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Döbeln Abthaus gesichert, jetzt muss Geld her
Region Döbeln Abthaus gesichert, jetzt muss Geld her
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21:00 21.12.2016
Eine Bohle mit historischer Bemalung vom alten Abthaus des Klosters Buch. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Klosterbuch

„Das war kein Jahr wie jedes andere.“ Wie Heiner Stephan vom Förderverein Kloster Buch das sagt, klingt zum Teil Sorge an. Es sei ein Jahr der dringend notwendigen Stabilisierung des Vereins gewesen, so der Vorsitzende.

„Wir müssen uns weiter bemühen, dass der Bewirtschaftungserlös der ehemals zum Gut gehörenden landwirtschaftlichen Fläche der Erhaltung des Klosters zugute kommt“, steckt er ein für ihn herausragendes Vereinsziel für die nächsten Jahre ab. Die Stadt Leisnig konnte das Klosterareal zwar für eine symbolische Mark kaufen. Die Felder behielt allerdings das Land Sachsen. Könne der Verein am erwirtschafteten Erlös teil haben, würde dies nach Stephans Ansicht die finanzielle Situation um die Sanierung entspannen.

Dach dicht, alles andere total offen

Er schildert die Situation vom Dezember 2015: Das Dilemma um die Dachsanierung vom Abthaus wuchs sich zur maximalen Tragweite aus: Während der Handwerkerarbeiten zeigte sich, dass tragende Balken ihre Stützfunktion nicht mehr erfüllten. „Das Dach wir dicht. Aber die Situation ringsherum war total offen“, sagt der Vereisvorsitzende. Er spielt drauf an, dass der Sanierungsbedarf den Verein zu überfordern drohte.

Zum Jahresende zieht er eine positive Bilanz: Bei Institutionen wie dem Denkmalschutz oder Förderinstanzen sei das Abthaus in guten Händen. Zudem hätten persönliche Initiativen wie zuletzt vom Leisniger Wirtschaftsberater und Steuerprüfer Jochen Vogel Aufmerksamkeit und Geld auf die Sanierung gelenkt. Vogel bat zuletzt die Gäste seiner Geburtstagsfeier, Geld für die Abthaussanierung da zu lassen statt großer Geschenke oder Blumensträuße. „Das Ende der Fahnenstange haben wir noch nicht erreicht“, so Stephan.

Kloster benötigt weiter finanzielle Zuwendung

Sowohl die Abthausdecke und auch der Kuhstall bräuchten noch viel Zuwendung finanzieller Natur. Zuletzt sei die Vermessung des Abthauses mit Kosten von 16 000 Euro verbunden gewesen. Stephan: „Sie ist ungeheuer wichtig, erlauben die gewonnenen Daten doch unter anderem in Verbindung mit immer wieder zutage tretenden Befunden bisher unbekannte bauhistorische Rückschlüsse.“ Letztlich speise sich der Stolz des Vereinsvorstandes aus der Leistung der angestellten und auch ehrenamtlichen Mitarbeiter, so Stephan. „Was alle zusammen zum Beispiel für das Martinsgans-Essen leisten, das verdient meinen größten Respekt.“

Von Steffi Robak

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