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Döbeln 50 Beamte jagen Aladin-Mörder: Libanese wurde hingerichtet
Region Döbeln 50 Beamte jagen Aladin-Mörder: Libanese wurde hingerichtet
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22:12 02.11.2011

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Zahlen und Fakten zum regionalen Arbeitsmarkt

Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit um 353 Personen (7,6 Prozent) ab. Die Arbeitslosenquote sank im Oktober um 0,4 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent. Im Vorjahr betrug sie noch 12,9 Prozent.

❏ Im Landkreis Mittelsachsen sank die Arbeitslosigkeit ebenfalls. Ende Oktober gab es 14 194 Arbeitslose. Das sind 403 Personen (2,8 Prozent) weniger als im September. Gegenüber dem Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 1322 Personen (8,5 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote sank im Oktober um 0,2 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent (Vorjahr 8,9 Prozent). Die Jugendarbeitslosigkeit lag bei 1146 Personen.

Bei dem tödlich Verletzten handelt es sich um den Ladeninhaber Jamal A. Er lebte seit mehreren Jahren mit Frau und einem Sohn in Döbeln. Neben dem Schnellimbiss betrieb er auch einen Autohandel an der Zschepplitzer Straße. Der Geschäftsmann hat nach bisherigen Erkenntnissen keine kriminelle Vergangenheit. Es gebe bisher auch keine Hinweise auf Verbindungen zur organisierten Kriminalität. Zum möglichen Motiv wollten sich Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht äußern. "Es wird in alle Richtungen ermittelt", so Staatsanwältin Ingrid Burghart.

Da am Dienstabend aber nichts geraubt oder gestohlen worden sein soll und die zielgerichteten Schüsse auf das Opfer an eine Hinrichtung erinnern, gehen die Ermittler wohl von einem geplanten Mord aus und werden auch das Banden-, Erpresser- oder Drogenmillieu ins Visier nehmen.

Während Fernsehteams gestern den ganzen Tag vor Ort Passanten und Freunde des Opfers interviewten, ging die Spurensuche am Tatort weiter. Zudem durchkämmten zwei Staffeln der Bereitschaftspolizei mit etwa 60 Polizisten die nähere und weitere Umgebung des Tatortes. Sie untersuchten Papierkörbe, Blumenbeete, Rabatten, die Uferbereiche der Mulde, den Körnerplatz und die halbe Stadt nach Gegenständen und möglichen Hinweisen oder Spuren. Auch ersten teilweise noch widersprüchlichen Zeugenaussagen geht die Polizei nach. So wollen Passanten am Tatabend einen vom Edeka-Parkplatz in Richtung der Pizzeria laufenden Mann gesehen haben. Von gegelten Haaren, aber auch von einer Skimaske war dabei die Rede. Polizei und Staatsanwaltschaft halten sich zu den Details bedeckt. Klar ist: Die Sonderkommission "Aladin" und die deutliche Polizeipräsenz in Döbeln werden wegen der laufenden Ermittlungen noch eine Weile andauern. Sorgenvoll blickte Wilrun Wagner gestern als Passantin auf das Geschehen: "Da traut man sich ja kaum noch raus. Doch so was passiert eigentlich auch nicht jeden Tag", beruhigt sie sich selbst wieder ein wenig. Ein paar Meter weiter liegen sich einige Männer weinend in den Armen. Sie sind Freunde des Opfers. Auf dem Dach eines Kleinwagens mit roten Kennzeichen vor der Pizzeria haben sie ein Foto von Jamal A. gestellt, dazu Kerzen und ein Grablicht.

q Ein Familiendrama ereignet sich Ende Juli 2008 in Waldheim und Rudelsdorf. In einem Grundstück an der Gebersbacher Straße in Waldheim war eine 52-jährige Frau von ihrem 54-jährigen Ehemann niedergeschossen worden. Nach dem Ehemann wird eine Großfahndung eingeleitet. In einer Wohnung in Rudelsdorf wird er gefunden. Er war nach einem Selbstmordversuch schwer verletzt. Er und seine Frau kommen ums Leben.

q Am 2. September 2005 wird der Döbelner Lutz H. (41) im Obdachlosenheim in der Waldheimer Straße mehrfach aufgesucht, um Geld zu erpressen. Er wird schwer misshandelt, danach einfach stundenlang liegen gelassen. Er stirbt wenige Stunden später, am 3. September 2005, in der Uniklinik Dresden an Hirnbluten. Drei Döbelner müssen sich deshalb vor Gericht verantworten.

q Im März 2003 wird in der Bayrischen Straße in Döbeln-Nord der 53-jährige Alexander F. mit zahlreichen Messerstichen erstochen. Nach erheblichem Alkoholgenuss war das Opfer mit einem 45-Jährigen in der Wohnung in Streit geraten. Der 45-Jährige wird später verurteilt.

q Ein blutiges Familiendrama ereignet sich im Oktober 2002 in Roßwein. Ein 27-jähriger Familienvater tötet in der Gartenstraße seine 26 Jahre alte Frau mit 52 Messerstichen. Anschließend soll er seine vierjährige Tochter ermordet haben, indem er sie ins Badezimmer lockte und ertränkte. Eifersucht war das Motiv. Im Mai 2003 wird Jörg B. zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

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