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Döbeln Altes Haus weicht: Abriss in der Schillerstraße 13 in Döbeln
Region Döbeln Altes Haus weicht: Abriss in der Schillerstraße 13 in Döbeln
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23:00 22.10.2012
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Döbeln

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Vorsichtig hatte sich der Bagger mit seinem langen Ausleger herangetastet, dann kippte er das Metallteil um wie ein Streichholz, scheppernd krachte es zu Boden. Schornsteine und der Dachstuhl des mittleren Gebäudeteils samt Dachziegeln folgten. "Bis Ende der Woche wird von dem Haus nichts mehr stehen", sagte ein Mitarbeiter der Freiberger Firma Becker Umweltdienste, die gestern mit dem lange vorher angekündigten Abriss begonnen hat.

Die Stadt hatte das herrenlose und dem Verfall preisgegebene Wohn- und Geschäftshaus der ehemaligen PGH Tischlerei Anfang dieses Jahres vom Freistaat Sachsen kostenlos und lastenfrei übernommen. Der Fußweg davor war schon vor Jahren gesperrt worden, weil Gebäudeteile herabzufallen drohten. Wenn das Haus verschwunden und der Bauschutt weggeräumt ist, soll noch in diesem Jahr ein Parkplatz mit 18 Anwohnerparkplätzen auf dem Grundstück entstehen. Außerdem ist eine Bepflanzung und Einfriedung des Geländes vorgesehen. Hintergrund für den Parkplatzbau in der dann vorhandenen Lücke zwischen Straße des Friedens und Gabelsberger Straße ist die geplante Errichtung der Muldebrücke in Verlängerung der Schillerstraße. Denn wenn die Brücke steht und mehr Verkehr als bisher in der Schillerstraße fließt, kann nur noch längs und nicht mehr schräg zur Fahrbahn geparkt werden, was den Wegfall von Stellplätzen bedeutet. Der neue Parkplatz, dessen Fertigstellung schon bis Dezember vorgesehen ist, soll das kompensieren.

Die jetzigen Abrissarbeiten, die von der Hinterseite, also von der Uferstraße aus erfolgen, wirken professionell. Ein Mitarbeiter der Firma steht auf einem Gerüst am Giebel und dirigiert von dort den Baggerfahrer per Funkgerät. Ein weiterer steht mit einem Wasserschlauch bereit, um die Staubentwicklung in Grenzen zu halten. Der Gehweg sowie Teile der Fahrbahn und eines benachbarten Stellplatzes wurden mit Erde vorübergehend abgedeckt, damit herabfallende Steine keinen Schaden anrichten.

Die Kosten des Abrisses betragen 82 000 Euro. Das gesamte Projekt, das unter der Überschrift "Perspektiven für Sachsen" steht, wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) gefördert.

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