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Döbeln 80 Jahre Firmengeschichte in Hartha: Pierburg eröffnet Blick in die Vergangenheit
Region Döbeln 80 Jahre Firmengeschichte in Hartha: Pierburg eröffnet Blick in die Vergangenheit
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17:41 26.04.2016
Heinz Klunker und Bürgermeister Ronald Kunze inspizieren Pierburgs Vergangenheit. Quelle: Gerhard Dörner
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Hartha

Im vergangenen Jahr hat der Automobilzulieferer Pierburg in Hartha 226 Millionen Euro umgesetzt. Auch in Zukunft soll für das Unternehmen weiter bergauf gehen. So rechnet der Konzern zum Abschluss des laufenden Geschäftsjahres mit einem Umsatz von 241 Millionen Euro. Etwas verhaltener ist der Blick nach 2017. „Wir hoffen, es wird viele neue Produkte geben, an denen wir auch einen Anteil bekommen werden“, erklärt Werksleiter Peter Geißler. Da jedoch niemand mit Sicherheit sagen kann, wie sich der Markt entwickelt, greift man auch in der Umsatzprojektion mit 235 Millionen Euro nicht unbedingt nach den Sternen. „Die Planung ist von daher defensiv“, so Geißler. Wenn alles wie erhofft läuft, möchte Pierburg am aktuell 354 Mitarbeiter starken Standort in Hartha in Zukunft zwei neue Produkte in Serie gehen lassen. „Es handelt sich um elektrische Öl- und Vakuumpumpen, die wir beginnen werden, dem Markt anzubieten“, kündigt der Werksleiter an. „Wir müssen erkennen, wie das Produkt läuft und wie sich der Bedarf der Kundschaft entwickelt. Wir wollen lokal für lokal produzieren.“ Sollten Nachfragen aus ganz Deutschland kommen, habe man dafür alle Voraussetzungen, auch das zu bedienen.

Zeitgleich wagte man gestern bei Pierburg auch einen Blick in die Vergangenheit. In einem unscheinbaren Gebäude mitten auf dem Werksgelände in der Sonnenstraße befindet sich ab sofort eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Standortes. Im Eingangsraum prangt ein großes Luftbild des Werksgeländes. An den Wänden markiert ein Zeitstrahl die wichtigsten Stationen von der Gründung bis hin zu Produktentwicklungen von 1922 bis 2010. Alte Motoren, Umformer, Lüfter und Pumpen erzählen hinter Vitrinenglas die Firmengeschichte, die einen Raum weiter etwas umfangreicher zur Schau gestellt wird. Dort hängen große Transparente von der Decke, auf denen von der Firmengründung, aus der Zeit als Volkseigener Betrieb und schließlich der Übernahme durch Pierburg erzählt wird. Prägende Produkte aus der Firmengeschichte finden Dort in die Wand eingelassen ihren Platz. Die Ausstellungsstücke kommen dabei zum Teil von der Stadt Hartha selbst. Unterstützung bekam Pierburg bei der Planung des Mini-Museums unter anderem von Karl-Heinz Enzmann, der bis zur Schließung auf dem Chefsessel des alten Harthaer Industriemuseums saß. Auch die ehemaligen Pierburg-Mitarbeiter Michael Fichtner und Heinz Klunker steckten viel Herzblut in die Ausstellung. „Es sind noch so viele Motoren im Archiv – das war wirklich eine knallharte Auswahl“, meint Klunker, der 1971 direkt nach seinem Studium im damaligen VEB Elektromotorenwerke Hartha seine Karriere begann und sich vor vier Jahren in den Ruhestand verabschiedete. „Es war auch für mich interessant, die alten Sachen noch einmal anzuschauen.“

Ohne Weiteres zugänglich ist das Museum nicht. Interessierte können jedoch auf Anfrage in die Industriegeschichte Harthas eintauchen. Genügend Platz, um sich in Zukunft weiter ausbreiten zu können, hat die Ausstellung. Dann soll es nicht nur um Pierburgs Produkte gehen. „Es gibt auch Gedanken, wie wir die Menschen aus der Region mit repräsentieren können“, verrät Werksleiter Peter Geißler.

Von André Pitz

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