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Döbeln Abriss der Ostrauer Eschke Mühle noch im September
Region Döbeln Abriss der Ostrauer Eschke Mühle noch im September
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23:06 05.09.2012
Einer der Entwürfe des Ingenieurbüros Ritter-Müller aus Leipzig zur Umgestaltung des Platzes an der Eschke Mühle. Architektonisch bedeutende Gebäudeteile bleiben stehen.

Matthias Ritter-Müller vom Leipziger Ingenieurbüro ließ die bevorzugte der zwei vorgestellten Varianten in den Entwurf der Platzgestaltung (siehe Bild) einfließen.

Angedacht war, den Abriss der ehemaligen Eschke Mühle an der Karl-Marx-Straße in der 39. Kalenderwoche zu starten. Zirka drei Wochen solle das dauern, gab Matthias Ritter-Müller vom Planungsbüro an. Den Auftrag für den Abbruch erhielt die Firma Sippel und Sohn aus Aue, die ebenfalls den Abriss des Seitenflügels der alten Grundschule vorgenommen hatte.

Die Firma unterbreitete mit 53 000 Euro das günstigste Angebot. Für den Abriss waren 70 000 Euro veranschlagt. "Was übrigbleibt, können wir nun zusätzlich in die Rekultivierung und Gestaltung des Platzes stecken", sagte Bürgermeister Dirk Schilling. Insgesamt koste das Vorhaben inklusive Neugestaltung als Dorfplatz mit Bepflanzungen und Sicherung der stehenbleibenden, historisch bedeutenden Gebäudeteile 140 000 Euro. Auf Anregung von Gemeinderätin Heike Grundmann versucht Ritter-Müller den Abbruch nun vorzuziehen. "Meines Erachtens kommen wir sonst mit den Nachfolgearbeiten in Zeitnot", so Grundmanns Argument. Darüber hinaus müssen die beantragten Fördergelder bis Ende des Jahres abgerechnet sein.

Beim Abriss, so Matthias Ritter-Müller, könnte es auch Überraschungen geben, denn man habe bei Ortsbegehungen nicht in alle Gebäudeteile schauen können. Einige Zugänge waren vermauert. Dort könnte noch zahlreicher Müll lagern, vermutet der Diplomingenieur. Interessant könnte es beispielsweise auch wegen eines möglichen Wasserlaufes der alten Jahna unterhalb der ehemaligen Mühle werden. Es gibt Überlegungen, diesen ans Tageslicht zu holen. Doch sei dies nach dem Abriss zeitnah und im Detail noch zu prüfen. Großen Wert legt der Entwurf auf die Erhaltung von interessanten Teilen vorhandener Bruchsteinmauern. Über die Entwurfsplanung stimmen die Gemeinderäte demnächst ab.

Drei weitere Gewerke für den Grundschulneubau in Ostrau wurden vergeben. Die Gemeinderäte gaben mehrheitlich grünes Licht für die Maßnahmen.

Den Zuschlag für den Bau der Heizung erhielt die Firma Heizungstechnik in Waldheim. Sie gab mit rund 90 789 Euro das preiswerteste Angebot ab. Die Kosten liegen weit unter der Kostenschätzung für den Fördermittelantrag von ursprünglich 128 708 Euro.

Die Sanitäranlage wird die Firma Sanitär- und Heizungstechnik Frankenberg SHF für 103 932 Euro bauen. Die Kosten laut Fördermittelantrag lagen bei 104 963 Euro.

Die Firma Klaus Bauer aus Döbeln erhielt den Zuschlag mit 171 960 Euro für die Elektrik. Die ursprünglich geschätzten Kosten lagen bei 235 092 Euro.

Natasha G. Allner

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