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Döbeln Alter Mühlgraben gesichert
Region Döbeln Alter Mühlgraben gesichert
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23:34 16.06.2014

Von Thomas Sparrer

Zu dieser Einschätzung kommt Roland Werner, Staatssekretär im Sächsischen Wirtschaftsministerium. Vergangene Woche brachte er einen weiteren Förderbescheid über rund 230 000 Euro für Arbeiten am alten Mühlgraben im Bereich Zwingergässchen/Zwingerstraße mit nach Döbeln. Die Arbeiten sind bereits im vergangenen Sommer, unmittelbar nach der Flut abgeschlossen worden. Die Stadt Döbeln hatte das Geld aus der Rücklage vorgeschossen. "Die Sache konnte nicht liegen bleiben. Wir hätten sonst mit statischen Problemen an den Häusern des Viertels rechnen müssen", sagt Döbeln Baudezernent Thomas Hanns. Die Flut vom Juni 2013 hatte in dem Bereich den alten, mit den Häusern überbauten Mühlgraben frei gespült. Die Firma Baulogistik Döbeln erhielt kurz nach der Flut den Auftrag den alten Mühlgraben, dessen Mundloch sich am Schlossberg befindet, und der unter den Häusern weiter bis zum Busbahnhof verläuft, zu sichern und zu verfüllen. Zuvor wurde das von einigen Häusern noch in den Mühlgraben eingeleitete Oberflächenwasser ins öffentliche Kanalnetz eingebunden.

Schwer betroffen war vor einem Jahr das Haus der Familie Winkler/Kaupke in der Zwingerstraße 19, das dem Schlossbergwehr am nächsten liegt. Die Töchter brachten ihre über 70-jährigen Eltern zeitweise im betreuten Wohnen unter. Denn die Senioren wohnten im Haus der Kinder im Erdgeschoss und davon ließ die Flut nicht viel übrig. Die Familien hatten das Hab und Gut der Eltern hochgestellt, um es zu sichern. Doch die Wassermassen fegten mit solcher Wucht durch das Erdgeschoss des Hauses, dass es für den gesamten Hausrat keine Rettung gab. Einem Aufruf über den Facebook-Auftritt der DAZ und per Radio waren viele Helfer ins Viertel unterhalb des Schlossberges gefolgt. Lehrerinnen der Förderschule auf dem Schlossberg waren mit ihren Männern und weiteren Helfern gekommen.

Am Wochenende feierte das Viertel ein Fluthelfer-Dankeschön- und Straßenfest. Auch wenn sich die Fluterinnerungen eingebrannt haben, ist wieder Alltag und Idylle eingekehrt. "Und es ist ein Zusammenhalt entstanden, den wir uns erhalten wollen", sagt Anwohner Sylvio Kolb, der das kleine Fest zum zweiten Mal mit auf die Beine gestellt hat.

Döbeln. Zum elften Mal tourt der DAK-Städtewettkampf mit seinen Ergometern durch den Freistaat. Das Motto lautet: "In die Pedale, fertig los". Erstmals ist der Wettkampf am Sonntagnachmittag startet auf dem Niedermarkt in das Döbelner Stadtfestprogramm integriert. Vor der Volksbank wird um 14 Uhr losgeradelt.

Döbeln ist dieses Mal die fünfte Stadt der Tour durch den Freistaat. Insgesamt nehmen zehn Städte noch bis September 2014 am Wettkampf um den Titel "Fitteste Stadt in Sachsen" teil. Für Döbeln gilt es, das Ergebnis aus den Vorjahren zu halten oder zu verbessern. 2013 fiel der Städtewettkampf in Döbeln der Flut zum Opfer. Beim letzten Wettradeln 2012 belegte Döbeln einen 8. Platz. Michael Thürer vom Sport- und Kulturamt der Stadt Döbeln ist sich sicher: "Die Döbelner werden sich als kämpferisch und fit erweisen. Die Gesundheitsaktion setzt ein Zeichen für mehr Bewegung und Sport ohne erhobenen Zeigefinger." Die Wettkampfregeln sind einfach: Bei der Gesundheitsaktion starten in jeder Stadt 60 Teilnehmer, für je zwei Minuten auf einem baugleichen Ergometer. Auch auf Kinder und Jugendliche ist der Städtewettkampf ausgerichtet. Kinder unter sechs Jahren erhalten einen Bonus auf einem Kinderfahrrad und werden vom DAK-Maskottchen Max begleitet. Gewonnen hat die Stadt, welche die meisten Kilometer geradelt hat.

"Der Wettbewerb hat auch einen ernsten Hintergrund", erklärt Christian Baier, Leiter der DAK-Gesundheit in Döbeln: "Im Bundesvergleich liegt der Krankenstand in den ostdeutschen Ländern seit Jahren deutlich höher. Der öffentliche Wettkampf auf dem Ergometer ist erlebbare Prävention. Wir setzen bewusst ein Zeichen für mehr Bewegung und vor allem für Eigeninitiative. Wir hoffen am Sonntag auf viele Familien mit Kindern."

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