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Alpakafarm in Hartha: Kuschelige Kleinkamele mit sozialer Ader

Alpakazucht Alpakafarm in Hartha: Kuschelige Kleinkamele mit sozialer Ader

Die Alpakafarm von Jens Sachse in Hartha gibt es nun schon einige Jahre. Die Faszination, die seine Alpakas auf ihn ausüben, hat nicht nachgelassen. Ein Besuch bei 21 wuscheligen Vierbeinern.

Tiere mit Fluchtinstinkt: nur mit Futter kann Jens Sachse seine Alpakas aus der Reserve locken.

Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Jens Sachse raschelt mit dem Futter. Langsam tasten sich die Tiere heran. So richtig wollen sie noch nicht. Eines traut sich, die anderen ziehen nach. Die scheuen Alpakas sind nur mit Futter aus der Reserve zu locken. Neugierig sind sie, aber gleichzeitig auch etwas schüchtern.

Die Alpakafarm von Sachse gibt es nun schon einige Jahre, im April 2009 startete er mit zwei Stuten. Mittlerweile hat er 21 Alpakas, die Zahl variiert, da auch jedes Jahr Tiere verkauft werden. Gemeinsam mit seinem Sohn Tommy kümmert er sich um die wuscheligen Kleinkamele. Alpakas sind eine sehr alte Tierart, sie gehören zu den Neuweltkameliden. Schon die Inkas züchteten die Tiere vor 6000 Jahren wegen der wertvollen Wolle.

24 verschiedene Farben

„Alpakavlies ist sehr hochwertig, vergleichbar mit Kaschmir“, sagt Sachse. Einmal im Jahr werden die Tiere geschoren, die Wolle wird danach zur Reinigung und Verarbeitung an eine Wollmühle geschickt. Sachse verkauft die Rohwolle und daraus hergestellte Produkte. „Die Alpakafaser ist eine Hohlfaser und wirkt dadurch wie eine Klimaanlage. Sie kühlt und wärmt zugleich, je nach Bedarf“, erzählt Sachse und schaut nach den Tieren. Die Wolle besäße kein Wollfett und sei besonders für Allergiker geeignet: „Sie kratzt kein bisschen. Schafwolle ist damit überhaupt nicht zu vergleichen“. Sein Anspruch ist eine hohe Qualität, in verschiedenen Farben: „Es gibt Alpakas in 24 verschiedenen Naturfarben – von weiß, über hellbraun bis tiefschwarz“. Neben der Wollprodukte bietet er die Tiere zum Verkauf an. Sachse geht auch regelmäßig zu Alpakashows, um seine Tiere zu präsentieren. „Dafür müssen sie halfterführig gemacht werden. Das geht aber recht schnell.“

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Die Alpakafarm von Jens Sachse in Hartha gibt es nun schon einige Jahre. Die Faszination, die seine Alpakas auf ihn ausüben, hat nicht nachgelassen. Ein Besuch bei 21 wuscheligen Vierbeinern.

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An seinen Alpakas mag der Besitzer vor allem das Wesen: „Sie sind in ihrer Herde sehr sozial, äußerst aufmerksam und neugierig“. Allerdings seien die Tiere nur eingeschränkt zutraulich. Deshalb sind Alpakas keine Kuscheltiere, auch wenn sie wunderbar kuschelig aussehen. Die Besonderheit bei Alpakas ist außerdem die Kommunikation innerhalb der Herde : „Die Tiere äußern sich ausschließlich durch leise Summlaute. Gegenüber Schafen ein großer Vorteil. Sie stören die angrenzende Nachbarschaft nicht“, erwähnt der Farmbesitzer.

Pflegeleicht sind die Tiere allemal. Sie ernähren sich ganzjährig von Gras und Heu, nur trächtige Stuten bekommen eine kleine Menge Kraftfutter, weil sie für die Milchproduktion mehr Energie benötigen.

Ursprung der Alpakas

Ursprünglich stammen Alpakas aus den Anden in Südamerika und leben in 4000 Metern Höhe. „Sie haben sich an die mitteleuropäischen Bedingungen gut angepasst“, sagt der Besitzer.

Jens Sachse ist es wichtig, dass Alpakas nie allein gehalten werden, da sie sonst vereinsamen. Auch mit anderen Arten sollten sie nicht gehalten werden, da das Verhalten nicht zusammenpassen würde.

Dass Alpakas spucken, kommt nur selten vor. Wenn sie spucken, dann nur untereinander – vor allem bei Futterneid. „Dann wird auch mal getreten“, sagt Sachse.

Von Maria Sandig

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