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Döbeln Alter Güterbahnhof wird neu besiedelt
Region Döbeln Alter Güterbahnhof wird neu besiedelt
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20:13 12.09.2018
Ein Bauschuttcontainer steht auf dem neu befestigten Gelände am ehemaligen Güterverteilzentrum in der Oststraße. Es entsteht ein Mehrfamilienhaus. Quelle: Foto: S. Bartsch
Döbeln

Das Areal des ehemaligen Güterbahnhofes und des Güterverteilzentrums an der Oststraße entwickelt sich derzeit zu einem innerstädtischen Kleingewerbe- und Wohnstandort. Mit dem Neubau der Glaserei Bertl fing die Neubesiedlung des Gebietes an. Zwischenzeitlich ist hier der neue Firmensitz des Bestattungshauses Illgen entstanden. Ein Einfamilienhaus ist im Bau und auch am ehemaligen Güterverteilzentrum wird gebaut.

Döbelns Baudezernent Thomas Hanns ist mit dieser Entwicklung recht zufrieden. „Die Deutsche Bahn hat das Gelände an private Interessenten verkauft. Wir als Stadt Döbeln haben die Güterladestraße von der Bahn übernommen. Wir haben das Gebiet als Wohnmischgebiet und als Gebiet für Handwerker und Gewerbetreibende mit so genanntem nichtstörenden Gewerbe ausgewiesen“, so der Baudezernent.

Noch liegen zwischen den neu bebauten Grundstücken wilde Grünstreifen und abgelagerte Betonschwellen. Die Gleise hat die Bahn noch selbst abgebaut. Die Bauherren haben auf ihrem Gelände auch hier und da mit größeren Mengen an Betonschwellen zu tun. Das beschäftigt auch die Stadtverwaltung immer mal wieder. Ein Anwohner aus der Oststraße hatte vor etwa eineinhalb Jahren im Bauamt angezeigt, dass einer der Bauherren seinen Betonbauschutt auf einem der dortigen Grundstücke verscharrt haben soll. Erst vor einigen Tagen beschwerte sich der 63-jährige Mann erneut, diesmal direkt beim Bürgermeister, weil seiner Anzeige nicht nachgegangen worden sei.

„Das stimmt so nicht. Wir haben das Anliegen schon damals an das zuständige Umweltamt beim Landratsamt zur Prüfung weiter geleitet.“ Hanns geht davon aus, dass der Sachverhalt geprüft wurde und kein Fehlverhalten vorliegt. Beim Landratsamt Mittelsachsen konnte Pressesprecher André Kaiser gestern zu der schon einige Zeit zurückliegenden Anzeige beim Umweltamt nichts herausfinden. „Die Kollegen arbeiten die Information zeitnah zu“, so Kaiser.

Roland Bauer von der gleichnamigen Döbelner Bauschlosserei arbeitet gerade auf dem betroffenen Grundstück. Bauherr ist sein Bruder Robert. „Wir bauen hier schon seit drei Jahren in jeder freien Minute. Wir haben das ehemalige Güterverteilzentrum samt 7 500 Quadratmeter Grundstück gekauft“, sagt der Inhaber der Bauschlosserei. Das große Gebäude wurde entkernt. Das mit Beton großflächig versiegelte Gelände wurde aufgebrochen. Vom ehemaligen Güterverteilzentrum bleiben ein Mehrfamilienhaus und ein Einfamilienhaus, das Rolands Bruder bewohnt. Die drei Wohnungen, die entstehen, sind bereits vermietet. Das ehemals befestigte Gelände wird zu Gärten für die Mieter renaturiert. „Den zerkleinerten Beton haben wir auf unserem Gelände zwischengelagert und später teilweise als Unterbau für die befestigten Parkplätze auf unserem Grundstück wieder eingebaut. Das ist weder illegal noch Umweltsünde. Das ist Recycling, wie es auch im Straßenbau üblich ist“, sagt Roland Bauer.

Er findet es schade, dass es in der Nachbarschaft jemanden gibt, der sich über sie beschwert, ohne mal das Gespräch zu suchen. „Wir hätten ihm gern unsere Pläne erklärt und die Vorwürfe wären wahrscheinlich vom Tisch. Wir sind in der Straße aufgewachsen und wohnen hier. Wir sind doch an guter Nachbarschaft interessiert.“

Von Thomas Sparrer

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