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Döbeln Alte Stützmauer an der Zschopau ist fast abgerissen – Neubau startet Mitte April
Region Döbeln Alte Stützmauer an der Zschopau ist fast abgerissen – Neubau startet Mitte April
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17:32 06.04.2016
Auf das grüne Licht müssen seit kurzem die Autofahrer auf der S 32 im Mortel warten, seitdem dort das Landesstraßenamt eine Stützmauer sanieren lässt. Quelle: Dirk Wurzel
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Waldheim

Die Bauampeln auf der Kriebsteiner Straße haben seit Montag zwei Schwestern. Die stehen auf der Staatsstraße 36 kurz hinter Wärmetechnik-Rudolph im Mortel. Sie regeln den Verkehr, weil das Landesamt für Straßenbau- und Verkehr seit Montag eine Stützmauer an der Staatsstraße sanieren lässt. Bis Ende Mai sollen die Arbeiten an dieser 23 Meter langen Mauer dauern und etwa 150 000 Euro kosten. Ein Klacks, im Vergleich zur anderen Waldheimer Straßenbaustelle, die wesentlich umfangreicher und mit über vier Millionen Euro Baukosten auch deutlich teuerer ist.

Der Bau der etwa 600 Meter langen Stützmauer der Staatsstraße 32 nach Kriebethal bringt voraussichtlich noch bis 2017 Einschränkungen für die Kraftfahrer, die an Bauampeln warten müssen. Vor dem Wiederaufbau ist aber erstmal Abriss angesagt. „Im ersten Bauabschnitt entlang des Mühlgrabens bis zur Brücke Oberwerder wurde die Stützwand bereits komplett abgebrochen, im zweiten Bauabschnitt Brücke Oberwerder bis Ortsausgang und sich daran anschließenden dritten Bauabschnitt in Richtung Kriebethal ist der Abbruch etwa zur Hälfte bereits erfolgt. Die Sicherungs- und Abbrucharbeiten werden voraussichtlich Ende August 2016 abgeschlossen sein“, teilt Isabel Siebert, Pressesprecherin des Lasuv, auf Nachfrage der Döbelner Allgemeinen Zeitung mit. Um ordentlich an die Mauer heranzukommen, haben die Arbeiter eine massive Zufahrt über die Böschung und eine Fahrstraße entlang der Zschopau angelegt. Damit der Hang und die Straße nicht in den Fluss rutschen, wenn die Stützmauer gefallen ist, hat eine Spezialfirma tiefe Löcher gebohrt, darin starke Doppel-T-Träger versenkt und die Löcher mit Beton ausgegossen. Diese Bohrpfähle übernehmen nun die statische Funktion der fast komplett weggerissenen Stützmauer.

Demnächst rücken die Verschalungsspezialisten und Eisenflechter an, stellen eine Schalung für den Beton auf und bringen die Bewehrung ein. Und zwar dort, wo die alte Bruchsteinmauer bereits weggerissen ist. „Die neue Stützwand wird in Ortbetonbauweise hergestellt. Die Betonarbeiten beginnen im ersten Bauabschnitt in der zweiten Aprilhälfte und enden im dritten Bauabschnitt voraussichtlich im November 2016“, sagt Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert. Im ersten Bauabschnitt ruht die Stützwand auf Bohrpfählen, die rund fünf Meter tief in den Boden reichen. Im zweiten und dritten Abschnitt bekommt die Mauer laut Isabel Siebert flache Fundamente. Zwar ist die Kriebsteiner Straße währen der Bauzeit halbseitig frei, auch, damit die Papierlaster in die Kriebethaler Fabriken kommen. Aber auch künftig kann es sein, dass die Straße mal voll gesperrt ist. Das war zuletzt so, als die Bohrfirma mit schwerem Gerät die Löcher für die Bohrpfähle in die Tiefe getrieben hatte. „Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten und unter Beachtung der allgemeinen Sicherheitsvorschriften werden weitere Vollsperrungen erforderlich. Die entsprechende Umleitungsführung wird mit der zuständigen Verkehrsbehörde abgestimmt“, informiert Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert.

Die Umleitung führte bisher von Waldheim über die Staatsstraße 36 nach Massanei, Reichenbach, über die K 8215 Grünlichtenberg und in Ehrenberg wieder auf die S 32, die jetzt selbst eine Baustelle hat, an der eine Ampel den Verkehr regelt.

Von Dirk Wurzel

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