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Döbeln Am 200. Geburtstag Gedenkbaum für verstorbenen Bürgermeister von Leisnig
Region Döbeln Am 200. Geburtstag Gedenkbaum für verstorbenen Bürgermeister von Leisnig
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00:31 04.06.2018
In einer solchen Gefängniszelle der Burg Mildenstein verstarb 1850 Sigismund Reschke, Bürgermeister von Leisnig. Quelle: Sven Bartsch
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Leisnig.

So unrühmlich sein Tod war, so sehr verwundert es trotzdem, dass im Stadtarchiv von Leisnig, Landkreis Mittelsachsen, fast nichts über Sigismund Reschke zu finden ist. Wurde sein Vermächtnis absichtlich für die Stadt verschwiegen?

Sonnabend Grabsteinpflege auf dem Friedhof

Am Freitag, 8. Juni, jährt sich sein Geburtstag Reschkes Geburtstag zum 200. Mal. Am 2. Juni will der Vorsitzende des Leisniger Heimatvereins, Uwe Reichel, zusammen mit weiteren Vereinsmitgliedern Reschkes Gedenkstein auf dem Leisniger Friedhof pflegen.

Reschke, ein Märzrevolutionär

Während der März-Revolution 1848 hatte sich das damalige Stadtoberhaupt stark für ein einheitliches Deutschland eingesetzt. Er sympathisierte dafür mit den revolutionären Kräften, welche die damalige Vorherrschaft des Adels auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands bekämpften.

Nach verlorener Revolution ins Gefängnis

In Leisnig förderte Reschke sehr stark die Turnerbewegung. In Turnvereinen sammelte sich damals in vielen Orten die Arbeiterschaft und organisierte sich erstmals. Die Märzrevolution wurde blutig niedergeschlagen. Das ist auch das Ende für Sigismund Reschke. Er wird im Gefängnis der Burg Mildenstein eingekerkert und stirbt dort 1850 im Alter von 33 Jahren.

Ehre zur Gedenkveranstaltung

Um ihn zu würdigen, widmet sich der Geschichts- und Heimatverein zusammen mit den Leisniger Grundschülern dem Gedenken dieses Mannes. Am Vormittag des 8. Juni gibt es eine öffentliche Gedenkveranstaltung in der Schule. 10.30 Uhr wird zudem ein Gedenkbaum symbolisch am Lindenplatz gesetzt, zunächst in einem Kübel. Ist der Lindenplatz saniert, bekommt der Baum seinen angestammten Platz.

Vereinsvorsitzender bittet um Unterstützung

Das Grab von Sigismund Reschke, ehemaliger Bürgermeister in Leisnig und Namensgeber der Grundschule, soll am Sonnabend, 2. Juni, gepflegt werden. Uwe Reichel, Vorsitzender des Geschichts- und Heimatvereins, bittet darum, dass ihn Vereins- beziehungsweise Vorstandsmitglieder dabei unterstützen. 9 Uhr ist Treff auf dem Friedhof an der Colditzer Straße, Ecke Chemnitzer Straße.

Ordnung am Grabstein vorm Tag der Ehrung

Reschkes Grab befindet sich links vom Hauptweg, oberhalb der Leichenhalle unter den Buchen. Das Grab mit dem dazugehörigen Stein soll für die bevorstehenden Feierlichkeiten anlässlich des 200. Geburtstags von Reschke in Ordnung gebracht werden, wofür sich Reichel unter dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ Unterstützer wünscht.

Von Steffi Robak

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