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Döbeln Abi in der Tasche: Zwölftklässler feiern in Döbeln und Hartha
Region Döbeln Abi in der Tasche: Zwölftklässler feiern in Döbeln und Hartha
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17:51 12.06.2018
Die Tutoren Sylvia Risse, Bärbel Kampe, Hans-Ullrich Hohlfeld, Roswitha Reiprich und Kathrin Niekrawietz wurden von ihren Döbelner „Abinauten“ auf ihre Weltraumtauglichkeit getestet. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln/Hartha

„Abinauten – Wir greifen nach den Sternen“ war am Dienstag das Motto der 75 Abiturienten des Lessing-Gymnasiums Döbeln an ihrem letzten Schultag. Mit derben Späßen für die Mitschüler und einem bunten Schulhofprogramm, bei dem die fünf Tutoren eine Hauptrolle spielten, verabschiedeten sie sich von ihrer Penne.

Seifenblasen statt Pistolen: In Döbeln ist das Vollspritzen mit Wasserpistolen seit letztem Jahr tabu. Quelle: Sven Bartsch

Statt der seit dem vergangenen Jahr unerwünschten Wasserspritzpistolen empfingen die Zwölfer am Morgen die Mitschüler mit einem Parcours im Schulhaus. Die jüngeren Schüler bekamen Luftballons, Luftschlangen und Körperbemalung gab es für alle ins Gesicht.

Mathe-Tutorin Sylvia Risse im Schlepptau der Olsenbande. Quelle: Sven Bartsch

Lehrer beweisen Weltraumtauglichkeit

Die Tutoren Roswitha Reiprich (Deutsch), Bärbel Kampe (Englisch), Kathrin Niekrawietz (Geschichte), Sylvia Risse (Mathe) und Hans-Ullrich Hohlfeld (Physik) mussten im Raumanzug antreten, ein Rap-Battle austragen, Kenntnisse in Jugendsprache (Bildschirmbräune) beweisen und einen Parcours für Astronauten bestreiten. Dazu rockte die Abi-Band auf der Bühne.

Im Trabi und in russischen Uniformen holten Döbelns „Abinauten“ Tutorin Roswitha Reiprich a Quelle: Fotograf Sven Bartsch

Guter Abi-Jahrgang in Döbeln

Schulleiter Michael Höhme spricht von einem guten Abitur-Jahrgang 2018, wenngleich noch ein paar Schüler in dieser Woche mündliche Nachprüfungen absolvieren. Zum Teil geht es um alles. Bei anderen um Verbesserungen, etwa für den Numerus Clausus im Wunschstudienfach.

Physiklehrer Hans-Ullrich Hohlfeld ließ sich das Programm seiner Schüler nicht entgehen. Quelle: Sven Bartsch

Nächsten Samstag gibt es im Sport- und Freizeitzentrum Welwel die Abiturzeugnisse und abends den Abiball. Bis dahin reisen die Döbelner Abiturienten noch auf Abifahrt an die polnische Ostsee.

Geschafft: Das Abi in der Tasche zieht es viele zum Studium. Quelle: Sven Bartsch

Für Viele folgt ein Studium

Bereits ab dem Herbstsemester studieren dann viele der Absolventen. So Max Frost, der Wirtschaftsingenieurwesen studieren will, Elaine Tichy wird Grundschullehramt beginnen und Sebastian Albrecht, der Sport und GRW auf Lehramt studieren wird. Amelie Kahlert studiert ab Herbst Steuer- und Prüfungswesen. Eric Pohl absolviert zunächst ein Freiwilliges soziales Jahr beim Döbelner SC, um dann Sportmanagement zu studieren. Emma Köhler geht zunächst für ein paar Monate nach Schweden, um dann Architektur zu studieren.

