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Döbeln Affenfrühstück an der Grundschule Leisnig
Region Döbeln Affenfrühstück an der Grundschule Leisnig
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18:52 06.11.2018
Jüngst in Leisnig: Affenfrühstück an der Grundschule. Quelle: Steffi Robak
Leisnig

Das gibt`s doch gar nicht. Turnen doch tatsächlich in Leisnig zwei Affen über den Schulhof der Leisniger Sigismund-Reschke-Grundschule. Zur Hofpause werden die Kinder von den großen pelzigen Figuren begrüßt. Die haben auch noch Bananen im Gepäck – was für eine Überraschung für die Kinder. Möglich wird das durch das Schulobstprogramm der Europäischen Union.

200 Gramm Obst pro Woche

Seit dem vergangenen Schuljahr beteiligt sich der Freistaat Sachsen an dem Programm, was bedeutet: Neben der Europäischen Union gibt auch der Freistaat Sachsen Geld dafür aus, damit jedes Kind in der Schule pro Woche 200 Gramm verzehrfertiges Obst bekommt, ohne dass die Eltern etwas dafür bezahlen müssen.

Manches noch nie gegessen

„Unsere Schüler finden das ganz toll und spannend“, sagt Schulleiterin Therese Bretschneider. „Sie lernen eine ganze Menge darüber, woher bestimmte Obstsorten kommen, die sie zuvor nicht kannten. Mancher lernt auf diese Weise Früchte kennen, die er vielleicht sonst nicht gegessen hätte.“

Kiwibeere und Melone hoch im Kurs

Die Schule habe sich für das Programm für dieses Schuljahr beworben, erläutert sie. Den Lieferanten wählt sich jede Einrichtung selbst unter jenen aus, die dafür zugelassen sind. An die Grundschule von Leisnig liefert der Rewe-Markt Leisnig und es wurde in extra Kühlschränke investiert, damit die Früchte frisch gelagert werden können. Zweimal wöchentlich, mittwochs und freitags, bekommen die Kinder etwas Frisches zum Naschen und auch zum Lernen. Kiwibeeren oder Melonen würden besonders gut ankommen, so die Schulleiterin.

Kita-Kinder ebenfalls schon versorgt

In der Umgebung von Leisnig ist das Programm bereits bekannt. Es erstreckt sich nicht allein auf Obst, sondern auch auf Milch. Die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätten in Polkenberg, Polditz und Zschoppach sind beziehungsweise waren auch schon Nutznießer dieses Förderprogramms der Europäischen Union.

Fertig zum Naschen für den Kindermund

In Leisnig liefert Alschers Markt das Obst verzehrsfertig an die Schule. Dann sind die Lehrkräfte gefragt, damit das gesunde Naschwerk zur Pause passgenau geschnitten den Kindermund erreicht. „Für uns war es wichtig, einen regionalen Lieferanten zu haben“, sagt die Schulleiterin.

Rewe-Markt als Lieferant dabei

Dass Alscher vom Rewe-Markt, also jemand von vor der Haustür, positiv auf die Anfrage reagierte, ist aus ihrer Sicht demnach ein Glücksfall. „Mich hatte zuvor schon die Leiterin vom Polditzer Kindergarten auf das EU-Programm aufmerksam gemacht und davon überzeugt, mit einzusteigen“, sagt Alscher. „Ich halte es für eine gute Sache.“

Flankierende Veranstaltungen gefragt

Einrichtungen, die am EU-Schulprogramm teilnehmen, sind verpflichtet, mindestens eine begleitende pädagogische Maßnahme pro Schuljahr für die Kinder anzubieten. Und das muss auch dokumentiert werden. In Leisnig muss Therese Bretschneider nicht lange überlegen, denn die Obstproduzenten können hier direkt auf ihren Plantagen bei ihrer Arbeit besucht werden. Zum Beispiel waren schon Grundschüler auf einer der Apfelplantagen der Obstland Dürrweitzschen AG zu Gast. Obstland-Äpfel werden auch in Leisnig verkauft, zum Beispiel im Hofladen der Obstland AG.

Von Steffi Robak

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