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Döbeln Abriss an der Gake Döbeln: Haus weg, Straße noch da
Region Döbeln Abriss an der Gake Döbeln: Haus weg, Straße noch da
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22:55 03.04.2013

Trümmer, Ziegelschutt und kreisende Bagger: Das sehen die nach Döbeln Reisenden derzeit kurz vor der Gakendelle. Das kleine Gehöft rechts neben der Straße lässt Eigentümer Andreas Wachs gerade dem Erdboden gleichmachen. Zu den Details sagt der Landwirt der DAZ nichts. Noch nicht. Denn Andreas Wachs kündigte an, über seine Pläne zu sprechen, wenn der Abrissplatz beräumt und die Fläche planiert ist.

Dass das Gehöft möglicherweise dem Straßenbau der B175 weichen muss, ist ein Irrglaube. "Der Abriss eines Hauses nahe der B175 ist nicht vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) veranlasst und steht auch nicht im Zusammenhang mit der Planungsmaßnahme B 175, Döbeln-Choren, westlich A 14", sagt Lasuv-Sprecher Peter Welp auf Nachfrage der DAZ. Zu einem möglichen Baubeginn, der lang ersehnten Entschärfung der Gakendelle und einer besseren Anbindung des Gewerbegebietes Döbeln-Ost, kann Peter Welp noch nichts sagen. "Wir warten auf den Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Chemnitz", sagt er. Zudem braucht es für den Straßenbau nach seinen Worten auch Geld vom Bundesverkehrsministerium in Berlin.

In Chemnitz werkeln die Mitarbeiter der entsprechenden Fachabteilungen der Landesdirektion an den Planungsunterlagen. Diese gilt es in einem umfangreichen Verfahren zu prüfen und mögliche Einwände einzuarbeiten. "Im Planfeststellungsverfahren B175 Choren-Döbeln sind resultierend aus den vorliegenden Einwendungen noch eine Reihe offener Fragen zu klären, die wahrscheinlich auch die Erstellung einer weiteren Tektur, also eine Änderung der Planung mit Anhörung der Betroffenen erforderlich machen werden", sagt Joachim Eckert, Pressesprecher der Landesdirektion. "Mit einem Abschluss des Verfahrens wird nicht vor Mitte des Jahres zu rechnen sein", sagt er weiter.

Ein Baustart für das Zwölf-Millionen-Euro-Projekt ist für 2014/15 versprochen. Für Döbelns Wirtschaft ist die Straße von großer Bedeutung. Auch die Unfallstatistik an der Gakendelle spricht deutlich dafür, das Straßenbauprojekt endlich umzusetzen. Die Ausbaustrecke ist fast drei Kilometer lang. Sie führt vom Kreisverkehr in Döbeln-Zschackwitz bis zur Anschlussstelle Döbeln-Ost der Autobahn 14. Auf Höhe Autoteile Unger soll eine Brücke entstehen, welche die beiden Gewerbegebiete Döbeln-Ost 1a und 1b verbindet. Hier zweigen neben den Gewerbegebietszufahrten auch die neuen Zufahrten nach Mochau und Oberranschütz ab. Den zehn Millionen Euro schweren Löwenanteil des Straßenbaus stemmt der Bund. Der Landkreis muss 500 000 Euro beisteuern, die Stadt Döbeln 225 000 Euro. Weil die Stadt dafür Fördergeld bekommt, muss sie letztlich 87 000 Euro tief ins Stadtsäckel greifen. Das hat der Stadtrat bereits abgesegnet (die DAZ berichtete).

Dirk Wurzel

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