Eine stilechte Zeitreise im Trabant gab es für Kathrin Niekrawietz, die Tutorin des Geschichtskurses. Quelle: Sven Bartsch

Schulleiter Michael Höhme ist unterdessen schon gedanklich beim neuen Schuljahr. Auf die 75 Abiturienten folgen ab August 90 neue Fünftklässler in vier Klassen. Er ist recht optimistisch, dass das Gymnasium Abgänge von Lehrern durch Rente oder Schwangerschaft im neuen Schuljahr mit vier bis fünf neuen, jungen Kollegen ausgleichen kann. Die Gespräche laufen.

Auch die 70 Harthaer Abiturienten verabschiedeten sich nicht sang- und klanglos. Quelle: Sven Bartsch

Harthaer preisen ihre Schulgötter

Auch am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium wurde Dienstag ausgiebig gefeiert. Bevor die rund 70 Absolventen der Schule in der nächsten Woche endlich ihre Abschlusszeugnisse in den Händen halten und sich für den Abiball herausputzen, feierten sie schon einmal: „Die Götter verlassen den Olymp“, so das Motto, das die Schüler sich für ihre Abi-Shirts und das lautstarke Programm hatten einfallen lassen.

„Wir hatten vieles zur Auswahl“, sagte die 18-jährige Emily Panke. Den Ausschlag habe gegeben, dass dies auch gut zu der Show passte, die Schüler für die Jüngeren und Lehrer einstudiert hatten. „Nach uns kommen nur noch Nullen“ neckte vollmundig ein Spruchbanner am Schulhaus, eine Ansage an die Jahrgänge, die danach kommen: die letzten noch in den Neunziger Jahren Geborenen sind nun flügge.

Angekommen im Olymp: Der Harthaer Tutor Torsten Kittler. Quelle: Sven Bartsch

In ihre „Abikropolis“ zogen Götter und Halbgötter – die Schüler der zwölften Klassen und ihre Tutoren – ein: Gabriele Dietze, Gloria Petzold, Torsten Kittler, Martina August und Werner Hempel schlüpften dafür in die Rollen antiker Götter, die ihre Schüler sich für sie ausgedacht hatten. Zwei Jahre haben sie ihre Schüler im Grundkurs und den Leistungskursen Deutsch und Mathe begleitet. Zeit, um zurückzublicken, die besten Zitate aus dem Unterricht noch einmal herauszuholen, aber auch nach vorn zu sehen.

In Döbeln gebannt, in Hartha gehörten sie zum nassen Spaß: Wasserpistolen und -bomben. Quelle: Sven Bartsch

Auch für Lehrer ein besonderer Moment

„Wir haben schon viele Abiturienten, die Schule verlassen sehen, aber es ist immer etwas Besonderes“, sagte Werner Hempel, der zuvor auf der Bühne auf seinem Götterthron einen Dreizack schwenkte.

Er sei jetzt 61, der Mathe-Leistungskurs, den er zum Abitur geführt hat, war vielleicht sein letzter, sagte er. Neben der ausgelassenen Freude – nach einer intensiven Phase des Lernens, den Kopf endlich wieder frei zu haben – mischten sich auch bei den Schülern kleine, stille Momente unter die laute Feierei.

„Ein Hoch auf uns“: Andreas Bouranis Fußballhymne passte auch zu jungen Göttern. Quelle: Sven Bartsch

Pläne für danach gibt es bereits

Auch ein buntes Programm zum Abschied geht zu Ende, die schwarzen Absolventenhüte sind wie im Film in die Luft geworfen, die letzten Selfies geschossen. Und was kommt danach? „Ich möchte auf Lehramt studieren“, sagte Anna Maria Leger. Weil der Aufbau der Erde sie fasziniere, möchte sie später Geografie unterrichten.

Die 18-jährige Emily Panke zieht es nach dem Mathe-Leistungskurs auch zum Studium. Management soll es bei ihr sein. zogen die Harthaer noch ein wenig durch die Stadt. eine Feier war für den Abend in Geringswalde geplant.

Von Thomas Sparrer und Manuel Niemann

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