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Döbeln 800 Besucher suchen in Hartha nach künftigem Lehrberuf
Region Döbeln 800 Besucher suchen in Hartha nach künftigem Lehrberuf
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00:19 17.01.2018
Jasmin Mätzold und Jens Böhme (rechts) erläutern beim Harthaer Berufsinformationstag für Amy und ihre Mutter Sandy Schulze aus Leisnig die Funktion des menschlichen Herzens. Quelle: Gerhard Dörner
Hartha/Waldheim/Leisnig

„In der Mitte sind noch welche frei!“ Die Einweiser zum Parkplatz an der Hartharena hatten am Sonnabend viel zu tun. Ein Blick auf die Nummernschilder legte nah: Nicht nur die Schüler aus den mittelsächsischen Städten zog der gemeinsam veranstaltete Berufsinformationstag (BIT) der drei Oberschulen von Hartha, Waldheim und Leisnig an. Auch viele Döbelner und vereinzelt Menschen aus der Nähe von Mittweida, Freiberg und aus den Landkreisen Leipzig, Meißen und Nordsachsen nahmen das Angebot wahr: 64 Aussteller stellten sich in der Veranstaltungshalle Fragen zu Ausbildungswegen, Verdienst- und Karrieremöglichkeiten.

Firmen suchen geeignete Kandidaten

In Zeiten, in denen Fachkräfte rar werden, suchen nicht nur Schüler einen Ausbildungsplatz, sondern die Plätze auch geeignete Kandidaten. „Wir wachsen von innen heraus“, sagte Romy Haring, die für die Pietsch Haustechnik in Ostrau nach Groß- und Außenhandelskauffrauen sowie nach Fachkräften für Lagerlogistik suchte. Trotz guter Chancen von dem mittelständischen Betrieb übernommen zu werden, gestalte sich die Suche nach Azubis immer noch schwer.

Zum Berufsinfotag in Hartha präsentierten Unternehmen der Region, in welchen Berufen sei gerne ausbilden würden.

Junge Leute sollen in ihrer Heimat bleiben

Dem pflichtete Christa Müller, Prokuristin des Unternehmens, bei: „Wir engagieren uns, damit junge Leute hier bleiben, indem wir ihnen hier eine Karriere bieten und etwas, dass in ihre Lebensplanung passt.“ Müller sagte dies auch für den Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, dessen Wirtschaftsabteilung sie in Döbeln und Mittelsachsen vorsitzt. Ihre Mitarbeiterin Haring, sei ein gutes Beispiel, dass dies gelingen könne: 1996 machte sie bei Pietsch ihren Handelfachwirt – und blieb.

Mit junger Generation ins Gespräch kommen

Die Waldheimer Rico Heinrich und Sohn Malte Gerhardt waren etwas früh auf dem BIT. Malte ist erst 13. „Man muss erst noch sehen, was für Interessen er entwickelt“, sagte sein Vater. Aber das Angebot finde er informativ und gut. „Wir schauen, was es alles so gibt.“ Für die ausstellenden Unternehmen war es offenkund wichtig, mit der jungen Generation ins Gespräch zu kommen und bei der eine Vorstellung zu wecken, was sie überhaupt herstellen oder vertreiben.

Mit Fahrsimulator den Nerv getroffen

Das hieß oft, anschauen oder gleich ausprobieren: Das Harthaer Pierburg Pump Technology-Werk zeigte Pumpen aus dem Sortiment und ließ ihre Funktion erraten, Regiobus Mittelsachsen parkte vor der Halle gar mit einem mobilem LKW- und Busfahrsimulator. Drinnen ließ der Waldheimer Justizvollzug die Handschellen klacken, beim Apothekenausstatter Rockhausen konnte Holz bearbeitet und am Stand von Baudienstleister Strabag virtuell Bagger gefahren werden.

Fast 800 Besucher waren da

„Am Geld kann’s nicht liegen“, beschrieb Betriebsrat Olaf Teichgräber, warum auch dem Bau die Leute fehlten. Wohl aber an der schweren Arbeit bei Wind und Wetter. Trotzdem habe er beim BIT eine gute Resonanz, anders als bei ähnlichen Messen in den Großstädten. Vielleicht liege das an der Verbundenheit auf dem Land. Den Simulator hatten er und seine Mitstreiter aus überbetrieblichen Ausbildungszentrum mitgebracht. Kerstin Wilde, Leiterin der Pestalozzi Oberschule Hartha und eine der Organisatorinnen ließ es sich nicht nehmen, ihn auszuprobieren. Sie freute sich, dass der Tag auch in diesem Jahr wieder rege besucht war, die erwarteten 600 Besucher toppte dieser noch: „Insgesamt konnten wir fast 800 Schüler und Schülerinnen begrüßen. BIT 19 kommt“, verkündete sie noch am Abend.

Von Manuel Niemann

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