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Abschied aus Döbeln: Vikar Pohle tauscht Kirchgemeinde gegen Klosterleben

Christliche Kommune Abschied aus Döbeln: Vikar Pohle tauscht Kirchgemeinde gegen Klosterleben

Nach eineinhalb Jahren als Vikar in den Evangelischen Kirchgemeinden Döbeln und Technitz-Ziegra und einem halben Jahr pädagogisches Vikariat im Raum Roßwein wird Philipp Pohle am Sonntag beim Gemeindefest in der Döbelner St. Jacobikirche feierlich verabschiedet. Mit Frau und Kind will er für ein Jahr das Leben in einer klösterlichen Gemeinschaft ausprobieren.

Vikar Philipp Pohle nimmt nach zwei Jahren der praktischen Ausbildung zum Pfarrer Abschied von der Evangelischen Kirchgemeinde und der Region Döbeln.

Quelle: Sven Bartsch

Döbeln. Nur noch wenige Tage trennen Philipp Pohle von seinem 30. Geburtstag und von einem vollkommen neuen Lebensabschnitt. Nach eineinhalb Jahren als Vikar in der Evangelischen Kirchgemeinde Döbeln und einem halben Jahr pädagogisches Vikariat in Marbach, Gleisberg, Roßwein und Niederstriegis wird der 29-Jährige am Sonntag beim Gemeindefest in der Döbelner St. Jacobikirche feierlich verabschiedet.

Zwei Jahre lang hat der junge Mann nach seinem Theologiestudium in Leipzig und Jena im Vikariat die praktische Ausbildung zum Pfarrer absolviert. Er gab am Lessing-Gymnasium in siebenten und elften Klassen Religionsunterricht und arbeitete an der Seite der beiden Pfarrer in der Kirchgemeinde Döbeln und Technitz-Ziegra in der Seelsorge, vertrat die Kirchgemeinde im Willkommensbündnis bei der Betreuung von Flüchtlingen und war mit den Konfirmanden unterwegs. Am vergangenen Sonntag leitete er in Döbeln und Technitz zum Abschied ein letztes Mal die Gottesdienste.

„Die Zeit mit den Konfirmanden war sehr intensiv und gute. Auch die Arbeit mit den Flüchtlingen, mit den vielen Institutionen, den engagierten Mitstreitern von Stadt, Kirchgemeinden, dem Treibhausverein und den Sportvereinen war ganz toll. Von diesem für andere da sein, lebt unser Glaube“, sagt er. Überhaupt habe er in beiden Kirchgemeinden viel gelernt. Döbeln und Technitz-Ziegra seien tolle Gemeinden. Hier sei ein vielfältiges Gemeindeleben möglich. Auch die Hausbesuche bei Gemeindegliedern waren ihm wegen der vielen Gespräche sehr wertvoll. Selbst die Trauergespräche vor Beerdigungen werden ihm positiv in Erinnerung bleiben. „Ich habe nach solchen Trauergesprächen oft das Gefühl gehabt, dass sich etwas aufhellt, dass man fühlen konnte, wie Gott arbeitet“, beschreibt er das.

Der Weg zum Theologen war dem jungen Mann ein wenig vorbestimmt. In Leisnig geboren, wächst er in Marschwitz in einem sehr gläubigen Elternhaus auf. Der Vater ist in der Evangelischen Kirchgemeinde Polditz aktiv. Die Mutter ist in Leisnig in der Freikirche der Adventisten des siebenten Tages eingebunden. Hier empfängt Philipp Pohle auch seine Taufe. und lernt viel über Gemeindeleben und Glauben. Aber er spürt auch, dass das Glaubenselben in der Landeskirche freier in der Wegfindung ist. So entscheidet er sich für die Evangelische Gemeinde. Nach der Grundschule in Sitten und lernt er an der Außenstelle des Martin-Luther-Gymnasiums in Leisnig. Das Abitur absolviert er in Hartha. Danach seinen Zivildienst in Zschadrass. Bis 2009 studiert er Theologie in Leipzig. In dem Jahr heiratet er seine aus Fischendorf stammende Jugendliebe Anne. Sie studiert Lehramt in Erfurt und er wechselt der Liebe zum Theologiestudium nach Jena. Das Examen absolviert er in Leipzig.

Vor eineinhalb Jahren ist aus dem Ehepaar das Elternpaar Pohle geworden. Mit Sohnemann Joel wollen die beiden jetzt für eine Jahr in einer christlichen Kommune in einer größeren Gemeinschaft leben. Die kleine Plattenbauwohnung in Döbeln-Nord haben sie gekündigt, um sie gegen eine Art Klosterleben einzutauschen. Danach könnte sich Philipp Pohle vorstellen, vielleicht seine erste eigene Pfarrstelle anzutreten.

Von Thomas Sparrer

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