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Döbeln Ab April wird im Gewerbegebiet Mockritz neues Logistik-Zentrum gebaut
Region Döbeln Ab April wird im Gewerbegebiet Mockritz neues Logistik-Zentrum gebaut
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20:00 12.02.2019
So wird das neue Logistikzentrum der Firma TransPak im Gewerbegebiet Mockritz aussehen. Quelle: TransPak
Döbeln/Grossweitzschen.

Wieviele Pakete kommen in einem normalen Haushalt im Durchschnitt an. „Das ist jedenfalls eine Menge Pappe“, weiß Olaf Walter, Geschäftsführer der TransPak Döbeln GmbH. Das Unternehmen beliefert seit 1990 Betriebe in Sachsen, Sachsen, Anhalt und Thüringen mit Verpackungen, vorwiegend aus Pappe. Und die Branche wächst, weil der Onlinehandel boomt und Verpackungsmittel braucht. Aber auch die Industrie, wie etwa Autozulieferer müssen ihre Teile verpacken, damit sie an die Produktionslinien der Autowerke transportiert werden können.

All das sind Gründe, weshalb die TransPak GmbH im Gewerbegebiet Mockritz ein neues Logistikzentrum bauen wird. „Bisher haben wir in Döbeln-Masten Lagerflächen angemietet. Doch der Platz reicht nicht mehr. So haben wir uns zum Neubau im Gewerbegebiet Mockritz entschlossen“, sagt Olaf Walter. 2017 kaufte das Unternehmen deshalb im Gewerbegebiet Mockritz eine 3,2 Hektar große Fläche. Gemeinsam mit dem Großweitzschener Architekturbüro Zache wurde nun ein 8000 Quadratmeter großes Logistikzentrum geplant, das bei weiter steigender Nachfrage sogar noch auf 16 000 Quadratmeter Fläche verdoppelt werden kann. „Im April soll der Bau starten. Im März 2020 wollen wir mit modernster Technik einziehen. Perspektivisch wäre am neuen Standort auch Platz für einen Verwaltungs- und Bürotrakt. Das ist aber noch Zukunftsmusik. Erstmal geht es um die Logistik. Die Verwaltung bleibt am Stammsitz in der Eisenbahnstraße in Döbeln.

Sechs Millionen Euro werden investiert

Für das neue Logistikzentrum in Mockritz investiert das Döbelner Unternehmen sechs Millionen Euro. Zehn Mitarbeiter werden etwa 110 000 Paletten pro Jahr von Mockritz aus umgeschlagen“, kündigt Olaf Walter an. Dafür sucht das Unternehmen noch Lageristen.

Mittelsachsens Landrat Matthias Damm sah sich in der Gemeinde Großweitzschen und im Gewerbegebiet Mockritz um.

TransPak in Döbeln ist eines von 14 selbstständigen Unternehmen der TransPak-Gruppe mit Sitz in Solms bei Wetzlar in Hessen. Seit über 40 Jahren ist die Gruppe Systemanbieter von Verpackungsmitteln und -maschinen sowie Großhändler für Versandverpackungen. Die Unternehmen sind über ganz Deutschland verteilt, drei arbeiten im benachbarten Ausland. Die Gruppe zählt 340 Mitarbeiter, die 2018 einen Umsatz von 115 Millionen Euro erwirtschafteten. Die TransPak Döbeln GmbH setzte im vergangenen Jahr etwa 15 Millionen Euro um und beliefert von Döbeln aus mehr als 2000 Abnehmer mit ihren Verpackungsmitteln. Olaf Walters Vater Jochen gründete das Unternehmen 1990 mit zwei Mitarbeitern. Heute beschäftigt TransPak Döbeln 42 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat sich dabei auf Sonderverpackungen für seine Kundenspezialisiert, die in Mockritz eingelagert und auf Abruf ausgeliefert werden. „Die Anforderungen sind in den vergangenen Jahren ständig gestiegen. Auch deshalb brauchen wird den Neubau im Gewerbegebiet Mockritz“, sagt Olaf Walter.

Landrat auf Rundfahrt in Großweitzschen

Beim Kommunaltag in Großweitzschen sahen sich am Dienstag Mittelsachsens Landrat Matthias Damm und seine Abteilungsleiter in der Gemeinde um und informierten sich über die Entwicklung des Gewerbegebietes Mockritz. Von Werkleiter Rolf Weber ließ er sich durch das Werk der Firma Trefz Fensterbau führen. Das baut ab dieser Woche gerade für rund 900 000 Euro neue Maschinen und Anlagen auf. 47 Mitarbeiter arbeiten in den Werkhallen, die gerade erst erweitert wurden. Bürgermeister Jörg Burkert zeigte neben den Erfolgen auch, wo in der Gemeinde der Schuh drückt.

Kommentar: Wissen, wo der Schuh drückt

Eine sechs Millionen Euro schwere Neuansiedlung und ein Fensterbauer, der gerade seine Produktionslinie erneuert. – Landrat Matthias Damm bekam beim Kommunaltag in Großweitzschen durchaus Erfolge zu sehen. Doch das ist nicht Sinn des Kommunaltages, zu dem der Kreisschef seine komplette Führungsmannschaft nach Großweitzschen schleppte. Bürgermeister Jörg Burkert hatte einiges an Nöten auf dem Zettel: Im Hort an der Grundschule muss die Gemeinde weiter in den Brandschutz und in vieles mehr investieren. 50 Kilometer Straßennetz auf 45 Quadratkilometer Fläche sind zu unterhalten. Dafür reicht der Haushalt hinten und vorne nicht. So sollen für den Hochwasserschutz an den 50 Kilometern Bachläufen in der Gemeinde ganze 25 000 Euro Haushaltmittel reichen. Auch die Gemeinderäte gaben dem „Regierungschef des Kreises“ und seinem „Kabinett“ einiges an Unzufriedenheit mit nach Freiberg. Das ist ja auch der Sinn solcher Vor-Ort-Besuche neben der Besichtigung von Firmen. Damit die „Regierung“ eines Kreises, so groß wie das Saarland, auch weiß wo der Schuh drückt und das Ihre dagegen tun kann.

th.sparrer@lvz.de

Von Thomas Sparrer

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