hanomag-Dampfmaschine hat bereits begonnen, morgen ist erster Probelauf.

Der Kesselwärter Dieter Schaarschmidt hat große Holzstücke mit der Schubkarre ins Heizhaus bugsiert. Später benötigt er noch viele Fuhren Kohle. Das Anheizen des Kessels muss rechtzeitig beginnen. „Wir müssen vor allem darauf achten, dass kein Kondenswasser in der Maschine ist. Das kann viel Schaden anrichten“, erklärt Vereinschef Dieter Kranz den langen und gründlichen Vorbereitungsprozess der Inbetriebnahme der Roßweiner Dampfmaschine. Morgen ist der erste Probelauf, Freitag der zweite. An beiden Tagen des Wochenendes können dann Besucher die 160 PS starke Tandem-Verbundmaschine in beeindruckendem Betrieb bewundern. Zweifellos der Höhepunkt des mittlerweile fünften Maschinenhausfestes. Doch mit etlichen, ebenfalls funktionierenden Dampfmaschinenmodellen, den Ausstellungen zur Tuchmacherinnung und zu industriehistorischen Textilgewerken oder dem möglichen Blick ins alte Werkzeugmaschinenkabinett bieten die Vereinsfreunde noch viel mehr.

Fast 1800 Besucher ließen sich all das im vergangenen Jahr nicht entgehen. „Das ist eine Zahl, mit der wir sehr zufriedne sind“, sagt Kranz. Da gab es neben den vier großen Events – Maschinenhausfest, 4. Roßweiner Dampftage, Schul- und Heimatfest und Tag des offenen Denkmals – auch zahlreiche Führungen, Vorträge und „Dampfgespräche“. Stolz ist Dieter Kranz mit seinen Mitstreitern besonders darauf, dass immer mehr junge Menschen ins Vereinsdomizil kommen. 62 Schüler aus Oberschulen und Gymnasien sowie Studenten kamen, um Vorträge zu hören und sich die Ausstellungsstücke anzuschauen. Dieter Kranz: „Die Wissensvermittlung zur komplexen Dampfmaschinentechnik erfüllt dabei nicht nur einen Bildungszweck, sondern hat auch einen großen emotionalen Wert.“ Vielleicht bleibt ja mal ein Jugendlicher „hängen“ und wird Mitglied im Verein. Den plagen nämlich Nachwuchssorgen. Die jetzigen 24 Mitglieder bringen es auf den hohen Altersdurchschnitt von 67 Jahren.

In der Endphase befindet sich gerade die Restaurierung der einzelnen Teile der Lengenfelder Dampfmaschine, die bis zum September aufgebaut sein soll. Dafür müssen die Vereinsmitglieder zunächst ein Stahlrahmengerüst mit Fundamenten fest im Boden des Erdgeschossraumes verankern. Schließlich soll die Maschine ebenfalls mal in Betrieb gehen. Da sie dort stehen wird, wo sich bisher die Schau der Tuchmacher-Produkte befand, zieht diese ins Obergeschoss um, wo der Verein gerade einen neuen Raum baulich vorbereitet.

Neu ist zudem, dass die Dampfmaschinenfreunde nun auch die ständige Ausstellung zur Geschichte des Studienstandortes Roßwein im Haus M des Campus betreuen. Pia Kutzner als Vereinsmitglied übernimmt Führungen und Vorträge, was schon am Wochenende der Fall sein wird. Treffpunkt dafür ist das Maschinenhaus.

Und dann wäre da noch das Zehnjährige. Das begeht der Verein am zweiten September-Wochenende beim Tag des offenen Denkmals. Vor allem bei den Helfern und großzügigen Sponsoren will er sich bei dieser Gelegenheit bedanken.

5. Maschinenhausfest: 13./14. Febr., 10 bis 17 Uhr, Roßwein, Stadtbadstraße 40

Von Olaf Büchel

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