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Alte Post in Klosterbuch kommt weg

Abriss Alte Post in Klosterbuch kommt weg

Zehn Jahre gab es Hoffnung. Nun ist es Gewissheit: Die alte Post in Klosterbuch, zusammen mit dem Bahnhof ein denkmalgeschütztes Ensemble, ist nun doch der Abrissbirne geweiht. Am Montag rückt der Bagger an. Im Zusammenhang mit der Arbeit des Vereins Be-Greifen hätte es eine Perspektive für das Haus gegeben. Doch dies hat sich zerschlagen.

Das letzte Stündlein hat geschlagen für das alte Postgebäude in Klosterbuch. Ab Montag wird dort der Bagger anrücken. Die Straße bleibt befahrbar. Autofahrer sollten an dieser Stelle die Geschwindigkeit drosseln.

Quelle: Steffi Robak

Klosterbuch. Die alte Post, gegenüber vom Bahnhof in Klosterbuch, hat keine Zukunft mehr: Am Montag beginnt der Abriss. Auf eine Vollsperrung der Straße wird verzichtet. Jedoch werden die Autofahrer gebeten, langsam zu fahren. Es sind Warnbaken aufgestellt. Doch es wird eng zugehen bei dem Abriss. Zwischen dem Gebäude und der angrenzenden Straße ist nicht einmal ein Meter Platz.

Damit ist das Schicksal des mehr als hundert Jahre alten Gebäudes besiegelt. Zusammen mit dem Bahnhofsgebäude gegenüber bildete die Post ein denkmalgeschütztes Ensemble. Als die Post vor etwa zehn Jahren den Eigentümer wechselte, von Michael Unger veräußert wurde an den in Klosterbuch ansässigen Verein Be-Greifen, schien sich eine Perspektive zu eröffnen.

Aus früherem Projekt verabschiedet

Ebenso wie der Bahnhof sollte die Post als Unterbringung dienen für Menschen, die nach Alkohol- beziehungsweise Drogensucht einen Neuanfang wagen möchten und dafür einen Wohnort und menschliche Begleitung benötigten, die sie bei den ersten Schritten auf ihrem neuen Lebensweg bestärkt.

Der Verein Be-Greifen hat dieses Ziel in seinen Statuten festgeschrieben, bot unter anderem in dem Bahnhofsgebäude Unterkunftsmöglichkeiten an. Aus diesem Projekt zog sich der Verein jedoch zurück. Das hängt zusammen mit dem Projekt „Zwischenstopp“, welches sich vor etwa zwei Jahren auf dem Hof Bockelwitz Nummer 3 etabliert hat. Das Klinikum Hochweitzschen bietet dort zusammen mit dem Diakonischen Werk genau das an, was der Verein Be-Greifen zuvor bereits jahrelang in Klosterbuch praktizierte.

Elsbeth Pohl-Roux vom Verein Be-Greifen sagt dazu: „Zwei Einrichtungen auf so engem Raum für die selbe Personengruppe, das macht keinen Sinn. Deshalb haben wir uns zurück gezogen.“

Erinnerungsort bleibt erhalten

In Klosterbuch wird der Bahnhof weiter zu Wohnzwecken genutzt, wobei der Verein als Vermieter auftritt. Am Gebäude werden derzeit Sanierungsarbeiten vorgenommen. Zu den Kosten vom Abrissprojekt der alten Post will Elsbeth Pohl keine Angaben machen. Gefördert werden sie zu 75 Prozent aus Mitteln des Leader-Förderprogramms. Ganz soll die Stelle nicht aus dem öffentlichen Gedächtnis verschwinden. Ein gemauerter Backsteinbogen mit einem Zierstein und eine Erinnerungstafel sollen an den Standort der Post erinnern.

Von steffi Robak

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