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Döbeln Alternative für die letzte Ruhe in Großweitzschen und Mockritz
Region Döbeln Alternative für die letzte Ruhe in Großweitzschen und Mockritz
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00:16 18.07.2017
Friedhofsgärtner Sebastian Markert und Pfarrerin Maria Beyer am neu eingerichteten Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof in Großweitzschen. Quelle: Sven Bartsch
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Grossweitzschen/Mockritz

Dem Wunsch nach Gemeinschaftsgräbern auf den Friedhöfen in Großweitzschen und Mockritz ist die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Hartha nun nachgekommen. Wie Pfarrerin Maria Beyer erklärt, sei die Nachfrage bisher nicht da gewesen, doch das ändere sich mittlerweile. „Die Möglichkeit, ein Gemeinschaftsgrab zu nutzen, gab es bisher meist nur auf den größeren Stadtfriedhöfen. Wir haben lange Zeit gezögert, auch weil wir nicht die große Anzahl an Bestattungen haben.“

Seit Juni gibt es diese Alternative auf dem Friedhof in Großweitzschen. Das dortige Gemeinschaftsgrab wurde von Friedhofsgärtner Sebastian Markert, der sonst vor allem in Hartha tätig ist, errichtet. Es befindet sich am Haupteingang, linker Hand. Platz bietet das Grab für sechs Urnen. „Eine gewisse Mindestgröße musste das Grab schon haben, sonst wäre es kein Gemeinschaftsgrab mehr gewesen“, weiß die Pfarrerin. Mehr Platz sei aber zum aktuellen Stand nicht nötig. Zuletzt wurde die Stele errichtet, eine frei stehende, mit Relief oder Inschrift versehene Platte. Dort sind noch keine Namen zu finden, denn Urnen wurden bisher noch nicht beigesetzt.

Zweite Stele lässt auf sich warten

In Mockritz laufen derzeit die Vorbereitungen, um auch dort ein solches Gemeinschaftsgrab einzurichten. „Bis jetzt wurde schon das Gras abgestochen, in naher Zukunft soll die Fläche bepflanzt werden“, so Maria Beyer weiter. Die jetzt noch fehlende Stele lässt auch noch ein bisschen länger auf sich warten, kommt aber noch. „Gleich zwei Stelen anzuschaffen, ist für unsere kleine Kirchgemeinde finanziell natürlich ein großer Aufwand.“ Das Gemeinschaftsgrab auf dem Mockritzer Friedhof liegt am Hintereingang – zwischen Trauerhalle und Gerätehäuschen. Auch hier ist Platz für sechs Urnen.

Die Gemeinschaftsgräber sowohl in Großweitzschen als auch in Mockritz werden vom Friedhofspersonal gepflegt. Genau hier liegt für viele Bürger der Vorteil. „Manche schaffen es körperlich nicht, sich um ein Grab zu kümmern. Andere wohnen vielleicht gar nicht mehr in der Region, wollen ihre Eltern aber hier die letzte Ruhe finden lassen“, erklärt die Pfarrerin, für wen eine solche Grabvariante in Frage kommen könnte. Die Sorge, dass sich niemand um das Gemeinschaftsgrab kümmert, kann die Pfarrerin den Leuten nehmen: „Wir werden immer jemanden haben, der sich darum kümmert.“

Auch einzelne Pflegegräber möglich

Neben den jetzt errichteten Gemeinschaftsgräbern gibt es aber auch noch eine weitere Alternative: Pflegegräber. Diese Möglichkeit gibt es schon seit über zehn Jahren, doch weiß niemand so recht davon. So zumindest der Eindruck von Pfarrerin Maria Beyer. Anders als im Gemeinschaftsgrab handelt es sich dabei um ein einzelnes Grab, sowohl für eine Urne als auch eines der größeren. Auch hier kümmert sich die Friedhofsverwaltung um die Pflege. „In Großweitzschen wird das bislang gut angenommen. In Mockritz ist das zwar auch schon seit Jahren möglich, doch dort nutzt das Angebot bisher noch niemand“, weiß Beyer. Gräber können auch mit einer Teilpflege versorgt werden. „Wenn sich beispielsweise jemand noch selber um das Grab kümmern kann und will, aber Sorge hat, dass es vielleicht in ein paar Jahren nicht mehr klappt, dann wäre die Teilpflege eine Variante.“

Bürger, die sich für Gemeinschaftsgräber oder Grabpflege interessieren, können sich an das Pfarramt oder die Friedhofsverwaltung wenden. Die Mitarbeiter vor Ort können bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Von Stephanie Helm

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