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Döbeln Altes Bibliotheksgebäude will keiner haben
Region Döbeln Altes Bibliotheksgebäude will keiner haben
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00:30 12.06.2015
Leerstehend und komplett ungenutzt: Ostrau will das Gebäude und Grundstück in der Oschatzer Straße 7a veräußern - bisher fehlt jegliches Käuferinteresse. Quelle: N. G. Allner
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Gebäude und Grundstück in der Oschatzer Straße 7a wurden im Amtsblatt ausgeschrieben. Das Haus wurde 1956 als Schule errichtet und 1963 zur Kinderkrippe umgebaut. Es ist teilunterkellert und sowohl gewerblich als auch zu Wohnzwecken zu nutzen. Der Sanierungsbedarf ist hinsichtlich Heizung, Sanitär- und Elektroanlagen, Fußböden, Fenster, Dach und Putz sowie einer Mauerwerkstrockenlegung sehr hoch (DAZ berichtete).

Das Mindestgebot für Gebäude und Grundstück lag bei 40 200 Euro. Bis zum 31. März dieses Jahres konnten Angebote eingereicht werden. Nach Aussagen Dirk Schillings (CDD) sind innerhalb der Bieterfrist keinerlei Offerten eingegangen. "Die nächsten Schritte wären, die Verkaufsbemühungen zu forcieren. Wir haben die Verkaufsabsicht bisher nur im Amtsblatt bekannt gegeben. Hier gibt es ganz sicher noch andere Vermarktungsmöglichkeiten, wie die Inserierung in den einschlägigen Internet-Portalen beziehungsweise die Beauftragung eines Maklerbüros", so Ostraus Bürgermeister weiter. Die Kommune habe "aber keine Eile und werde die Steuerung der weiteren Entwicklung des Areals nicht leichtfertig aus der Hand geben."

Was passiert jedoch, sollte sich auch zukünftig kein Interessent finden? Im Ostrauer Gemeinderat sei man sich darüber einig, dass ein Verkauf des Objektes um jeden Preis nicht in Frage kommt, betont der Gemeindechef: "Hier ist die Lage durch die unmittelbare Nähe zur Kindereinrichtung einfach zu exponiert und wir würden nicht jeder beabsichtigten Nutzung eines Neuerwerbers zustimmen." Vorstellbar sei zum Beispiel "eine weitere Einrichtung für betreutes, altersgerechtes Wohnen - andere Sachen dagegen nicht."

Eine kommunale Weiternutzung des Gebäudes solle es definitiv nicht geben. Ein Abbruch des Objektes und die Revitalisierung der Fläche mit Schaffung weiterer Parkmöglichkeiten wurden im Gemeinderat darüber hinaus schon diskutiert und seien, bei entsprechender Förderung, ebenfalls gut vorstellbar. "Wir werden in der zweiten Jahreshälfte endgültig darüber entscheiden, welchen Weg wir weiter beschreiten", erklärt Bürgermeister Schilling abschließend.

Natasha G. Allner

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