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Agrarland Lüttewitz: Feldtag mit dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Agrarland Lüttewitz: Feldtag mit dem Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Der kleine Versammlungsraum auf dem Gelände der Agrarland Lüttewitz war nur mäßig mit regionalen Landwirten gefüllt. Dabei referierte Wilfried Schliephake vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie nicht nur über die Optimierung von Stickstoffdüngung bei Winterraps, sondern ein dazugehöriger Feldversuch der Agrarland Lüttewitz wurde vorgestellt.

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Wilfried Schliephake (Landesamt), Mike Dohmas (Agrarland Lüttewitz) und Silke Peschke (Landesamt) auf dem Leschener Versuchsfeld: Raps per Stichprobe gemessen.

Quelle: nga

Leschen. Dieser zweite, außerplanmäßige Feldtag stand ganz unter dem Zeichen der "biomasseabhängigen Stickstoffdüngung bei Winterraps".

In seinem Vortrag gab Schliephake Hinweise zum bedarfsgerechten und umweltschonenden Düngereinsatz. Um eine bessere Effizienz des eingesetzten Stickstoffs zu erreichen, müsse die Stickstoffdüngung stärker auf das Ertragsvermögen des Standortes und an die jeweiligen Jahresbedingungen angepasst werden. Dazu wurden vom Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mehrjährige Versuche zur Ermittlung des Düngebedarfs in Sachsen durchgeführt.

Die Ergebnisse dieser Erhebung zeigten, dass die Bestimmung der Biomassemasse ein "solides und treffsicheres Verfahren zur Ermittlung der Stickstoffaufnahme homogener Rapsbestände" ist, erläutert Silke Peschke. Die Referentin des Landesamtes führt aus: "Bei der Beprobung vor Winter kann bei einem Kilogramm Frischmasse je Quadratmeter mit einer aufgenommenen Stickstoff-Menge von 50 Kilogramm pro Hektar gerechnet werden." Durch Einbeziehung dieser bereits im Rapsbestand vorhandenen Stickstoffmengen lasse sich der Düngebedarf genauer abschätzen. Peschke unterstützt den Beratungsring "Erosionsmindernde Landbewirtschaftung" mit Sitz in Döbeln, der auf Initiative von Landwirten im 1997 gegründet wurde und 34 Mitglieder zählt. Die Aufgabe des Vereins ist, die Verbreitung erosionsmindernder Formen der Landbewirtschaftung in Sachsen. "Das Ziel besteht darin, eine nachhaltige, umweltschonende Landbewirtschaftung zu sichern", so Silke Peschke. Der Verein organisiere Exkursionen, Praxistage, thematische Mitgliederversammlungen zu Fragen der konservierenden Bodenbearbeitung oder Feldtage. Der Leschener war einer davon.

Nach dem Vortrag Schliephakes und der Gesprächsrunde mit den anwesenden Landwirten fuhr der Tross mit weiteren Vertretern des Landesamtes auf das von Mike Dohmas (Agrarland Lüttewitz) und Peter Müller (Landesamt ) betreute Versuchsfeld. Die zirka 50 Hektar große Fläche wurde in je fünf Hektar umfassende Streifen unterteilt. Bei der Aussat am 29. August wurden 50 Körner pro Quadratmeter ausgebracht und mit 30 Kubikmetern Gülle pro Hektar gedüngt. Anfang November wurde auf den Versuchsflächen die Frischmasse des Winterrapses per Wiegeverfahren bestimmt. Die Werte der Vergleichsabschnitte lagen in etwa gleich.

Auch die neuerliche Demonstration vor Ort brachte ein solches Ergebnis. Auf dem gegüllten Abschnitt, als auch auf der so genannten Nullparzelle (ungedüngt), fanden sich in den Proben eines ausgelegten Viertelquadrates (Metallrahmen) je elf Pflanzen mit einem Gewicht um die 400 Gramm. Das Rapskraut wird dabei am Wurzelhals abgeschnitten. Schliephake erklärte die Werte mit "super Aufgängen in diesem Jahr" und der vorherigen organischen Düngung dieser Flächen.

N. G. Allner

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