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64 Harthaer Blutspender trotzen dem Sommerloch

Großer Erfolg 64 Harthaer Blutspender trotzen dem Sommerloch

Trotz Ferienzeit und kleinem Spenderstamm war am Dienstag im Harthaer Schützenhaus wenig vom gefürchteten Sommerloch zu merken. 64 Spender schauten zum Aderlass vorbei und machten die Aktion zu einem großen Erfolg.

Jens Otto, Kerstin Grünert, Peter Straßburger, Jane Neukirchner und Anja Theophil (v.l.) waren am Dienstag Teil des Blutspendeteams in Hartha

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. 64 Spender kamen am Dienstag ins Harthaer Schützenhaus zum Aderlass. „Es war wirklich unglaublich erfolgreich“, freut sich Anja Theophil. Die junge Frau ist als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit beim Deutschen Roten Kreuz unter anderem für die Koordination der Blutspendetermine zuständig und war auch in Hartha mit vor Ort. Vom gefürchteten Sommerloch war in der Froschstadt also noch nichts zu merken. „Normalerweise kommen in Hartha immer zwischen 30 und 40 Personen zum Spenden“, erklärt Theophil. „Dadurch, dass wir ja auch noch in Döbeln und Leisnig regelmäßige Spendeaktionen haben, haben wir hier vor Ort einen etwas kleineren Spenderstamm.“ Der sei jedoch besonders treu. Alle würden zu den jährlich vier Terminen eingeladen und kämen dann regelmäßig bis ins hohe Alter vorbei

„Bis einen Tag vor ihrem 72. Geburtstag“, fügt Anja Theophil an. Der demografische Wandel macht sich auch unter den Blutspendern bemerkbar. „Je ländlicher wir kommen, desto älter werden unsere Spender. Hier ist ein Großteil über 40 – in der Leipziger Innenstadt sind die meisten zwischen 18 und 40 Jahre alt.“ Anja Theophil erklärt sich das so: Viele ziehen für Ausbildung oder Studium in die Großstädte. Erst, wenn sie selbst ein Haus bauen und eine Familie gründen, kehren viele zurück aufs Land und reihen sich dann in die Riege der älteren Spender ein. „Die Jugend fehlt ein bisschen. Der Ortsverein in Hartha versucht deswegen besonders viel Jugendarbeit zu leisten“, so Theophil.

Viermal im Jahr führt das DRK in der Froschstadt Blutspendeaktionen durch. Dass dabei alles rund läuft, liegt nicht zuletzt an der Unterstützung des Harthaer DRK-Ortsvereins. „Ich bin sehr dankbar für die vielen Freiwilligen. Die Arbeit ist ihnen wirklich hoch anzurechnen. Auch in Hartha haben wir eine große Gruppe von etwa zehn Ehrenamtlichen.“ Dass es bei der Blutspende um mehr als den reinen Aderlass geht, ist immer wieder zu sehen. „Manche kommen wirklich pünktlich um 16 Uhr und bleiben die drei Stunden bis Terminende, reden und essen gemeinsam. Dabei kommen so viele Menschen aus so vielen Berufsklassen zusammen – das zu beobachten ist schon toll“, schwärmt sie.

In dieser Gesellschaft fühlt sich auch Dr. Peter Straßburger besonders wohl. Vor sieben Jahren baute er die Blutspende-Aktivitäten des DRK in Leipzig und Umgebung auf. Am Dienstag war er als Entnahmearzt vor Ort im Einsatz. „Das Schöne ist, dass es keine körperliche und geistige Anstrengung für mich bedeutet. Aber man kommt mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen – das macht einfach Spaß. Wenn man dann merkt, dass man auch bei den Spendern ankommt, dann ist es das Größte für mich.“ Erfahrungen, die Straßburger auch immer wieder in Hartha macht.

Die nächste Blutspendeaktion im Schützenhaus organisiert das DRK am 27. September.

Von André Pitz

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