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Döbeln Abrechnung der Villa Kunterbunt sorgt für Unmut im Harthaer Stadtrat
Region Döbeln Abrechnung der Villa Kunterbunt sorgt für Unmut im Harthaer Stadtrat
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16:31 27.07.2016
Quelle: Jürgen Kulschewski
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Hartha

Auf der letzten Stadtratssitzung vor der nach wie vor andauernden Sommerpause sorgte die Harthaer Kita „Villa Kunterbunt“ für Unmut unter den Stadträten. Auslöser war die Abrechnung für das vergangene Jahr, die der Träger AWO-Kinderwelt mit Sitz in Grimma Anfang März der Stadtverwaltung vorlegte. „Beim Überschuss von 949,38 Euro sind wir nicht auf Rückzahlung aus, sondern tragen ihn aufs nächste Rechnungsjahr vor“, erklärte Kämmerin Barbara Müller. „Eine Position werden wir in der abgerechneten Höhe jedoch nicht anerkennen. Der Erhaltungsaufwand ist an dieser Stelle deutlich überzogen.“ Dass es dazu kommen musste, warf Fragen auf. Stadtrat Albrecht Günther (CDU) wollte wissen, wer über die Aufträge entscheidet, die zu dieser Differenz führen. „Das entscheidet der Träger alleine“, klärte Barbara Müller auf. Informationen gingen dabei nicht an die Stadtverwaltung. Ein Punkt, der CDU-Stadtrat Christian Zimmermann sauer aufstieß: „Oder wir erkennen den Plan nicht an. Ich kritisieren, dass es von der AWO-Kinderwelt aus keine Korrespondenz mit der Verwaltung gab. Wenn der Planansatz um das Doppelte überschritten wird, muss das vorher abgestimmt werden.“ Sein Fraktionskollege Ronny Walter daraufhin: „Es gibt eine vertragliche Festsetzung mit einem Budget, das genau abgestimmt wird.“ Es müsse Regeln dafür geben, wie damit umgegangen wird.

Bei den sogenannten Erhaltungsaufwendungen handelt es sich um Reparaturen, Anschaffungen und andere Instandsetzungen, wie Barbara Müller auf Nachfrage von Stefan Orosz (Die Linke) erläuterte. „Wobei es sich dabei im Detail handelt, hat uns der Träger nicht mitgeteilt.“ Trotz angebrachter Kritik entschieden sich die Kommunalparlamentarier die Abrechnung mit einer nicht anerkannten Position einstimmig durchzuwinken.

Eine Anfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung an die AWO-Kinderwelt blieb unbeantwortet. Stattdessen verwies der Träger auf ein Gespräch mit der Harthaer Stadtverwaltung, das vergangene Woche stattfand. „Durch personelle Wechsel in der Vergangenheit sind wahrscheinlich ein paar Informationen auf der Strecke geblieben“, meint Barbara Müller. „Die Zusammenarbeit läuft nun wieder weiter wie gewohnt – und das war bis jetzt immer gut.“

Von André Pitz

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