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Döbeln Ab Mittwoch einkaufen an Leisnigs Umgehungsstraße
Region Döbeln Ab Mittwoch einkaufen an Leisnigs Umgehungsstraße
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14:23 11.03.2016
Michael Alscher aus Oschatz betreibt als Partnerkaufmann den neuen REWE-Markt an der Leisniger Umgehungsstraße. Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig

Am Mittwoch ist scharfer Start: Der Leisniger REWE-Markt wird eröffnet, ab 18 Uhr können die ersten Kunden in dem neuen Markt an der Umgehungsstraße einkaufen. Das Gebäude ist fertig gestellt: Momentan werden die Regale eingeräumt. Der 49-Jährige Michael Alscher betreibt den Markt. Er kommt aus Oschatz und fungiert als Partnerkaufmann. Das bedeutet: Es wurde eine OHG gegründet, an der neben Alscher auch REWE beteiligt ist. Nach diesem Konzept arbeitet das Handelsunternehmen seit einigen Jahren, so Alscher. Er arbeitete auch schon für REWE im ACC Chemnitz, zudem für Marktkauf in Eilenburg.

Im Leiniger Markt sind in diesen Tagen neben Handwerkern schon die neuen Angestellten fleißig. 28 Mitarbeiter sind es insgesamt, 17 davon Neueinstellungen. „Die Männer und Frauen stammen generell hier aus der Region, also aus Leisnig, Waldheim, Döbeln. Am weitesten entfernt wohnt jemand aus Oschatz.“ Insgesamt habe es 135 Bewerbungen gegeben, woraufhin 65 Gespräche geführt worden seien.

Zum neuen Personal gehört Daniel Rieke, der in der Nähe von Mügeln wohnt. Er wird Obst und Gemüse im REWE-Markt verkaufen. Er freut sich darauf, denn er werde Qualität an den Mann und die Frau bringen, sagt er, als er Flaschen mit Säften von der Obstland Dürrweitzschen AG in die Regale räumt. Wie Alscher betont, lege er großen Wert darauf, Produkte von Lieferanten der Region zu verkaufen. Neben Säften, Äpfeln und Spirituosen aus dem Obstland stehen bei ihm auch die Becher mit Marder Speisesenf im Regal, außerdem Weine aus Meißen, Wurst aus Drebach und vieles mehr, was quasi um die Ecke hergestellt wird. Alscher weiter: „Es gibt auch die Eigenmarkte REWE Regional, die vor allem auf vor Ort hergestellte Erzeugnisse setzt.“ Er persönlich habe aber auch freie Hand und würde es begrüßen, wenn sich Erzeuger aus der Region bei ihm melden und ihre Erzeugnisse in die Produktpalette mit aufnehmen lassen möchten. Zu entsprechenden Leistungsgesprächen könne er gern kontaktet werden.

Aus der Stadtverwaltung, dem Stadtrat oder einem anderen Gremium sei im Übrigen niemand auf ihn zugekommen, um sein Sortiment abzugleichen mit dem der Leisniger Innenstadthändler. „Wie soll das auch funktionieren, wenn ich bestimmte Chips von einem Hersteller im Regal habe und ein Anbieter in der Innenstadt ebenfalls. Dann kann ich sie deswegen nicht aus meinem Sortiment nehmen.“

Als es in Leisnig noch darum ging, ob ein zusätzlicher Markt am Stadtrand überhaupt nötig oder gar schädlich für die innerstädtische Einkaufslandschaft sei, wurde auch diese Überlegung geäußert: Dem neu dazu kommenden Markt bei der Wahl seines Sortimentes gewisse Einschränkungen oder Vorgaben zu machen, um die Innenstadthändler zu schonen. Gespräche dazu gab es aber nie. Alscher hat das Objekt auch erst am 2. März übernommen, der Vertrag wurde am 25. November unterzeichnet.

Auf 1620 Quadratmetern Fläche kann ab Mittwoch in dem Vollsortimenter eingekauft werden. Montags bis sonnabends soll 6 bis 22 Uhr geöffnet sein. Gleich im Foyer gibt es einen Bäckerei-Bereich mit einem kleinen Café, betrieben vom Leisniger Christian Münch. Er hat seine Bäckerin an der Eulenbergstraße und betreibt auch das Stadtcafé am Leisniger Markt. Zu seinem neuen Café im REWE-Markt sagt er. „Eigentlich habe ich genug Filialen in Leisnig. Aber wenn ich das hier nicht mache, dann tut es ein anderer.“ Ob oder in welcher Form er sich damit selbst zur Konkurrenz wird, gerade für das Stadtcafé, sei für ihn erstmal kein Thema. Wichtig sei: In dem Eingangsbereich zum neuen Leisniger REWE-Markt ist ein Gewerbetreibender aus Leisnig präsent.

Den Markt hatten auch einheimische Unternehmen gebaut, so die LFT Ostrau und die Mildensteiner Baugilde. Andreas Schreier von der beauftragenden Grundstücksgesellschaft sagt dazu: „Außer der Verzögerung durch die archäologischen Grabungen hat alles sehr gut funktioniert. Es wurde in guter Qualität gebaut.“ REWE habe den Markt nicht gekauft, sondern für 15 Jahre von der Grundstücksgesellschaft gepachtet.

Von Steffi Robak

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