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Ab 2018 wird einstiges Straßenbauamt zum Landesrechnungshof umgebaut

Döbeln bekommt oberste Landesbehörde Ab 2018 wird einstiges Straßenbauamt zum Landesrechnungshof umgebaut

Ab Anfang 2018 wird das ehemalige Straßenbauamt Döbeln für mehr als 15 Millionen Euro zum Landesrechnungshof umgebaut. Wahrscheinlich noch in diesem Jahr wird in dem Zuge die letzte Ruine auf dem Kasernengelände abgerissen. 15 Millionen Euro werden investiert, damit die Behörde mit 190 Mitarbeitern 2020 von Leipzig nach Döbeln umziehen kann.

In drei Jahren werden die Berichte des Landesrechnungshofes aus diesem Gebäude in Döbeln kommen. Landtagsabgeordneter Sven Liebhauser und Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer freuen sich über die nun endlich eingetütete Investition von mehr als 15 Millionen Euro in Döbeln.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Ab Anfang 2018 wird das ehemalige Straßenbauamt Döbeln-Torgau für mehr als 15 Millionen Euro zum Sächsischen Landesrechnungshof umgebaut. 24 Monate Bauzeit sind vorgesehen. 2020 sollen die 190 Mitarbeiter der obersten Landesbehörde in Döbeln die Arbeit aufnehmen. Dafür entstehen rund 5000 Quadratmeter modernste Büroflächen. Das Sächsische Immobilien und Baumanagement (SIB), das dem Finanzministerium untersteht, hat die aktuellen Standortprüfungen abgeschlossen und alle Alternativvarianten abgeklopft. Das ehemalige Kasernengebäude, das im Moment noch das Grundbuchamt des Döbelner Amtsgerichtes beherbergt, ist somit für den Umbau bestätigt.

„Ich freue mich für unsere Stadt. Die Ansiedlung des Landesrechnungshofes bringt Döbeln weiter voran. Auf dem Areal des ehemaligen Kasernengeländes kann somit nun weiter aktive Stadtentwicklung betrieben werden“, sagt der Döbelner Landtagsabgeordnete Sven Liebhauser (CDU). Er ist seit Jahren mit dem Thema vertraut und hat als Mitglied des Haushalts- und Finanzausschusses auch die entsprechen die Baupläne gesehen. Die sehen eine aufwendige Sanierung des riesigen Gebäudes vor. In der Gebäudemitte ist ein eingeschossiger, repräsentativer Anbau vorgesehen, der Besprechungsräume und den Präsidialbereich beherbergt. In den Gebäudenischen rechts und links werden Fahrstuhltürme errichtet.

Und noch etwas freut den Döbelner CDU-Landtagsabgeordneten. „Wenn alles klappt wie im Moment gedacht, könnte die alte Kasernenruine inmitten des Geländes noch bis Jahresende abgerissen werden“, so Liebhauser. Ein Investor aus Bayern hatte das letzte noch ungenutzte Kasernengebäude in den 90-er Jahren gekauft und wollte ein Pflegeheim daraus machen. Die Pläne scheiterten. Zwischenzeitlich starb der Mann. Weil seine Erben das Erbe ausschlugen, fiel die Immobilie an den Freistaat Bayern. Der hat sich nun mit dem Freistaat Sachsen geeinigt. Für einen symbolischen Preis übernimmt Sachsen das Gebäude. So kann die letzte Ruine auf dem ehemaligen Kasernenhof abgerissen werden. Für die Rechnungshofmitarbeiter sollen an dieser Stelle Parkplätze entstehen. Eine neue Straße wird ebenfalls über das Gelände gebaut.

Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) hofft zudem, dass vom Gelände der abgerissenen Kasernenruine auch noch eine Freifläche für die Kunzemann-Grundschule und die Kindertagesstätte-Kleeblatt abfällt. „Wir freuen uns riesig, dass die Ansiedlung des Rechnungshofes jetzt greifbar ist. Es gab viele Runden mit unserer Verwaltung. Wir wurden gut in die Planungen eingebunden“, lobt das Stadtoberhaupt.

„Jetzt folgen erst einmal weitere Detailabstimmungen und alle Planungsschritte bis zur Ausschreibung“, so Sven Liebhauser. Bis 2020 ist der Landesrechnungshof in einem Verwaltungskomplex in Leipzig-Paunsdorf eingemietet. 2012 hatte der Landtag das Standortekonzept beschlossen, das auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Oberzentren und den Städten Wert legt. Nach dem Abzug des Straßenbauamtes und dem geplanten Umzug des Finanzamtes nach Freiberg bekommt Döbeln mit der obersten Landesbehörde einen Ausgleich.

Von Thomas Sparrer

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