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Wieder Brandstiftung in Döbeln: 86-jährige Frau verletzt

Albert-Schweitzer-Straße Wieder Brandstiftung in Döbeln: 86-jährige Frau verletzt

Im Neubaublock an der Albert-Schweitzer-Straße 23 in Döbeln-Nord hat es am Mittwochvormittag zum vierten Mal gebrannt. Wieder war offenbar in einem Keller Feuer gelegt worden. Die Feuerwehr fand im verqualmten Treppenhaus eine 86-jährige leblose Frau. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Vier weitere Mieter wurden per Drehleiter über ihre Balkone gerettet.

Im Wohnhaus Albert-Schweitzer-Straße 23 brannte am Mittwoch erneut ein Keller, wahrscheinlich durch Brandstiftung. Es wäre die vierte im selben Haus innerhalb der letzten 12 Monate.

Quelle: Thomas Sparrer

Döbeln. Eine leblose 86-jährige Mieterin fand die Döbelner Feuerwehr am Mittwochvormittag im verqualmten Treppenhaus ihres Wohnblockes in der Albert-Schweitzer-Straße 23 in Döbeln-Nord. Zum vierten Mal innerhalb eines Jahres hatte es am Mittwoch in einem Keller des Wohnhauses gebrannt. Mit größter Wahrscheinlichkeit war es wieder Brandstiftung. Die alte Frau wurde mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Die Döbelner Feuerwehr holte vier weitere Mieter, darunter eine blinde Frau mit ihrem Blindenhund, mit dem Rettungskorb per Drehleiter über die Balkone aus ihren Wohnungen. Denn durch das verqualmte Treppenhaus war kein Durchkommen mehr.

„Ich hatte gerade Staub gesaugt, als ich den Brandgeruch bemerkte“, schildert eine Mieterin, als sie den Rettungskorb verlässt. Es ist das zweite Mal, dass sie auf diese Weise von Feuerwehrleuten aus dem Haus geholt werden muss. „Das Treppenhaus war gerade nach dem letzten Brand vom Oktober frisch renoviert worden“, schildert sie. „Jetzt geht alles wieder von vorne los.“. Ein andere Hausbewohner hat die wegen der Brandstiftungen extra mit neuen Schlössern versehene Haustür am Vormittag offen stehen sehen. Auch im Keller waren erst am Mittwoch die Maler fertig geworden und standen die neuen Brandschutztüren offen, damit es trocknet.

Nach Untersuchung durch die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, die mit vier Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort waren, mussten die über die Balkone geretteten Mieter nicht mit ins Krankenhaus. Die Stadtwerke klemmten vorläufig den Strom ab. Toni Gebler, diensthabender Mitarbeiter des Döbelner Ordnungsamtes, musste dann im Laufe des Tages die Frage klären, ob die Mieter zurück in ihre Wohnungen können oder ob sie in Hotels oder Gästewohnungen der Döbelner Großvermieter untergebracht werden müssen. Die meisten im Haus kennen das schon aus der Vergangenheit. Sie konnten zwischenzeitlich wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Freiwillige Feuerwehr Döbeln war mit 21 Einsatzkräften und fünf Fahrzeugen vor Ort.

Am Mittag rückten Kriminalisten der Polizeidirektion Chemnitz an. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung und sucht dringend Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben. Diese melden sich bitte unter Telefon 0371/3873445 bei der Kripo in Chemnitz.

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Im Neubaublock in Döbeln-Nord hat es am Mittwochvormittag zum vierten Mal gebrannt. Wieder war offenbar in einem Keller Feuer gelegt worden.

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Bereits Anfang und Mitte Oktober und im März 2016 hatte in dem Wohnhaus ein Keller gebrannt. Am 15. Oktober beim dritten Kellerbrand waren sechs Mieter verletzt worden. Eine 70-jährige Bewohnerin hatte im verqualmten Keller des Hauses gegen 15 Uhr einen Unbekannten überrascht, der sie zu Boden stieß und flüchtete. Die Frau wurde dabei leicht verletzt, konnte aber noch elf weitere Mieter im Haus warnen und die Polizei alarmieren. Einige Bewohner konnten das Haus noch schnell verlassen, andere mussten wegen des starken Rauchs im Treppenhaus von der Feuerwehr über die Balkone gerettet werden. Ein 53-Jähriger kam damals mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, vier weitere Bewohner im Alter von 66 bis 73 Jahren wurden ambulant behandelt. Auch zwei Feuerwehrleute wurden bei der Brandbekämpfung im Oktober leicht verletzt und mussten behandelt werden. Das Haus war danach vorerst nicht bewohnbar.

Betroffen von dem Kellerbrand sind auch wieder alle anderen Mieter im Wohnblock. Denn das Telekomkabel hat es wieder erwischt. „Beim letzten Mal hat es fast ein Vierteljahr gedauert, bis wir wieder Festnetztelefon und Internet hatten“, schimpft ein Hausbewohner. Das Fernsehkabel war damals provisorisch verlegt worden.

Von Thomas Sparrer

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