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Alles klar für Hospizbau in Leisnig

Baustart Alles klar für Hospizbau in Leisnig

Das Baufeld wird derzeit beräumt, der Bauherr erwartet jeden Tag die Baugenehmigung, dann kann der Hospiz-Bau am Leisniger Hasenberg beginnen: Nachfragen zeigen: Schon jetzt ist der Bedarf für eine solche Einrichtung im ländlichen Raum da. Ob die Einrichtung in diesem Jahr noch bezugsfertig wird, ist allerdings noch offen.

Der Bauplatz wird derzeit beräumt. Im Frühjahr soll Baustart sein für das Leisniger Hospiz.

Quelle: Foto: Sven Bartsch

Leisnig. Bewegung am Leisniger Hasenberg: Mitarbeiter eines Garten- und Landschaftbaubetriebes bereiten das Gelände der früheren Stadtgärtnerei für den Bau des Hospizes Lebenszeit vor. Seit Montag sind sie am Werk, Birkenstämme wurden weg transportiert, Zweige gingen durch den Schredder. Nun weist ein Spannband am Tor darauf hin, dass in Kürze der Bau beginnen wird.

Reibungsloser Start in Aussicht

Bauherr Frank Lohse und seine Frau Alexandra waren aus diesem Anlass ebenso vor Ort wie Mitglieder der Vereinsspitze um dem späteren Hospizgeschäftsführer Mathias Kretschmer, dessen ebenfalls im Vorstand aktive Frau Bernadette sowie weitere Vereinsmitglieder. Neben den äußerlich sichtbaren Anzeichen, dass es ernst wird, arbeiten Vereins- beziehungsweise Vorstandsmitglieder daran, dass die gemeinnützige GmbH Lebenszeit mit dem Objekt einen reibungslosen Start hat.

Erfahrungsaustausch mit Leipzig

Dazu gehört, sich bei Betreibern anderer Einrichtungen zu orientieren und Erfahrungen einzuholen. Am Tag zuvor hatten die Leisniger die Hospiz-Einrichtung „Advena“ in Leipzig besucht. Seit mehreren Jahren in Betrieb, verfügt das Hospiz über Erfahrungen, die die Leisniger erst machen müssen. „Die Hospiz-Leitung bot uns den Erfahrungsaustausch an, sehen in der Leisniger Einrichtung keine Konkurrenz, ganz im Gegenteil“, sagt Bernadette Kretschmer. In der Leipziger Einrichtung habe man längst erkannt, dass eine Hospizeinrichtung auf dem Land dringend benötigt wird.

Wartelisten sind Normalität

Wer vom Lande kommt und sich auf das Sterben vorbereitet, möchte in den letzten Wochen oder Monaten seines Lebens nicht noch in eine Großstadt. „Auch Angehörige empfinden es als beschwerlich, wenn sie für einen Besuch bis in die Großstadt müssen. Auch Oederan, wo sich ebenfalls ein Hospiz befindet, ist von hier aus nicht der nächste Weg für jemanden, der sich in einer mental belastenden Situation befindet.“ In der Leipziger Einrichtung werden derzeit genau diese Erfahrungen gemacht: 20 Anfragen auf der Warteliste seien keine Seltenheit, wobei bei „Advenia“ Anfragen beispielsweise aus Wurzen oder Grimma vorliegen.

Nachfragedruck entspannen

Eine Einrichtung in der ländlichen Region zwischen den drei Großstädten würde diesen Nachfragedruck entlasten. Frank Lohse dazu: „Deshalb machen wir das hier: Weil ein Hospiz auf dem Land nachgewiesenermaßen gebraucht wird.“ Bernadette Kretschmer weiß zu berichten, dass auch bei den Lebenszeit-Verantwortlichen Anfragen nach Hospiz-Plätzen vorliegen. „Das ist schon berührend, wenn jemand zu uns sagt: Wenn es bei mir mal so weit ist, dann möchte ich zu euch kommen. Und im Grunde weiß man dann schon, dass für denjenigen die Zeit läuft.“

Fertigstellung verschiebt sich

Dennoch muss das Vorhaben alle Stationen durchlaufen wie jedes andere seiner Art auch: Der Bauherr erwartet jeden Tag den Positivbescheid für seinen Bauantrag. Da dieser noch nicht da ist, kann Lohse auch noch nichts zu einem konkreten Termin für einen ersten Spatenstich sagen. Ursprünglich war er schon einmal für den 1. März ins Auge gefasst, weil auf diesen Tag auch ein Firmenjubiläum fällt. Dennoch brauche alles seine Zeit, und wenn im April mit dem Bau begonnen werden könne, sei es ebenfalls in Ordnung. Der Fertigstellungstermin, ursprünglich für September avisiert, verschiebe sich dann ebenfalls nach hinten.

Von Steffi Robak

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