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Döbeln 90 Kirchen aus dem Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz porträtiert
Region Döbeln 90 Kirchen aus dem Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz porträtiert
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17:34 21.11.2011
Der stellvertretende Superintendent Rafael Schindler, Superintendent Arnold Liebers, Dr. Matthias Donath und Jörg Blobelt in St.-Matthäi in Leisnig. Die einstige Stadtkirche der Leisniger Bürgerschaft ist eine von 90 Kirchen, die in einem neuen Buch vorgestellt werden; Friedhofskapellen und -kirchen sind allerdings nicht dabei. Quelle: Sven Bartsch

Von Björn Meine

Um 1913/1914 sei das letzte Mal umfassend über die Kirchen in der Region berichtet worden, seitdem nur sporadisch. Auch zu DDR-Zeiten gab es kaum eine Aufarbeitung. Gestern haben Matthias Donath, Jörg Blobelt und der hiesige Kirchenbezirk ein neues Buch zum Thema vorgestellt: "Evangelische Kirchen im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz".

Damit das so bleibt, brauche es in Zukunft eine breite Basis aus der Bevölkerung, denn so viel Geld von Bund und EU wie in den vergangenen 20 Jahren wird es nicht wieder geben. Fördervereine seien ebenso angezeigt wie alternative Nutzungen der Kirchen. Denn: "Die Leute lieben ihre Kirche mehr, als dass sie sie benutzen", meint Vize-Superintendent Schindler. Die Sehnsucht nach Identität, nach Wurzeln und Heimat sei groß, sagt Liebers. Und auch wenn viele Leute nicht mehr in die Kirche gingen, so redeten sie trotzdem von "ihrer" Kirche. "Der Mensch braucht Identifikationszeichen und das sind unsere Kirchen." Deren immaterieller Wert müsse noch deutlicher werden.

3000 Exemplare sind gedruckt worden, jedes Pfarramt bekommt zunächst je 100 Stück. "Der Idealfall wäre, wenn wir zu einer Nachauflage genötigt würden", hofft Superintendent Liebers.

Das Buch ist für zehn Euro zunächst in den Pfarrämtern des Kirchenbezirkes erhältlich.

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"Die Globalisierung beginnt ihre Kinder zu fressen", sagt Arnold Liebers, Superintendent im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz. Daher wolle man nun etwas Bodenständiges anbieten.

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