Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 15 ° Gewitter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Alles klar für nächste Handwerkerstraße

Altstadtfest Leisnig Alles klar für nächste Handwerkerstraße

Für die Handwerkerstraße zum Burg- und Altstadtfest sind noch nicht alle Aussteller im Boot – die Terminverschiebung aufs letzte Augustwochenende macht den Organisatoren von der Handwerkerstraße zu schaffen. Trotzdem ist ihr Elan ungebremst: Sie ziehen mit. Das Fest wird entgegen anderslautender Ideen nun doch mit einem Chorkonzert auf dem Kirchplatz eröffnet.

Die Chöre werden wieder auf dem Kirchplatz das Fest eröffnen.

Quelle: Sven Bartsch

Leisnig. Die Altstadtfestorganisatoren der Handwerkerstraßen tagen wieder – ein gutes Zeichen. Hatte es nach dem Fest im vergangenen Jahr doch eine gewisse Missstimmung gegeben wegen der erneuten Terminverschiebung auf das letzte Augustwochenende.

Da wurde bereits befürchtet, einige angestammte Organisatoren könnte das zum Hinschmeißen veranlassen. Aber nein: Am Donnerstag saß die rund zehn Frauen und Männer große Gruppe im Gasthaus zum Stiefel beisammen.

Eine der wichtigsten Positionen am Fest-Freitag ist geklärt: Die Chöre werden wieder auf dem Kirchplatz das Fest eröffnen, nicht, wie von der Stadtverwaltung angedacht, auf dem Burglehn. Die Gastronomen, die um den Kirchplatz zum Fest vertreten sind, haben sich dafür eingesetzt und wollen zumindest für dieses Jahr auch finanziell dafür einstehen.

Senioren wollen nicht bis ans Burglehn

Christbert Steude begründet: „Die Signale der älteren Leisniger uns gegenüber bestärken uns, am Kirchplatz für das Freitagskonzert festzuhalten. Das zumeist ältere Publikum möchte nicht bis hinunter in die Altstadt laufen und auch abends nicht den steilen Anstieg vor sich haben. Das ist wegen der Steigung und auch wegen des Altstadtpflasters zu beschwerlich für sie.“

Die Mitstreiter der Handwerkerstraße nehmen der Stadt ein Stück ihrer finanziellen Last für die Abendveranstaltung ab. Darauf habe man sich bei einer Zusammenkunft im Rathaus geeinigt. Friede, Freude, Eierkuchen ist trotzdem noch lange nicht alles. Claus-Dieter Andrä findet klare Worte: „Immer wird uns von den Stadtvertretern gesagt, es sei kein Geld da. Das Altstadtfest müsse verkleinert werden. Ich kann das schon nicht mehr hören. So geht das nicht weiter. Die Leute von der Handwerkerstraße arbeiten Stunde um Stunde ehrenamtlich. Da macht uns das wirklich Sorgen, wenn die Stadt mit dem Argument Geld versucht, sich mehr und mehr rauszuhalten.“

Badestube kommt, aber zum Beispiel kein Seiler

Aus Andräs Sicht werde die Arbeit der ehrenamtlich am Fest Mitwirkenden insgesamt von der Stadtverwaltung zu wenig anerkannt. So rechnet Dieter Reißmann beispielhaft die mindestens 50 Stunden Arbeitszeit mehrerer Mitstreiter für Holzarbeiten an den Handwerkerständen vom vergangenen Jahr vor.

Um so mehr ärgert Männer wie Reißmann die Terminverschiebung aufs letzte Augustwochenende – als offenes Ärgernis haben es die Handwerkerstraßenleute ad acta gelegt, sagt Renate Simon. „Es muss insgesamt weiter gehen.“ Für Reißmann, der die Händler und Aussteller zusammenholt, ist es ein ernstes Problem. Eine Badestube werde es fürs diesjährige Altstadtfest wohl wieder geben, aber keine Seilerei. Ihm sind wegen des verlegten Termins viele Händler abgesprungen, auf die er fest zählte.

Nicht jammern, sondern dabei sein

„Beim Bürgermeister habe ich das angesprochen“, sagt Reißmann. Doch es sei heute nicht mehr nachvollziehbar, wer die Verschiebung veranlasste. Das Gefühl, das könnte der Verein Mittelsächsischer Kultursommer als wohlgemerkt bezahlter Dienstleister fürs Fest initiiert haben, sorgte für Missstimmung. Trotzdem ist der Enthusiasmus der Handwerkerstraßen-Akteure ungebremst, nach dem Motto „Wir jammern nicht, wir sind dabei“. Dachdecker Benedix kümmert sich um das historische Kinderkarussell für den Vorplatz des Mirus-parks. Die Rohlinge für die Münzen sind beim Graveur bestellt, und das Motiv steht auch schon fest. „Es muss wie üblich bis zuletzt geheim bleiben,“ sagt Ullrich Voigtländer augenzwinkernd.

Von Steffi Robak

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Döbeln

Was beschäftigt die Menschen in den kleinen Orten zwischen Döbeln, Waldheim und Hartha? Wir besuchen jene kleinen Dörfer, denen normalerweise wenig Beachtung geschenkt wird, geben einen Einblick in die Geschichte des Ortes und sprechen mit den Bewohnern über früher und heute. mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lädt vom 20. Juli bis 16. August 2017 zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz. Alle Infos zum Programm und Ticketverkauf... mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

14.08.2017 - 08:12 Uhr

Coach Dierk Kupfer vom Nordsachsenligisten äußert sich im Interview über die Ziele in der bevorstehenden Saison, den kleinen Kader und ungewöhnliche Methoden. Zum Kreisoberliga-Auftakt steht am Samstag gleich das brisante Derby gegen Wacker Dahlen auf dem Programm.

mehr