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Döbeln Achtung Nichtschwimmer-Gefahr
Region Döbeln Achtung Nichtschwimmer-Gefahr
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00:19 23.08.2017
Tobias Klare gibt Start frei für Schwimmstaffel zum Döbelner Badfest. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln

Eine zunehmende Anzahl von Kindern kann nicht schwimmen. Im Döbelner Stadtbad stand das Thema im Mittelpunkt der Diskussion. Ein normales Badfest wollten die Verantwortlichen des Döbelner Stadtbades am Sonnabend nicht ausrichten. Es sollte Anlass sein für eine Botschaft. Die Verantwortlichen gingen in dieser auf die steigende Anzahl von Kindern, die nicht schwimmen können, ein. Dazu luden sie sich Gäste zur Podiumsdiskussion ein.

Seepferdchen nur der erste Schritt

Zu Gast war unter anderem Dr. Michael Wilhelm. Der Staatssekretär des Sächsischen Innenministeriums nannte aktuelle Zahlen. „500 Menschen sind dieses Jahr schon im Wasser umgekommen, weitere 1000 konnten gerettet werden. Das zeigt, wie wichtig die Schwimmfertigkeit ist.“ Vor allem für Kleinkinder sei es wichtig, dass sie schon vor dem Eintritt in die Grundschule erste Erfahrungen im Wasser sammeln. „Das Erlangen des Seepferdchens bedeutet nicht, dass man sich sicher im Wasser bewegen kann, aber es ist ein erster Schritt“, so Wilhelm. Im Döbelner Bad wurden am Sonnabend auch Seepferdchenkurse angeboten.

Schwimmenlernen gehört mit zur Erziehung

„ Döbeln hat mit einem Frei- und Hallenbad vorbildlichen Charakter“, so Wilhelm. Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU), früher selbst aktiver Wasserballer, will weiter die Möglichkeiten für den Schwimmunterricht gewährleisten. „Wir sind froh, dass wir als Stadt so ein tolles Bad haben. Die Beteiligung der Grundschulen bei uns ist gut.“ Dr. Wolfram Sperling vom Sächsischen Schwimmverband sagte, dass das Lernen des Schwimmens nur der Einstieg ist. „Aber es schafft viele Voraussetzungen für das eigene Leben und im Notfall auch, um Leben zu retten“, so der Präsident des Verbandes. Dem stimmte Michael Wilhelm zu. „Schwimmen ist essenzieller Bestandteil jeder Erziehung“, mahnte er.

Die Bademeister lassen Olympiasiegerin hinter sich

Nach Döbeln reiste am Sonnabend auch Petra Thümer-Rosenkranz. Die doppelte Olympiasiegerin (400 und 800 Meter Freistil) von 1976 in Montreal wirkte unter anderem bei einer Prominenten-Schwimmstaffel mit, zu der auch Michael Wilhelm gehörte. „Wenn ich gefragt werde, mache ich so etwas gerne noch mit“, sagte die frühere Weltklasse-Schwimmerin. Allerdings hat es in Döbeln mit ihrer Staffel am Sonnabend nicht zu Gold gereicht. Über viermal 50 Meter Freistil wurde sie Dritte, es gewann ein Team mit den Döbelner Schwimmmeistern. „Sie sind ja auch etwas jünger“, schmunzelte die 56-Jährige.

Zudem konnten die Besucher des Badfestes noch bei verschiedenen Wettbewerben teilnehmen. Die HSG Neudorf/Döbeln richtete zudem noch Beach-Handballturniere für Juniorenteams aus.

Von Robin Seidler

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