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Döbeln Aber Hello: Nach dollem Musical sind in Kriebstein die Elfen und Wikinger los
Region Döbeln Aber Hello: Nach dollem Musical sind in Kriebstein die Elfen und Wikinger los
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17:20 18.07.2016
Elfen, Wikinger und Schotten: Der Miskus beschert der Region Döbeln ein buntes Sommerprogramm. Da dürfen natürlich die Tanzperlen des Zschopautals nicht fehlen, wenn sie zum einen bei der Musical-Revue Durchgeknallt im Elfenwald“ am 23. Juli auf der Seebühne mitspielen und zum anderen schon am morgigen Sonnabend in Klosterbuch auftreten, wo auch Marcus Schüler mit seinen „Dresden-Pipes“ spielt. Die Gedankenblitze des pfiffigen Wikingers Wickie „Sebastian“ Schlicht zucken am 24. Juli auf der Seebühne. Quelle: Dirk Wurzel
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Kriebstein

Zum letzten Mal wird am Sonntag das Mittelsächsische Theater auf der Seebühne „Hello Dolly“ gespielt haben. Danach startet der Mittelsächsische Kultursommer (Miskus) auf der Freilichtbühne in der Talsperre durch. Unter anderem mit Wikingern.

„Wickie passt doch wunderbar auf die Seebühne“, gibt Miskus-Geschäftsführer Olaf Hanemann einen Vorgeschmack auf „Mein Freund Wickie“, einem Gastspiel des Eduard-von-Winterstein-Theaters Annaberg-Buchholz. „Wir freuen uns, dass wir hier spielen dürfen und haben unser Stück mitgebracht, das wir auf unserer Freilichtbühne – den Greifensteinen in Ehrenfriedersdorf – aufführen. Inszeniert hat es übrigens Urs Alexander Schleiff, der ja bereits am Mittelsächsischen Theater engagiert war“, sagt Annelen Hasselwander, Chefdramaturgin des Eduard-von-Winterstein-Theaters. Im vergangenen Jahr hatte das ebenfalls ein Gastspiel für den Miskus auf der Seebühne gegeben, da ritt Pipi Langstrumpf auf „kleiner Onkel“ durch die Szene. „Mein Freund Wickie“ wird auch eine richtige Hauruck-Aktion: Bühnenaufbau, Probe, Aufführung, Bühnenabbau“ – das bewältigen der Miskus und das Annaberger Theater an einem Tag.

Mit „Durchgeknallt im Elfenwald“ hat sich der Miskus die Dresdner Musical-Schule „Oh-Töne“ auf die Seebühne geholt. „Wir haben bekannte Musical ein bisschen verwurstet. Bei den Proben hatten wir sehr viel Spaß“, sagt Cornelia Drese, Leiterin der Musicalschule, über diese Revue. 50 Sänger und Tänzer werden auf der Bühne stehen, darunter auch die Waldheimer Tanzperlen des Zschopautals. Aschenputtel bildet die Rahmenhandlung dieser Show, die kaum einen Musical-Hit auslässt. Ober „Der Zauberer von Oz“ oder „My fair Lady“ und „Tanz der Vampire“ – die Klassiker des Genres sind hier vertreten. „Durchgeknallt im Elfenwald“ ist eine von zehn Veranstaltungen, die der Miskus mit dem Fördergeld der Sparkassen bezahlt. „Über die Höhe des Betrages wird traditionell geschwiegen. Aber seit 15 Jahren haben wir den Miskus mit insgesamt 500 000 Euro unterstützt“, sagt Hans-Ferdinand Schramm, Vorstand der Sparkasse Mittelsachsen. „Es ist bei der Vielzahl der Förderanträge absolut schwierig, angemessen zu entscheiden. Beim Miskus ist uns die Entscheidung aber immer leicht gefallen“, sagt Uwe Krahl, Vertriebsvorstand der Sparkasse Döbeln.

Miskus-Geschäftsführer Olaf Hannemann blickt zurück auf Veranstaltungen, die bereits in der laufenden Festival-Saison erfolgreich über die Bühne (beziehungsweise den Hof) gegangen sind und die auch dank der Förderung durch die kommunalen Kreditinstitute verwirklicht werden konnten. „Zu dem Stück Geschichten hinter Gefängnismauern anlässlich 300 Jahre JVA Waldheim kamen 150 Zuschauer in den Waldheimer Rathaussaal. Weil es Nahfragen gibt, planen wir, das Stück in der kommenden Saison erneut aufzuführen.“ Absolut märchenhaft waren aus seiner Sicht die Besucherzahlen der Burg der Märchen am Wochenende auf Burg Kriebstein. „Es kamen über 3000 Leute – das ist der größte Zulauf, den wir bisher hatten.“ Auch mit den Zahlen aller Miskus-Veranstaltungen in dieser Saison ist Olaf Hanemann sehr zufrieden. „Alle Veranstaltungen lagen im Plan, zu vielen kamen mehr Zuschauer, als geplant“, sagt er.

Die Waldheimer Tanzperlen sind nicht nur bei der Musicalrevue „Durchgeknallt im Elfenwald“ gefragt. Bereits am Wochenende treten sie bei dem großen Musikfest „Gugge ma – Schalmei, Pipe und Co.“ in Klosterbuch auf. Über 400 Mitwirkende zählt diese Veranstaltung. Darunter sind zum Beispiel die Dresden-Pipes mit ihren Dudelsäcken und die Milkauer Schalmeien.

Von Dirk Wurzel

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