Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
80 Jahre Firmengeschichte in Hartha: Pierburg eröffnet Blick in die Vergangenheit

Werksausstellung 80 Jahre Firmengeschichte in Hartha: Pierburg eröffnet Blick in die Vergangenheit

Seit 1922 werden in Hartha Elektromotoren hergestellt. Nach längerer Planung können Besucher bei Pierburg künftig einen Blick zurück bis in jene Anfangszeit der Firma werfen. Das Unternehmen selbst bereitet derweil die Zukunft vor und arbeitet an zwei neuen Pumpsystemen.

Voriger Artikel
Zigarettenautomat in Hartha gesprengt
Nächster Artikel
Ostrauer Baugesellschaft erhält Zertifikat zur Kundenzufriedenheit

Heinz Klunker und Bürgermeister Ronald Kunze inspizieren Pierburgs Vergangenheit.

Quelle: Gerhard Dörner

Hartha. Im vergangenen Jahr hat der Automobilzulieferer Pierburg in Hartha 226 Millionen Euro umgesetzt. Auch in Zukunft soll für das Unternehmen weiter bergauf gehen. So rechnet der Konzern zum Abschluss des laufenden Geschäftsjahres mit einem Umsatz von 241 Millionen Euro. Etwas verhaltener ist der Blick nach 2017. „Wir hoffen, es wird viele neue Produkte geben, an denen wir auch einen Anteil bekommen werden“, erklärt Werksleiter Peter Geißler. Da jedoch niemand mit Sicherheit sagen kann, wie sich der Markt entwickelt, greift man auch in der Umsatzprojektion mit 235 Millionen Euro nicht unbedingt nach den Sternen. „Die Planung ist von daher defensiv“, so Geißler. Wenn alles wie erhofft läuft, möchte Pierburg am aktuell 354 Mitarbeiter starken Standort in Hartha in Zukunft zwei neue Produkte in Serie gehen lassen. „Es handelt sich um elektrische Öl- und Vakuumpumpen, die wir beginnen werden, dem Markt anzubieten“, kündigt der Werksleiter an. „Wir müssen erkennen, wie das Produkt läuft und wie sich der Bedarf der Kundschaft entwickelt. Wir wollen lokal für lokal produzieren.“ Sollten Nachfragen aus ganz Deutschland kommen, habe man dafür alle Voraussetzungen, auch das zu bedienen.

Zeitgleich wagte man gestern bei Pierburg auch einen Blick in die Vergangenheit. In einem unscheinbaren Gebäude mitten auf dem Werksgelände in der Sonnenstraße befindet sich ab sofort eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Standortes. Im Eingangsraum prangt ein großes Luftbild des Werksgeländes. An den Wänden markiert ein Zeitstrahl die wichtigsten Stationen von der Gründung bis hin zu Produktentwicklungen von 1922 bis 2010. Alte Motoren, Umformer, Lüfter und Pumpen erzählen hinter Vitrinenglas die Firmengeschichte, die einen Raum weiter etwas umfangreicher zur Schau gestellt wird. Dort hängen große Transparente von der Decke, auf denen von der Firmengründung, aus der Zeit als Volkseigener Betrieb und schließlich der Übernahme durch Pierburg erzählt wird. Prägende Produkte aus der Firmengeschichte finden Dort in die Wand eingelassen ihren Platz. Die Ausstellungsstücke kommen dabei zum Teil von der Stadt Hartha selbst. Unterstützung bekam Pierburg bei der Planung des Mini-Museums unter anderem von Karl-Heinz Enzmann, der bis zur Schließung auf dem Chefsessel des alten Harthaer Industriemuseums saß. Auch die ehemaligen Pierburg-Mitarbeiter Michael Fichtner und Heinz Klunker steckten viel Herzblut in die Ausstellung. „Es sind noch so viele Motoren im Archiv – das war wirklich eine knallharte Auswahl“, meint Klunker, der 1971 direkt nach seinem Studium im damaligen VEB Elektromotorenwerke Hartha seine Karriere begann und sich vor vier Jahren in den Ruhestand verabschiedete. „Es war auch für mich interessant, die alten Sachen noch einmal anzuschauen.“

Ohne Weiteres zugänglich ist das Museum nicht. Interessierte können jedoch auf Anfrage in die Industriegeschichte Harthas eintauchen. Genügend Platz, um sich in Zukunft weiter ausbreiten zu können, hat die Ausstellung. Dann soll es nicht nur um Pierburgs Produkte gehen. „Es gibt auch Gedanken, wie wir die Menschen aus der Region mit repräsentieren können“, verrät Werksleiter Peter Geißler.

Von André Pitz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Döbeln

Was beschäftigt die Menschen in den kleinen Orten zwischen Döbeln, Waldheim und Hartha? Wir besuchen jene kleinen Dörfer, denen normalerweise wenig Beachtung geschenkt wird, geben einen Einblick in die Geschichte des Ortes und sprechen mit den Bewohnern über früher und heute. mehr

Die Redaktion der Döbelner Allgemeinen Zeitung (DAZ) ist jetzt noch mobiler unterwegs: Mit dem DAZ-Reporterauto fährt täglich ein Kollege im rollenden Büro durch den Altkreis Döbeln. Mit dem Reporter-Mobil rückt die Redaktion noch näher an ihre Leser heran - und kann von überall aus schnell und aktuell berichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Angestupst
    Mikrologo Angestust

    Die aktuelle Förderrunde der Aktion „Angestupst“ von LVZ und Sparkasse Leipzig ist beendet. So haben Sie abgestimmt! mehr

  • LVZ-Fahrradfest
    Logo LVZ-Fahrradfest

    LVZ-Fahrradfest 2016: Sehen Sie hier einen Rückblick mit vielen Fotos von allen Starts, Videos und mehr. mehr

  • 24 Stunden in der Region

    Firmen und Unternehmen in der Region Leipzig stellen sich vor. mehr

  • TAW - Technische Akademie Wuppertal
    TAW  - Technische Akademie Wuppertal

    Ein Werbespecial der LVZ für die Technische Akademie Wuppertal mit Infos zum breitgefächerten Angebot. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr