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60 Piloten beim Ackerrace in Kleinböhla

60 Piloten beim Ackerrace in Kleinböhla

Wer auf der Staatsstraße von Dahlen nach Großböhla fährt, der kann oft schon aus der Ferne die beeindruckenden Kirchtürme von St. Aegidien erkennen.

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Fast 60 Fahrer aus der Region gingen beim Ackerrace in Kleinböhla an den Start. Es wurden Pokale in zwei Kategorien vergeben.

Quelle: Dirk Hunger

Kleinböhla. Am vergangenen Sonnabend jedoch hüllten sich die Türme bei bestem Wetter in eine Staubwolke. Dort wo sonst Raps reift, standen massenweise Autos und ein Kommentator schallte über die Gegend.

 

Das dritte Ackerrace lockte offenbar die Freunde geländegängiger Auto an den Dorfrand von Kleinböhla. "Ich finde es einfach irre wie sich die Veranstaltung innerhalb von drei Jahren entwickelt hat", sagt Heino Wittig, dem das Feld gehört und der selbst gern über raues Gelände fährt. Gerade schält er sich aus einem Fahrzeug, das kaum noch Ähnlichkeit mit einem Auto hat. In der Heckklasse hat er am Sonnabendvormittag schon den zweiten Platz herausgefahren. Insgesamt gingen am Sonnabend fast 60 Fahrer aus der Region an den Start. Darunter auch eine Gruppe von Fahrern aus Hartha, die schon Erfahrung mit Stock-Car-Rennen hat.

 

Das Kleinböhlaer Ackerrace hatte vor drei Jahren klein angefangen. Kaum einer kannte das Event. Ein paar Freunde von Heino Wittig trafen sich im Spätsommer 2013 auf dem abgeernteten Feld, um über den Acker zu crossen. "Im vergangenen Jahr war die ganze Sache schon ein wenig größer angelegt und die Zahl der Zuschauer stieg an. "Ich habe heute am Vormittag mal versucht zu schätzen, wie viele Leute da sind. Ich kam so auf die 1500 Leute", sagt Wittig. Doch so genau weiß das keiner, weil keine Eintrittskarten verkauft werden. Zahlreiche Zuschauer hatte sich sogar Campingstühle mitgebracht, um es sich beim Rennen gemütlich zu machen.

 

Der Fahrplan des Rennens war straff durchorganisiert. Rettungsdienst und Feuerwehr stehen neben den vielen Zuschauern am Rand, um im Notfall eingreifen zu können. "Es hat schon ein paar Überschläge mit den Wagen gegeben, aber es gab keine Verletzungen, die medizinisch versorgt werden mussten", sagt Heino Wittig, der von der Zuschauerresonanz überwältigt ist.

 

"Erst war ich unentschlossen, aber dann haben mich Freunde gedrängt und so haben wir erst vor ein paar Wochen mit der Organisation begonnen", gibt der Autofan zu. Hoch her geht es dann am Abend im Festzelt, da lassen die Sieger der beiden Wertungsklassen die Sektkorken knallen. Am Sonntag begann dann das große Aufräumen. Die Nachbarfelder, auf denen sich das Fahrerlager befindet, müssen wieder tipptopp sein. Und die meisten Fahrer freuen sich schon auf das nächste Rennen im kommenden Jahr. Besonderen Dank schuldet Heino Wittig vor allem den vielen freiwilligen Helfern aus seinem Heimatort Kleinböhla, die auf dem Gelände für Ordnung sorgen und für den Auf- und Abbau zuständig sind. "Ohne die würde das hier ganz anders aussehen", so Heino Wittig.

Hagen Rösner

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