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Döbeln Ab dem neuen Schuljahr: Sozialarbeiter für Harthaer Pestalozzi-Schule
Region Döbeln Ab dem neuen Schuljahr: Sozialarbeiter für Harthaer Pestalozzi-Schule
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08:00 17.05.2017
Ab dem neuen Schuljahr wird ein Schulsozialarbeiter an der Pestalozzi-Oberschule als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Quelle: dpa
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Hartha/Mittelsachsen

Die Harthaer Pestalozzi-Oberschule bekommt einen Schulsozialarbeiter. Das teilt das Landratsamt Mittelsachsen mit. Demnach sollen zum Schuljahresstart im August 2017 zehn Projekte, die über den Landkreis und die Jugendpauschale ihre Gelder erhalten sowie drei Projekte aus dem Europäischen Sozialfonds in die neue Förderrichtlinie des Freistaates überführt werden. Außerdem soll an weiteren Schulen Schulsozialarbeit eingeführt werden, darunter auch die Pestalozzi-Oberschule Hartha. „Der jeweilige Stellenumfang wird aus dem Bedarf vor Ort und den Schülerzahlen abgeleitet“, erklärt Heidi Richter, Leiterin der Abteilung Jugend und Familie.

Ein Auge auf Schulverweigerer

Bisher gibt es keinen Schulsozialarbeiter in der Harthaer Einrichtung. „Das haben wir immer selber gestemmt, beispielsweise durch Eltern, die im Bereich der Ganztagsangebote als Anlaufstelle agierten“, erklärt Schulleiterin Kerstin Wilde. Wer künftig die Stelle als Schulsozialarbeiter abdeckt, befindet sich noch in Klärung. Dafür sind die Aufgaben, die er oder sie einmal übernehmen wird, bereits jetzt klar: „An erster Stelle wird da jemand sein, der Ansprechpartner für jeden ist, der einen Ansprechpartner benötigt“, so die Schulleiterin weiter. Es gehe viel um Präventionsarbeit, wie dem Vorbeugen von Konfliktanlässen. „Für Schüler gibt es damit eine Möglichkeit, Gespräche zu führen und Probleme anzusprechen – und zwar mit einem hohen Maß an Vertrautheit. Es ist etwas anderes, ob ich mich als Schüler an einen Lehrer wende oder an den Schulsozialarbeiter.“ Auch auf Schulverweigerer – „hin und wieder haben wir einen Fall dabei“ – kann der Sozialarbeiter ein Auge haben und achtsam sein. Und für künftige Streitschlichter fungiert er als Ansprechpartner, bildet dahingehend neu aus.

Die Schulsozialarbeit soll im Freistaat Sachsen und damit auch im Landkreis ausgebaut werden. Dies ist der Kern des regionalen Gesamtkonzepts zur Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit im Landkreis Mittelsachsen, welches jüngst im Jugendhilfeausschuss behandelt wurde. Hintergrund ist eine neue Förderrichtlinie des Freistaates zur Schulsozialarbeit. Um die Landesförderung in Anspruch nehmen zu können, hat der Landkreis ein regionales Gesamtkonzept zur Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit zu erstellen.

Sozialarbeiter aktuell an 27 Schulen in Mittelsachsen

Aktuell wird in Mittelsachsen bereits an insgesamt 27 Schulen mit fast 24 Vollzeitstellen Schulsozialarbeit durchgeführt und aus verschiedenen Fördertöpfen – entweder über den Landkreis im Zusammenwirken mit der Förderrichtlinie Jugendpauschale, den Europäischen Sozialfonds oder das Förderprogramm des Landes „Chancengerechte Bildung“ – gefördert.„Schulsozialarbeit trägt dazu bei, soziale Benachteiligungen und individuelle Beeinträchtigungen zu überwinden, die schulische Ausbildung und den Übergang zum Beruf sowie die soziale Integration von Schülerinnen und Schülern zu fördern“, betont Heidi Richter die guten Erfahrungen, die bisher mit den Angeboten gemacht wurden.

Von Stephanie Helm

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