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Alles neu macht der April in der Museumsschmiede Littdorf

Saisonauftakt Alles neu macht der April in der Museumsschmiede Littdorf

Alles neu macht im Littdorfer Museum zur Heimatgeschichte nicht der Mai sondern der April: Am Sonnabend feierten die Mitglieder des Heimatvereins Niederstriegis die Saisoneröffnung und der Vorsitzende Andreas Klößer hatte den Besuchern wieder einige Neuerungen zu zeigen.

An der Kniehebelstrohpress Vereinsmitglied Klaus Großmann (l.) und Andreas Klößer

Quelle: Sebastian Fink

Littdorf. Alles neu macht im Littdorfer Museum zur Heimatgeschichte nicht der Mai sondern der April: Am Sonnabend feierten die Mitglieder des Heimatvereins Niederstriegis die Saisoneröffnung und der Vorsitzende Andreas Klößer hatte den Besuchern wieder einige Neuerungen zu zeigen. Von außen schnell sichtbar: Eine große Fichte weniger steht im Vorgarten des Haupthauses. „Da herrschte schon im vorigen Jahr Unfallgefahr für den Fußweg. Da hatte uns schon die Roßweiner Feuerwehr geholfen und Äste abgesägt. Vor drei Wochen haben wir sie dann bis auf den Baumstumpf heruntergesägt und gleich eine Maschine darauf ausgestellt“, berichtete der 61-Jährige.

In den vergangenen drei Wochen haben sich die 15 Vereinsmitglieder mächtig ins zeug gelegt, um den Winterstaub aus den Räumen im Wohnhaus und der gegenüberliegenden Scheune zu bekommen. Doch auch vor der Winterpause waren sie nicht untätig: Der Stall am Hauptgebäude, in dem einst zwei Pferde untergebracht waren, ist seit dem herbst wieder vollständig hergerichtet. Das war gar nicht so einfach, denn die linke von drei Gewölbedecken war komplett eingestürzt. „Da waren nur noch die Bodendielen von oben drüber“, sagte Klaus Grünert, der an der Wiederherstellung der Decke maßgeblich mit gearbeitet hatte. Die Arbeit erwies sich als äußerst mühselig, da um den Rundbogen wieder zu erhalten, per Schablone jeweils nur eine Reihe Ziegel gesetzt werden konnte. War diese getrocknet, konnte es erst am nächsten tag weitergehen. 14 Tage dauerte es allein, bis die Decke wieder dicht war. Schön verputzt passt sie nun gut zu den frisch gekalkten Wänden. Allerlei Utensilien wie Halfter für Pferde und Ochsen runden das Bild ab.

Beim Schritt zurück nach draußen fielen auch einige neue Pflüge und andere Ackergeräte draußen im Vorgarten auf. „Wir haben damit Platz in der Scheune geschaffen für Besucher. Wir können jetzt aber keine weiteren Großgeräte mehr aufnehmen“, betonte Andreas Klößer. Das gelte auch für bestimmte Zimmereinrichtungen.

Gesucht werden dagegen ein bis zwei alte Schulbänke für das Klassenzimmer im ersten Obergeschoss des früheren Wohnhauses. Denn es gibt einen kleinen Ringtausch im gesamten Museum. „Wir schaffen Platz im zweiten Obergeschoss für den Radio- und Fernsehraum“, sagte Klößer. Die vielen Geräte werden samt Fotoapparaten und Entwicklern nach oben verfrachtet, so dass dort Platz für noch mehr Elektronik aus alter Zeit entsteht. Die Nähmaschinen, die derzeit im Klassenraum Platz wegnehmen, wandern dafür in den jetzigen Radioraum.

Zudem sollen alle Werkezeuge von Tischlern und Schustern in das Obergeschoss der Scheune geräumt werden. Hier richten die Mitglieder eine Tischlerei und Schuhmacherei ein. Dahinter ist sogar noch Platz für eine Fahrradausstellung. Wer also Fahrräder aus DDR-Zeiten oder älter sowie Schulbänke abzugeben hat, kann sich bei Andreas Klößer melden unter 0176/70778338. Der nächste Öffnungstag wird der 13. Mai, 14 bis 17 Uhr.

Von Sebastian Fink

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