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Ärger in Leisnig: Miskus bestimmt den Termin vom Altstadtfest

Verfehlte Absprache Ärger in Leisnig: Miskus bestimmt den Termin vom Altstadtfest

Müssen sich die Leisniger vom Verein Mittelsächsischer Kultursommer vorschreiben lassen, wann sie ihr Burg- und Altstadtfest feiern? Anders als ursprünglich gedacht, wird das Fest 2017 erneut auf das letzte Augustwochenende verschoben. Ungehalten zeigte sich darüber Klaus-Dieter Reißmann. Er holt jedes Jahr die Standbetreiber in die Handwerkerstraße.

Das Leisniger Burg- und Altstadfest ist gerade vier Wochen her, da gibt es Streit wegen des nächsten: Akteure sind wegen der nun für dauerhaft erklärten Verschiebung auf das letzte August-Wochenende verärgert.

Quelle: Wolfgang Sens

Leisnig. Müssen sich die Leisniger das gefallen lassen? Jetzt bestimmt schon der Verein Mittelsächsischer Kultursommer, an welchem Termin sie ihr Burg- und Altstadtfest feiern dürfen. Der Eindruck kann leicht entstehen, denn: Anders als ursprünglich gedacht, soll die Verschiebung vom vorletzten auf das letzte Augustwochenende keine einmalige Sache gewesen sein. Ungehalten zeigte sich darüber Klaus-Dieter Reißmann. Das veranlasste ihn zur jüngsten Leisniger Stadtratssitzung zu einer Wortmeldung.

„All die Jahre hatten wir unser Fest am vorletzten Augustwochenende im Kalender stehen. Warum soll das jetzt nicht mehr gehen?“, wollte Reißmann wissen. Erst habe es geheißen, die diesjährige Terminverschiebung sei einmalig. Nun stellt sich heraus, auch 2017 solle wieder auf das letzte Wochenende ausgewichen werden – mit einschneidenden Folgen, wie Reißmann schildert. Von Handwerkern und weiteren Standbetreibern, welche die Handwerkerstraße mit Leben erfüllen, erreichten ihn für 2017 bereits vier Absagen mit der Begründjung: Am vorletzten Augustwochenende gerne, also so wie immer - jedoch nicht am letzten. Da seien sie für 2017 bereits verplant.

Standbetreiber für 2017 bereits abgesprungen

Um Reißmanns Ärger plausibel zu machen: Von allen Leuten, die rund um die Handwerkerstraße mitmischen wollen, manche nur mitreden und einige wenige dann auch etwas machen, ist es Klaus -Dieter Reißmann, der sich Jahr für Jahr um die Besetzung der Stände der Handwerkerstraße bemüht. Da sind Schausteller historischer Gewerke anzusprechen und für Leisnig zu engagieren - und das im Sommer, wo allerorts Feste gefeiert werden und derartige Anbieter es sich aussuchen können, wo sie präsent sein möchten. Um keine Zeit zu verlieren, versucht Reißmann bereits kurz nach dem Fest, Akteure für das nächste zu gewinnen und zu binden – selbstverständlich für das vorletzte Wochenende, so wie immer, denn von einer Dauerverschiebung auf das letzte Augustwochenende war nie die Rede – dachte Reißmann. Nur hatte sich wahrscheinlich die Absprache der erneuten Festverschiebung für 2017 nur noch nicht bis zu ihm herumgesprochen.

Bürgermeister: Miskus legte den Termin so fest

Abgemachte Sache muss das schon vorher gewesen sein – wie auch in der Ratssitzung deutlich wurde. So hätten andere Akteure wie beispielsweise von der Stiefelwacht signalisiert, auch im kommenden Jahr am letzten Augustwochenwende präsent sein zu können. Niemand habe sich beschwert, nur alleine Reißmann – um so ärgerlicher für ihn, wenn andere informiert werden, nur er nicht.

Bürgermeister Tobias Goth (Goth) informierte, der Verein Mittelsächsischer Kultursommer habe den Termin so festgelegt, weil Mitarbeiter wie Jörn Hänsel am vorletzten Augustwochenende bereits anderswo eingebunden seien. Außerdem falle auch das Dresdener Stadtfest auf das vorletzte Augustwochenende. Es sei ja nicht nötig, zum gleichen Zeitpunkt zu feiern. Inwieweit Leisnig und Dresden überhaupt in Konkurrenz um die Besuchergunst treten, wurde nicht ausdiskutiert. Klaus-Dieter Reißmann schloss jedenfalls mit den Worten: „Welche Folgen das alles haben wird, das erleben wir noch.“

Von Steffi Robak

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